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Baidu-Aktie im Höhenrausch: Das müssen Anleger jetzt wissen

Ausgabe vom 18.12.2020

Baidu-Aktie im Höhenrausch: Das müssen Anleger jetzt wissen

von Manfred Ries

Chart: Baidu

Von Manfred Ries

Die Ausgangslage. Der Aktienkurs von Baidu Inc. überzeugt seit Wochen bereits mit einer hohen Outperformance. Diese mündete am Mittwoch in ein 24-Monatshoch. Der positive Trend ist voll intakt, wenn auch bereits stark überkauft. Schlusskurs am Donnerstag, den 17. Dezember 2020 an der Heimatbörse in New York: 190,11 USD (-0,2%).

Die Charttechnik. Mit der aktuellen Outperformance setzt sich die begonnene Kursstärke der jüngsten Vergangenheit weiter fort. Rückblick: Seit Monatsbeginn ging es mit den Anteilsscheinen von Baidu von 139 US-Dollar bis auf 201,10 US-Dollar nach oben – ein Plus von 44 Prozent in nur 12 Handelstagen. Die letzte Kerze im Monatschart mit ihrem langen, weißen Kerzenkörper erzählt von dieser Stärke. Der übergeordnete Trend bei Baidu zeigt klar und eindrucksvoll nach oben; dies wird nicht zuletzt durch den stark ansteigenden Verlauf der 200-Tagelinie (blaue Kurve) ersichtlich. Das bisherige Jahreshoch wurde am 16. Dezember bei 201,10 US-Dollar markiert; das bisherige Jahrestief findet sich im März bei 82 USD. Das bisherige Allzeithoch lag im Mai 2018 bei 284,22 USD. Der MACD-Indikator auf wöchentlicher Kursbasis – dieser legt Zeugnis ab vom mittelfristigen Trendverhalten des Basiswertes an – unterstreicht die intakte Aufwärtsbewegung.

Die Hintergründe. Die Normalisierung des Alltagsleben in China durch eine Besserung der Corona-Pandemie bringt die Wirtschaft ins Laufen. Auch eine mögliche, künftige Annäherung der USA an China – Stichwort: Handelskrieg – unterstützt die Börsen des Landes.

Die Company. Die Baidu, Inc. ist ein chinesisches Unternehmen und Betreiber der gleichnamigen Suchmaschine. Der Titel ist an der Nasdaq-Börse in New York gelistet.

Die Prognose.  Im obigen Monatschart zu erkennen: Die große Bodenbildung im Bereich ~100 US-Dollar. Seither notieren die Papiere knapp 100 Prozent höher. Dies hat bereits zu einer stark überkauften Marktsituation geführt – die Notierungen von Baidu laufen ihrem gleitenden Durchschnitt über 200 Tage davon und liegen heute bereits knapp 50 Prozent oberhalb davon (nachzuschauen im DIX-Indikator). Rückblickend betrachtet ist das ein Wert, der letztmalig im Jahre 2010 erreicht wurde. Baidu Inc.: Ein langfristig interessantes Papier aus einer zukunftsträchtigen Branche. Nun aber stoßen die Notierungen an der 200-US-Dollarmarke an einen großen Widerstand. Hier könnten Gewinnmitnahmen eintreten. Ein signifikanter Ausbruch über diese 200er-Linie – im Idealfall auf Wochenschlusskursbasis –  wäre ein neuerliches Kaufsignal. Anleger sollten etwaige Stop-Losskurse zügig anziehen.

Die Strategie: Der Optionsscheine Expert Trader© beschäftigt sich regelmäßig auch mit chinesischen Einzelwerten, die mit Hebelprodukten begleitet werden. So konnte bei Alibaba ein zweistelliger Kursgewinn generiert werden; bei JD.com wurden in zwei Tranchen Gewinne von 115 Prozent und von 296 Prozent generiert.

Der Autor: Manfred Ries erlag dem Reiz der Börse während seiner Bankausbildung - das war 1984. Das Trading lernte er im Devisenhandel bei einer Großbank. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre absolvierte er bei einem namhaften Anlegermagazin ein Volontariat als Wirtschaftsjournalist. Heute ist Manfred Ries Chefredakteur der Online-Rubrik Chart-Analysen bei Stockstreet.de und Autor des wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader©. Seit der ersten Ausgabe dieses Börsenbriefs im Oktober 2019 weisen mehr als 90% der abgeschlossenen Positionen einen Gewinn aus.  www.stockstreet.de/optionsscheine-expert-trader-aktuell

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*) Glossar:

200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.  

Candle: s. „Kerze“

Disparity Indikator (DIX): Beschreibt den prozentualen Abstand zwischen dem Kurs und seinem gleitenden Durchschnitt. Ein DIX mit der Einstellung "9" im Monatschart zeigt demnach den prozentualen Abstand zwischen Kurs und seiner 9-Monats-Durchschnittslinie (entspricht in etwa der 200-Tagelinie im Tageschart).

Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.

Kerze („Candle“): Bildet innerhalb der Kerzenchartanalyse (Candlestick-Chartanalyse) die Kursdaten (Eröffnungs-, Hoch-, Tiefst-, Schlusskurs) einer Handelsperiode ab. Kerzencharts beinhalten damit wesentlich mehr Kursinformationen als herkömmliche Liniencharts.

Lineare Chartdarstellung: Auch als absolute Chartdarstellung bezeichnet. Ein Chart kann linear/absolut oder logarithmisch dargestellt werden. Während bei der absoluten Aktienchart-Darstellung die Kursskala (auf der y-Achse) gleiche Abstände zwischen den Kursbeträgen aufweist, zeigt die logarithmische Darstellung gleiche Abstände zwischen den Kursbeträgen als prozentuale Veränderungen an. Technische Analysten arbeiten zumeist mit logarithmischen Charts. Geht es um das Aufspüren von Unterstützungs- und Widerstandslinien, bedient sich der Autor dieses Beitrags gerne der analogen Darstellungsform.

MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).

MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.

Monatschart: Die Betrachtungsweise basiert auf monatlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Monatsschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten des betrachteten Monats ab: Monatseröffnung und -schlusskurs; Monatshoch und -tief.

Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.

Outperform: Englisch für „Übertreffen“. In diesem Falle handelt es sich um einen Begriff aus der Investmentsprache, der als Rating den Begriffen Accumulate und Overweight ähnelt. Diese von Investmentbankern vergebene Einschätzung (Rating) besagt grundsätzlich, dass einem Wertpapier im Vergleich zum Gesamtmarkt bzw. zu einem Sektor höhere Kurschancen zugetraut werden.

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