DAX bricht Erholung ab / Daten der deutschen Wirtschaft belasten
Ausgabe vom 14.08.2019 von Stockstreet-Team
Zur Wochenmitte präsentiert sich der Deutsche Aktienindex in Rot. Am späten Vormittag notiert das Börsenbarometer mit minus 0,3 Prozent bei 11.713 Zählern. Gestern markierte der DAX kurzzeitig ein neues Verlaufstief, erhielt dann mit einer neuen Nachricht seitens des US-Präsidenten jedoch Auftrieb und schloss deutlich im Plus. Aus Amerika kam die Meldung, dass Teile der Zölle auf chinesische Produkte verschoben werden. Dies schürte unter Anlegern die Hoffnung auf eine Beilegung des internationalen Handelsstreits.
Deutsche Wirtschaft gibt nach
Seit einiger Zeit ist die Stimmung unter den deutschen Anlegern trübe, leichte Kursverluste sind an der Tagesordnung. Ausschlaggebend waren die jüngsten Konjunkturdaten, welche auf eine Stagnation der deutschen Wirtschaft hindeuten. Dazu gab es am Morgen neue Nachrichten. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von April bis Juni um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Verantwortlich hierfür seien die bekannten Handelskonflikte und eine nachlassende Weltkonjunktur, so die Experten.
Chinesische Industrieproduktion schwächer als erwartet
Neben den deutschen Daten kommen auch aus dem Reich der Mitte schwache Zahlen. Die Industrieproduktion in China legte im Juli nur noch 4,8 Prozent zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistikbüro am Mittwoch in Peking mitteilte. Der Anstieg ist der schwächste seit Februar 2002. Analysten hatten ein Plus von 5,8 Prozent erwartet. Im Juni gab es noch einen Zuwachs von 6,3 Prozent. Natürlich ist auch hier der Handelsstreit mit den USA der Grund für den Rückgang.
RWE an der DAX-Spitze
Nach dem Lauf in den vergangenen Wochen notiert RWE auch am Mittwoch fester. Der DAX-Titel klettert um 1,3 Prozent empor. Defensive Titel werden in Frankfurt generell erneut gesucht. Henkel und Beiersdorf legen jeweils um 1,1 Prozent zu.
Schwächer notieren dagegen ThyssenKrupp, Deutsche Bank und Continental, welche jeweils Abgaben zwischen zwei und drei Prozent verzeichnen.
Viele Grüße aus Köln
Bernd Raschkowski
Chefredakteur Allstar-Trader
www.stockstreet.de/allstar-trader