DAX dank Bayer an der Marke von 14.000 Zählern / Auto1 mit Börsengang
Ausgabe vom 04.02.2021 von Stockstreet-Team
Bayer schiebt den DAX an
Trotz schwacher Vorgaben der internationalen Börsen kann sich der Deutsche Aktienindex am Donnerstag erneut im Plus präsentieren. Dies ist vor allem Bayer zu verdanken – das Schwergewicht springt aktuell um 4,8 Prozent hoch.
Der DAX notiert momentan mit einem Aufschlag von 0,2 Prozent bei 13.961 Punkten. Im frühen Geschäft markierte der Index das Tageshoch bei 14.018 Zählern. Zumindest bislang scheiterte das Börsenbarometer erneut an der Marke von 14.000 Punkten. Aber der Tag ist ja noch lang…
Auto1: Großer Börsengang in Deutschland geglückt
Thema des Tages ist die Neuemission von Auto1, dem Betreiber des Portals „wirkaufendeinauto.de“. Das Unternehmen erfreute sich einer hohen Nachfrage und sammelte rund eine Milliarde Euro durch das IPO ein. Die Aktien des Berliner Start-ups wurden mit 38 Euro am oberen Ende der Zeichnungsspanne zugeteilt. Die Zuteilungsquote wurde bei den teilnehmenden Banken für Kleinanleger bei 40 Stück + 17 Prozent des restlichen Ordervolumens ermittelt, maximal gab es 295 Stücke.
Der erste Kurs lag bei 55 Euro. Damit ist Auto1 das erfolgreichste IPO seit langer Zeit in Frankfurt. Analysten sehen das Wachstumsunternehmen trotz der sehr hohen Bewertung teilweise aussichtreich. Auto1 habe eine Nische mit großem Potenzial gefunden, kommentierte ein Händler. Auftrieb verleiht auch die Corona-Krise. Der Gebrauchtwagenhandel boomt in Pandemie-Zeiten, da viele Menschen vom öffentlichen Nahverkehr auf das eigene Auto umsteigen.
Bayer an der Index-Spitze
Bayer führt die DAX-Spitze eindrucksvoll an, es geht um 4,8 Prozent hoch. Dies hatte sich bereits gestern Abend angekündigt. Die Leverkusener hatten in einem wichtigen Teil des milliardenschweren Glyphosat-Vergleichspakets in den USA eine Einigung erzielt. Auch Daimler und Conti notieren weit oben auf der Gewinnerliste.
Leichter werden dagegen Siemens, HeidelbergCement und Fresenius Medical Care gesehen. Die drei Titel geben zwischen 1,5 und 1,9 Prozent ab.