Stockstreet Chart-Analysen

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Pandora S/A: Welch schmuckes Chartbild

Ausgabe vom 10.10.2020

Chart: Pandora

Von Manfred Ries

Die Ausgangslage. Der Aktienkurs der dänischen Pandora A/S (Chart: Börse Frankfurt in Euro) schließt am Freitag sehr kräftig mit einem Plus von 13,6 Prozent. Schlusskurs in Frankfurt am Freitag, 9. Oktober 2020: 76,08 Euro.

Die Charttechnik. Die Titel befinden sich in einer großen Bodenbildung, die im Bereich ~23 Euro ihren Boden findet. Das bisherige Jahrestief lag im März bei 24,22 Euro. Oben: Der Monatschart von Pandora A/S an der Börse in Frankfurt a. Main. Der einstige Widerstand ~70 Euro wurde nach oben durchstoßen und die 200-Tagelinie führt zielstrebig nach oben.

Die Hintergründe. Die dänische Pandora A/S hat am Donnerstag, 8. Oktober 2020, ihre Gewinnprognosen nach oben gehievt. Das Q3/2020 verlief mit deutlich höheren Umsätzen bei einem starken Zuwachs des Online-Geschäfts.

Die Prognose. Die Titel befinden sich in einem intakten, mittelfristigen Aufwärtstrend. Dies wird nicht zuletzt durch die nach oben strebende 200-Tagelinie (blau) untermal. Die jüngste Aufwärtsrallye hat aber zwischenzeitlich auch dazu geführt, dass sich die Papiere ein wenig »heiß gelaufen« haben – der prozentuale Abstand zwischen Aktienkurs und 200-Tagelinie beträgt ~53 Prozent und bewegt sich damit auf einem Niveau, welches bereits von einer überkauften Marktsituation spricht. Dieser prozentuale Abstand wird durch den DIX-Indikator – unterhalb des Charts abgetragen – ersichtlich.

Dieser überkaufte Zustand spräche grundsätzlich für ein Korrekturpotenzial; zumindest für eine Konsolidierung. Andererseits aber zeigen sich die Titel ~70 Euro als relativ solide unterstützt. Charttechnisch erscheint der Weg nach oben frei bis in den Bereich ~94 Euro. Doch wie gesagt: Zuvor dürfte eine Phase der Konsolidierung / Korrektur ins Haus stehen.

Die Company. Pandora ist ein dänisches Unternehmen der Schmuckindustrie. Das Unternehmen wurde 1982 durch den Goldschmied Per Enevoldsen und seine Frau Winnie in Kopenhagen / Dänemark gegründet (Wikipedia).

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*) Glossar:

200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.  

Break out: Englischsprachige Bezeichnung für „Ausbruch“.

Candle: s. „Kerze“

Disparity Indikator (DIX): Beschreibt den prozentualen Abstand zwischen dem Kurs und seinem gleitenden Durchschnitt. Ein DIX mit der Einstellung "9" im Monatschart zeigt demnach den prozentualen Abstand zwischen Kurs und seiner 9-Monats-Durchschnittslinie (entspricht in etwa der 200-Tagelinie im Tageschart).

Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.

Kerze („Candle“): Bildet innerhalb der Kerzenchartanalyse (Candlestick-Chartanalyse) die Kursdaten (Eröffnungs-, Hoch-, Tiefst-, Schlusskurs) einer Handelsperiode ab. Kerzencharts beinhalten damit wesentlich mehr Kursinformationen als herkömmliche Liniencharts.

Lineare Chartdarstellung: Auch als absolute Chartdarstellung bezeichnet. Ein Chart kann linear/absolut oder logarithmisch dargestellt werden. Während bei der absoluten Aktienchart-Darstellung die Kursskala (auf der y-Achse) gleiche Abstände zwischen den Kursbeträgen aufweist, zeigt die logarithmische Darstellung gleiche Abstände zwischen den Kursbeträgen als prozentuale Veränderungen an. Technische Analysten arbeiten zumeist mit logarithmischen Charts. Geht es um das Aufspüren von Unterstützungs- und Widerstandslinien, bedient sich der Autor dieses Beitrags gerne der analogen Darstellungsform.

MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).

Monatschart: Die Betrachtungsweise basiert auf monatlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Monatsschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten des betrachteten Monats ab: Monatseröffnung und -schlusskurs; Monatshoch und -tief.

Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.

 

Der Autor: Manfred Ries ist Chefredakteur der Online-Rubrik Chart-Analysen bei Stockstreet.de und Autor des wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader©. Manfred Ries erlag dem Reiz der Börse während seiner Bankausbildung – das war 1984. Das Trading lernte er im Devisenhandel bei einer Großbank. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre absolvierte er bei einem namhaften Anlegermagazin ein Volontariat als Wirtschaftsjournalist und war lange Jahre als leitender Redakteur beschäftigt.
Weitere Infos: www.stockstreet.de/optionsscheine-expert-trader-aktuell


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