Schwache Vorgaben aus Übersee schicken DAX auf 13.000 Punkte zurück
Ausgabe vom 29.06.2022 von Stockstreet-Team
DAX nach schwachen Vorgaben im Minus / Verunsicherung an der Wall Street
Die kleine Erholungstendenz der vergangenen Handelstage wurde gestern prompt beendet, am gestrigen Nachmittag gab der deutsche Aktienmarkt seine anfänglichen Pluszeichen ab. Verantwortlich waren negative Vorgaben der US-Börsen – nach schwachen Daten zum US-Verbrauchervertrauen setzte dort eine heftige Verkaufswelle ein. Am Mittwoch stabilisiert sich die Lage zunächst, die US-Futures werden aktuell wenig verändert zum Vortag gesehen.
Der DAX notiert momentan mit einem Minus von 1,6 Prozent bei 13.022 Punkten. Tagesgewinner sind Continental, Allianz und Deutsche Börse, die drei Aktien notieren zwischen 0,2 und 0,8 Prozent im Plus. Abwärts geht es dagegen mit Bayer (- 4,7 %), Sartorius Vz. (- 3,6 %) und HelloFresh (- 3,3 %).
Neben den negativen Vorgaben der Wall Street schlossen auch die asiatischen Märkte deutlich im Minus. In Shanghai ging der Index um 1,4 Prozent leichter aus dem Handel, in Tokio verbuchte der Nikkei 225 ein Minus von 0,9 Prozent. Die Ölpreise tendierten wieder fester, was die Börsen eher belastet.
Wirtschaftsstimmung in der Euro-Zone etwas besser als erwartet
Die Stimmung an den Börsen wird seit Wochen und Monaten von hohen Verbraucherpreisen und der gestiegenen Zinserwartung belastet. Gleichzeitig wackelt die Konjunktur, eine Rezession kann nicht ausgeschlossen werden. Kein Wunder, dass die gestrigen Daten zum US-Verbrauchervertrauen für einen neuerlichen Dämpfer sorgten.
Andererseits dürfte auch schon viel Negatives in den Kursen eingepreist sein. Innerhalb der letzten sechs Monate kam der DAX von 16.000 Punkten auf 13.000 Punkte zurück. Und es gibt zumindest auch kleine Hoffnungsschimmer: Die Verbraucherpreise des bevölkerungsreichsten Bundeslandes NRW fielen am Morgen etwas besser als erwartet aus.
Daneben wurde am Vormittag ein Frühindikator für die Euro-Zone veröffentlicht, welcher ebenfalls leicht positiv überraschte. Demnach hat sich der „Economic Sentiment Indicator“ für die europäischen Industriebetriebe nach drei Rückgängen in Folge wieder verbessert, konkret auf 104 Punkte (erwartet wurden 103 Punkte).