Stockstreet Chart-Analysen

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Daimler: Aktie vor starkem Kaufsignal?

Ausgabe vom 18.04.2019

Chart: Daimler

Von Manfred Ries

Die Ausgangslage. Der Aktienkurs der Daimler AG steigt am Donnerstag, dem letzten Handelstag vor Ostern, um 2,1 Prozent. Damit setzt sich der Aufwärtstrend der vergangenen Wochen weiter fort. Die Wochen-Performance beläuft sich damit auf 5,7 Prozent. Schlusskurs am Donnerstag, 18. April 2019: 59,31 Euro.

Die Charttechnik. Die Charttechnik bei den Daimler-Aktien klart sich weiter auf. Der Sprung über die 200-Tagelinie (D) Anfang April war ein klares Kaufsignal. Das lockte Anleger in den Titel. Der nächste Widerstand wartet um 60 Euro (A). Der Titel zeigt sich nach den jüngsten Kursschüben jedoch als leicht überkauft; hiervon spricht der abgebildete DIX-Indikator (C) unterhalb des Charts.

Die Hintergründe. Daimler plant ein neues Sparpaket. Das verkündete Ola Källenius, designierter Nachfolger von Daimler-Chef Dieter Zetsche. Demnach könnten mittelfristig bis zu 10.000 Stellen wegfallen. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihre Einstufung für die Aktie bereits am vergangenen 12. April mit „Buy“ bestätigt – „Kaufen!“.

Die Prognose.  Der Kursverlauf der Daimler-Aktie zeigt sich in einem Aufwärtstrend (B). Mit einem Wochenschlusskurs von 59,31 Euro stehen die Aktien jetzt aber vor einem wichtigen Widerstand nach oben; dieser formiert sich um die 60-Euromarke (A). Der überkaufte DIX-Indikator könnte zu einer Konsolidierung im Aktienkurs sorgen; etwa in Form eines Seitwärtstrends. Ein Ausbruch über die 60-Eurolinie wäre als Kaufsignal zu bewerten mit einem nachfolgenden Kursziel von dann 65 Euro. Auf der Unterseite liegen Supports an der 55-Euromarke, sowie entlang des MA(200) (D), der bei derzeit 53 Euro verläuft.

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*) Glossar:

200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.  

Buy: Englisch für „Kaufen“.

Disparity Indikator (DIX): Beschreibt den prozentualen Abstand zwischen dem Kurs und seinem gleitenden Durchschnitt. Ein DIX mit der Einstellung "9" im Monatschart zeigt demnach den prozentualen Abstand zwischen Kurs und seiner 9-Monats-Durchschnittslinie (entspricht in etwa der 200-Tagelinie im Tageschart).

Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.

Kerze („Candle“): Bildet innerhalb der Kerzenchartanalyse (Candlestick-Chartanalyse) die Kursdaten (Eröffnungs-, Hoch-, Tiefst-, Schlusskurs) einer Handelsperiode ab. Kerzencharts beinhalten damit wesentlich mehr Kursinformationen als herkömmliche Liniencharts.

Lineare Chartdarstellung: Auch als absolute Chartdarstellung bezeichnet. Ein Chart kann linear/absolut oder logarithmisch dargestellt werden. Während bei der absoluten Aktienchart-Darstellung die Kursskala (auf der y-Achse) gleiche Abstände zwischen den Kursbeträgen aufweist, zeigt die logarithmische Darstellung gleiche Abstände zwischen den Kursbeträgen als prozentuale Veränderungen an. Technische Analysten arbeiten zumeist mit logarithmischen Charts. Geht es um das Aufspüren von Unterstützungs- und Widerstandslinien, bedient sich der Autor dieses Beitrags gerne der analogen Darstellungsform.

MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).

MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.

Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.

Support: Englischsprachige Bezeichnung für „Unterstützung“.

Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.


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