DAX trotzt den negativen Nachrichten / ifo-Institut senkt den Ausblick
Ausgabe vom 12.09.2022 von Stockstreet-Team
Deutsche Aktien gesucht
Der Wochenstart verlief für den Deutschen Aktienindex richtig erfreulich, bis zum Montagmittag klettert das Börsenbarometer um 1,5 Prozent auf 13.284 Punkte. Damit wird die feste Tendenz der Vorwoche fortgeführt. Der DAX verbucht bereits seit Anfang September eine solide Aufwärtsbewegung mit Kursgewinnen von rund fünf Prozent.
Zuletzt sorgte neben den guten Vorgaben aus Amerika auch die EZB für freundliche Stimmung. Die Leitzinserhöhung um 75 Basispunkte kam gut an, die Währungshüter sorgten mit dem Zinsschritt für steigendes Vertrauen in die Geldpolitik der Euro-Zone. Aus charttechnischer Sicht wurde mit dem Überwinden der Marke von 13.000 Zählern zudem ein positives Signal generiert.
Tagesgewinner unter den Standardwerten sind die klassischen Industriewerte aus den Bereichen Automobilproduktion und Chemie. Spitzenreiter im DAX ist Daimler Truck mit einem Plus von 3,6 Prozent. Mercedes und BASF legen jeweils um 3,3 Prozent zu. Deutlichster Verlierer im DAX ist HelloFresh mit einem Abschlag von 2,1 Prozent.
ifo-Institut gibt Prognosen bekannt
Die Konjunktursorgen sind an den Aktienmärkten zumindest kurzfristig in den Hintergrund getreten. Das marktbeherrschende Thema ist derzeit die Geldpolitik der internationalen Notenbanken. Am Wochenende gab es mehrere Expertenstimmen, welche sich für weiter Zinsanhebungen in Europa ausgesprochen haben. In den USA ist mittlerweile sogar erneut ein großer Zinsschritt um 75 Basispunkte auf der nächsten Fed-Sitzung im Gespräch.
Unterdessen gab es neue Daten vom ifo-Institut. Die aktualisierte Konjunkturprognose wurde aufgrund der Gaskrise sowie der hohen Inflation gesenkt. Bislang gingen die Volkswirte für 2022 von einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2,5 Prozent aus. Die Aktualisierte Prognose für 2022 liegt bei 1,6 Prozent. Noch deutlicher wurde das BIP für das kommende Jahr gesenkt: Für 2023 erwarten die Experten nun ein Minus von 0,3 Prozent.
Viele Grüße und gute Investments wünscht
Bernd Raschkowski