DAX verliert rund 500 Punkte / Lufthansa mit Virus-Sorgen am Index-Ende
Ausgabe vom 24.02.2020 von Stockstreet-Team
Massiver Verkaufsdruck in Frankfurt / Corona-Sorgen kehren mit voller Wucht zurück
Am ersten Handelstag der neuen Woche geht es mit dem deutschen Aktienindex kräftig abwärts. Momentan verliert das Börsenbarometer 3,6 Prozent auf 13.088 Punkte. Die negative Nachrichtenlage am Wochenende ließ diese Bewegung befürchten. Das Coronavirus ist nun voll in Europa angekommen und führt in Italien zu massiven Störungen des normalen Lebens. Die Sorge vor einer Ausbreitung der Krise lässt die Börsen erzittern. Fluggesellschaften und zyklische Werte sind die Verlierer des Tages.
In der vergangenen Woche notierte der DAX noch am Allzeithoch, heute sieht die Lage schon wieder ganz anders aus. Seit dem Jahreswechsel notiert der Index nun im Minus.
Schwache Vorgaben der Wall Street
In den USA gab es bereits am Freitag Kursverluste, über das Wochenende hinweg ging es weiter bergab. Die US-Futures signalisieren eine Eröffnung bei minus 2,4 Prozent. Solche Abgaben haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Das Schwergewicht Apple notierte am Vormittag zeitweise 7,6 Prozent im Minus. Das Unternehmen leidet besonders unter den Virus-Auswirkungen in China und gab bereits eine Umsatzwarnung heraus.
Auch in Asien gingen die Märkte mit dicken Abschlägen aus dem Handel. Bemerkenswert ist allerdings, dass sich die Börsen in China relativ gut hielten.
Sichere Häfen gesucht
Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie treibt die Investoren tendenziell in relativ sichere Häfen. Bundesanleihen und Edelmetalle profitieren. Gold verteuerte sich um 2,1 Prozent auf ein Sieben-Jahres-Hoch bei 1.679 Dollar je Feinunze. Silber klettert um 0,8 Prozent auf 18,75 US-Dollar.
Lufthansa am DAX-Ende
Zu den stärksten Verlierern im DAX gehört die Deutsche Lufthansa. Das Papier verliert 7,8 Prozent an Wert. Auch Infineon und Deutsche Bank gehören mit Abschlägen von 5,6 Prozent zu den größten Verlierern.
Defensive Titel wie RWE und Vonovia können sich noch am besten halten. Beide Titel verbuchen im DAX Minuszeichen von knapp einem Prozent.