Bayer: Gut unterstützt am MA(200)
Ausgabe vom 31.05.2018 von Manfred Ries
Von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Die Aktien der Bayer AG zeigen sich gut behauptet nach einer bullenstarken Woche. Aktuelle Notierung (5.6.2018 – 11 Uhr): xxx Euro (+…%)
Die Hintergründe. Der Übernahme des US-amerikanischen Saatgutherstellers Monsanto durch die Bayer AG dürfte kaum noch etwas im Wege stehen! Die entsprechenden US-Behörden hatten ja in der Vorwoche grünes Licht für den Zusammenschluss erteilt (29.5.18).
Die Charttechnik. Die Charttechnik präsentiert sich vielversprechend. In der Vorwoche kam es zu einem Durchbruch unter die bedeutsame Linie von 100 Euro (A). Dieser Rücksetzer gebührt den politischen Querelen um eine Neuwahl in Italien. Zur Wochenmitte hin beruhigten sich die Gemüter jedoch und am Mittwoch erfolgte eine Gegenbewegung gen Norden. Ein Abwärtstrend (C), der noch vom Herbst 2017 herrührt, wurde nach oben durchstoßen. Andererseits wartet jetzt mit der 200-Tagelinie (D) ein kräftiger Widerstand nach oben. Hier „hängen“ die Notierungen zu Wochenbeginn fest. Der MACD-Indikator auf wöchentlicher Kursbasis hat bereits Anfang April ein Kaufsignal (B) generiert.
Die Fundamentals. „Bayer bleibt angesichts einer günstigen Bewertung einer der kurzfristig aussichtsreichsten Werte“, so zumindest heißt es in der neuesten Aktienstudie der Baader Bank vom Mittwoch, 30. Mai. Die Bewertung läge derzeit 15 Prozent niedriger als die der europäischen Vergleichsgruppe. „Bei einer erfolgreichen Übernahme von Monsanto könnte das Unternehmen von einer zyklischen Erholung der Agrochemie entsprechend profitieren“, so die Hoffnung der Banker.
Die Prognose. Die Aussichten auf eine Fortsetzung der begonnenen Kurserholung sind heiter. Wie gesagt: Die Schwäche der laufenden Handelswoche hatte ihre Wurzeln in der Politik. Und wie heißt es doch immer wieder: „Politische Börsen haben kurze Beine …“. Ein Break out über die 105,42er-Linie wäre als Kaufsignal zu werten. Als Support gilt das Wochentief bei 98,21 Euro.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Break out: Englischsprachige Bezeichnung für „Ausbruch“.
Buy: Englisch für „Kaufen“.
Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.
Support: Englischsprachige Bezeichnung für „Unterstützung“.
Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.