DAX mit kleinem Minus / Konsumneigung bleibt schwach / Vonovia gesucht
Ausgabe vom 24.10.2023 von Stockstreet-Team
Kurzfristige Stabilisierungstendenz möglich
Nach den herben Abgaben in der vergangenen Woche startete der DAX zum Wochenauftakt zunächst erneut schwächer, konnte sich im gestrigen Verlauf allerdings stabilisieren und von den Tiefs lösen. Am heutigen Dienstag präsentiert sich der Index wenig verändert. Aktuell wird der DAX bei 14.780 Punkten gesehen, das gestrige Tagestief wurde bei 14.630 Zählern markiert.
Kurzfristig gesehen ist eine kleine Stabilisierung oder Erholungsbewegung nach den vorherigen Abgaben denkbar, zumal die asiatischen Märkte kleine Pluszeichen verbuchten und auch die US-Futures positiv tendieren. Übergeordnet bleibt im DAX die seit dem Sommer etablierte Abwärtstendenz bestehen. Bislang hat die Korrekturphase den DAX um rund zehn Prozent nach Süden geführt.
Was bewegt die Märkte?
Taktgeber für die Wall Street ist weiterhin die Entwicklung am Anleihemarkt. Die stark gestiegenen US-Anleiherenditen belasteten die Aktien zuletzt, gestern gab es dagegen erstmals eine entgegengesetzte Tendenz zu sehen. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe kam von der 5-Prozent-Marke deutlich zurück und sorgte damit für leicht aufgehellte Stimmung unter den Aktionären.
Aus Deutschland kamen unterdessen schwache Konjunkturdaten. So ist das Konsumklima aufgrund der Inflation und der dadurch bedingten Sparneigung weiterhin angeschlagen. Der vom Marktforschungsinstitut GfK berechnete Index für die Verbraucherstimmung ist demnach um 1,4 Punkte auf minus 28,1 Zähler gefallen. Damit sank der Index für den November den dritten Monat in Folge und erreichte den tiefsten Stand seit April des laufenden Jahres. Im Vorfeld wurde von Experten zwar ein Rückgang der Konsumneigung erwartet, allerdings nicht ganz so deutlich.
Heute ein König: Vonovia
Spitzenreiter im deutschen Auswahlindex ist aktuell Vonovia mit + 2,7 Prozent, dicht gefolgt von Zalando mit + 2,6 Prozent. Platz drei im Auswahlindex belegt der Rüstungskonzern Rheinmetall mit + 1,2 Prozent. Verlierer des Tages ist dagegen einmal mehr Sartorius, die Vorzugsaktie gibt um weitere 2,2 Prozent ab. Auch Siemens Energy und Infineon werden leichter gesehen.
Gute Investments und beste Grüße
Ihr
Bernd Raschkowski