DAX: Erneute Schwäche wäre nicht überraschend
Ausgabe vom 29.09.2026 von Sven Weisenhaus
Seit der DAX am 10. September zur Rechteckgrenze bei 25.370 Punkten zurückgefallen ist, pendelt der deutsche Leitindex um dieses Niveau seitwärts – also seit fast 3 Wochen. Dabei hat die Marke mehrfach als Unterstützung gedient.
Kleiner Doppelboden
Nur dreimal wurde dieses Niveau nennenswert unterschritten. In zwei dieser Fälle markierte der DAX bei 25.172,89 Punkten ein Tief, sodass sich ein kleiner Doppelboden etablieren könnte (siehe grüne Pfeile im folgenden Chart).

Dazu müsste der DAX allerdings (möglichst schnell) die Hochs der kurzfristigen Seitwärtstendenz an der Mittellinie bei 25.725 Punkten (möglichst dynamisch) überwinden. Neben der Mittellinie drückt allerdings eine Konsolidierungslinie (rot gestrichelt) auf die Kurse. Zudem hatte der DAX heute Probleme, die untere Linie des Aufwärtstrendkanals zurückzuerobern. Diese bildet mit der Konsolidierungslinie aktuell einen Kreuzwiderstand (siehe roter Pfeil).
Erneute Schwäche wäre nicht überraschend
Fällt der DAX daher erneut unter die 25.370er Rechteckgrenze und werden die Tiefs bei 25.172,89 Punkten wieder angelaufen, wird ein neues Korrekturtief wahrscheinlich. Ein Ausbruch nach unten ist derzeit ohnehin wahrscheinlicher als ein Überwinden der 25.725er Mittellinie. Denn Seitwärtstendenzen gelten als trendbestätigend. Und beim DAX findet sie aktuell nach einem scharfen Rücksetzer statt.
Für den weiteren Kursverlauf kommt es letztlich aber immer darauf an, in welche Richtung Seitwärtsbewegungen (nachhaltig) verlassen werden.
Somit gilt für den DAX: Kommt es zu einem klaren Ausbruch aus der aktuellen Seitwärtstendenz, kann man diesen mit einem prozyklischen Trade in Ausbruchsrichtung begleiten.
Dabei würde ich aktuell Long-Trades bevorzugen. Denn die saisonal schwache Phase des DAX endet bald.

Das gilt sowohl für den durchschnittlichen Kursverlauf seit 1988 als auch für die Saisonalität in US-Zwischenwahljahren.

Allerdings ist demnach bis in den Oktober hinein noch mit einem neuen Korrekturtief zu rechnen. Und daher verspricht ein Short-Trade bei einem neuen Korrekturtief kurzfristig einen Gewinn.
Hierbei sollte man jedoch mit größerer Vorsicht vorgehen und entweder schnell einen Gewinn realisieren oder mit einem engen Stop-Loss arbeiten. Denn das traditionell starke 4. Quartal eines Börsenjahres könnte das neue Korrekturtief (schnell) zu einer Bärenfalle werden lassen.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de