Kaum Bewegung in Frankfurt / Deutsche Erzeugerpreise kräftig gestiegen
Ausgabe vom 20.01.2022 von Stockstreet-Team
DAX unentschlossen
Am frühen Morgen sah es zunächst nach einem freundlichen Handelstag aus: Asien hatte die negativen Vorgaben der Wall Street ignoriert und solide Vorgaben für den Handel in Frankfurt geliefert. Der DAX startete tatsächlich im Plus, zeigte sich im Verlauf jedoch wieder schwächer und drehte ins Minus. Aktuell wird das Börsenbarometer mit – 0,1 Prozent bei 15.790 Punkten gesehen.
In China meldete die Notenbank, dass sie den Leitzins senken werde. Dies gab den Märkten in Asien etwas Stabilität. Andererseits fragen sich Experten rund um den Globus, weshalb dieser Schritt ausgerechnet jetzt kommt, während andere Länder aufgrund der steigenden Inflation ihren Leitzins anheben. Droht in China eine deutlichere Abkühlung der Wirtschaft, so dass die Notenbank mit Zinssenkungen gegensteuern muss? Die Lage in China hat stets erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Konjunktur und gilt generell als wichtige Säule der Weltwirtschaft.
Deutsche Erzeugerpreise schocken die Volkswirte
Das Thema Inflation bleibt heiß diskutiert unter den Börsianern, vor allem in den USA. Heftige Daten kamen nun aus Deutschland: Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte kletterten im Dezember nach Angaben des Statistischen Bundesamts um satte 24,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Es ist der stärkste Anstieg seit dem Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1949. Im November lag der Wert schon bei hohen 19,2 Prozent.
Haupttreiber der steigenden Preise sind die Energiekosten. Da die Ölpreise kürzlich auf neue Jahreshochs stiegen, ist von dieser Seite keine Entspannung zu erwarten.
Industrie-Werte am DAX-Ende
Nachdem sich die Industrie-Werte samt Automobilherstellern in den letzten Wochen fester zeigten, geht es heute in die andere Richtung. Daimler notiert am Index-Ende und gibt 1,8 Prozent ab. Auch BMW, VW und Continental verbuchen Abgaben.
An der DAX-Spitze notieren dagegen Medizintechniker wie Siemens Healthineers oder Sartorius. Die beiden Titel legen um 1,9 Prozent zu. Auf dem dritten Treppchen steht Puma mit + 1,5 Prozent.
Im MDAX springt Auto1 mit + 2,6 Prozent an die Spitze, dicht gefolgt von TeamViewer (+ 2,5 Prozent). Lanxess und Wacker Chemie tragen dagegen die rote Laterne mit Abgaben von jeweils rund 2,9 Prozent.