Nach dem Crash kommen die unseriösen 1.000 Prozent Versprechungen
Ausgabe vom 02.12.2022 von Stockstreet-Team
Nach dem Crash kommen die 1000-Prozent Gewinn Versprechungen
Viele Börsenbriefe haben in den vergangenen Monaten, aber auch schon seit der Coronakrise erhebliche Verluste eingefahren. Zum Teil liegt es lediglich an der Struktur der Börsenbriefe. Börsenbriefe, die mit hohen Hebeln arbeiten, sind in solchen Crash-Phasen meist stärker betroffen, als eher sehr konservative Börsenbriefe – das ist normal. Doch meistens liegen die Verluste nicht an der Struktur dieser Börsenbriefe, sondern daran, dass meist doch sehr unerfahrene Trader diese Briefe schreiben.
Oft schreiben unerfahrene Trader Börsenbriefe

Zum Beispiel Trader, die noch nie einen großen Crash mitgemacht haben. Oder Trader, die insgesamt wenig Ahnung haben, sich aber einfach gut verkaufen können. Aus vielen anderen Krisen weiß ich, dass viele dieser Börsenbriefe sich von den Verlusten nicht mehr erholen. In guten Phasen kann jeder Gewinne machen, aber die Qualität eines Börsenbriefes zeigt sich eben daran, wie gut das Vermögen der Leser in einer solchen Krise „gesichert“ wird. Besser noch als die Sicherung des Vermögens sind Börsenbriefe, die es sogar in den Crashphasen schaffen, Gewinne zu machen oder diese Verluste nach einem Crash schnell wieder ausgleichen. Zum Beispiel, weil sie einfach nicht so hoch ausgefallen sind, wie bei anderen. Ich muss hier, glaube ich, wohl nicht darauf eingehen, dass sich die Börsenbriefe von Stockstreet natürlich in der aktuellen Krise größtenteils super geschlagen haben und teilweise sogar beachtliche Gewinn erwirtschafteten.
Aber was passiert mit diesen ganzen Börsenbriefen, die nun nach und nach verschwinden. Nein, die Schreiber sehen nicht ein, den Job nicht mehr zu machen. Sobald die Krise abflaut, tauchen viele dieser Börsenbriefe wieder auf, nur unter anderem Namen, mit einer anderen Firma im Hintergrund – in einem anderen Layout. Und da viele Leute sehr viel Geld in der Krise verloren haben, locken diese neuen Börsenbriefe regelmäßig nach jedem Crash mit den großen Versprechungen: Versprechungen schnell reich zu werden und regelmäßig hohe Gewinne zu erwirtschaften. Je größer die vorherigen Verluste, desto größer werden diese unseriösen Gewinnversprechungen – ich habe manchmal das Gefühl, das liegt auch daran, dass die von den Krisen gebeutelten Börsenbriefschreiber selber daran glauben wollen.
Absolut unrealistische Versprechungen

Wir von Stockstreet können immer und immer wieder nur warnen: Viele versprechen eine wahnsinnige Erfolgsquote und unfassbare Gewinne. Man muss nur ein wenig rechnen können, damit klar ist, dass 1.000 Prozent in einem Monat bereits sehr schnell das weltweite Geldsystem sprengen würde, weil das ganze Geld dieser Welt nach kurzer Zeit nur noch den wenigen Lesern dieser Börsenbriefe gehören würde. Aber auch schon 100 %, also eine Verdopplung jeden Monat, würde in 2 Jahren aus einer Summe von 1.000 Euro eine stattliche Summe von 16.777.216.000 Euro also von über 16 Mrd. Euro werden lassen. Und auch daran erkennt man schon, dass selbst eine konstante Rendite von 100 Prozent im Jahr ebenfalls schnell zu gigantischen Summen führen würde – die natürlich unrealistisch sind.
So einfach funktioniert Börse leider nicht. Auch wenn die Möglichkeit verlockend klingt, die entstandenen Verluste schnell wieder aufzuholen, lasse dich von solchen unseriösen Angeboten nicht verleiten – und glaube mir, diese Angebote werden kommen – sobald die Krise vorbei geht.
Aber wie kann man einen seriösen Börsenbrief von einem unseriösen Börsenbrief unterscheiden? Wir bei Stockstreet haben vor geraumer Zeit eine Liste zusammengestellt, die immer noch gültig ist und auf die ich deswegen hier in diesem Text nicht noch einmal eingehen muss, sondern dir einfach den Link zur Verfügung stelle:
13 Kriterien für einen guten Börsenbrief - hier klicken