von Torsten Ewert

Gestern verlor der NASDAQ 100 rund 3 %. Dafür gibt es zwei Gründe: einen mathematischen und einen sachlichen.

Die beiden Gründe für den Kursrutsch des NASDAQ 100

Der mathematische Grund ist, dass die drei mit Abstand größten Werte im Index (nach Marktkapitalisierung) kräftig verloren: Apple -5,0 %, Amazon -4,4 % und die Google-Mutter Alphabet -2,6 %. Damit sind diese drei Werte schon allein für rund
2 % der gestrigen Kursverluste des NASDAQ 100 verantwortlich.

Der sachliche Grund für diese (und andere) Kursverluste ist eine Hightech-Angst, die wieder einmal umgeht. Auslöser dafür war die Meldung der eher unbekannten Firma Lumentum über umfangreiche Stornierungen eines großen Auftraggebers. Diese Firma, die auf Gesichtserkennung spezialisiert ist, hat als einen ihrer größten Kunden den iPhone-Konzern Apple.

Und so ging natürlich sofort das Gerücht um, dass womöglich die Stückzahlen beim iPhone geringer ausfallen könnten als erwartet. Folglich rauschte auch die Apple-Aktie kräftig nach unten. Und weil Amazon gerade einen Deal über mehr Verkäufe mit Apple-Produkten abgeschlossen hat, ging es auch mit der Aktie des Onlinehändlers abwärts.

Apple, Black Friday und die Vorgaben aus China

Aber die größten Kursabschläge gab es natürlich bei den vielen Apple-Zulieferern – von Intel bis Infineon und von Qualcomm bis Western Digital. Im Durchschnitt lagen die Verluste bei diesen Werten bei rund 6 %, aber einige Werte verloren auch zweistellig. Lumentum, der Auslöser dieser Misere, büßte sogar 33 % ein. Überbringer schlechter Nachrichten werden also auch heute noch „gehängt“ – sogar an der Börse…

Die Einzelhandelsumsätze am Black-Friday-Wochenende nach Thanksgiving in der kommenden Woche (23. bis 26. November) werden nun von Anlegern und Analysten sicherlich besonders argwöhnisch verfolgt werden. An diesen Tagen beginnt nicht nur traditionell die Shopping-Saison für die Weihnachtsfeiertage, sondern es ist inzwischen längst deren umsatzstärkste Phase.

Und die Erwartungen sind hoch, nicht zuletzt auch deshalb, weil der Single-Day in China (der 11.11.) – seit einigen Jahren durch Alibaba und Co. zum Black Friday Chinas hochgepusht – mit Rekordumsätzen aufwarten konnte, die um 27 % über denen des Vorjahres lagen.

Solche Zahlen werden in den USA sicherlich nicht erreicht werden, da Black Friday und Co. gegen den Single Day in China (wird erst seit 2009 als Shopping-Höhepunkt „gefeiert“) schon etablierte Termine sind. 2017 lagen die Verkäufe moderate 4 % über denen des Vorjahres, die Online-Umsätze stiegen immerhin um 18 %.

Die aktuelle Charttechnik im NASDAQ 100

Aber auch charttechnisch wird es nun ungemütlich für die US-Märkte. Der NASDAQ 100 hat spätestens nach dem gestrigen Rücksetzer sein Jahrestief ins Visier genommen (siehe folgender Chart).

NASDAQ100-Tageschart ab Januar 2018

Denn mit dem jüngsten Hoch sind die Bullen gleich an drei wichtigen Hürden gescheitert: Erstens blieben sie unter dem Zwischenhoch vom Oktober (siehe rote Pfeile), zweitens scheiterten sie an dem alten Hoch vom März bei 7.186 Punkten (rote Linie) und drittens gaben sie die Initiative vor dem 61,8%-Niveau (siehe blaue Linien) wieder aus der Hand, dessen Überschreiten als formales Ende einer Korrektur gilt. Diese geht damit also vorerst weiter…

Mit dem jüngsten Rückfall hat der NASDAQ 100 zudem einen neuen Abwärtstrend (rot) bestätigt, in dem er nun die zweite Abwärtswelle nach dem Einbruch vom Oktober gestartet haben könnte. Diese kann den Kurs theoretisch bis unter das Jahrestief vom Februar führen (siehe gelbe Rechtecke).

Damit haben die Bären nun ein klares Ziel vor Augen – nachdem sie den NASDAQ 100 erneut erfolgreich unter die wichtige 7.000-Punkte-Marke gedrückt haben.

Ach ja – falls selbst mal nachgucken wollen, ob Ihre Firma/Aktie auch Apple-Zulieferer ist: Die jüngste Übersicht finden Sie hier.

Über den Autor: Torsten Ewert ist Chefredakteur der Börsenbriefe Geldanlage-Brief und Aktien-Perlen. Mehr über Torsten Ewert erfahren Sie hier.


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