ThyssenKrupp: Vor dem «Break out»?
Ausgabe vom 07.07.2017 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Der Aktienkurs von ThyssenKrupp steht möglicherweise vor einem Break out nach oben. Die laufende Woche präsentiert sich sehr fest mit einem Kursplus von bislang drei. Prozent. Kurs am Freitag, 7. Juli 2017 (9:40 Uhr): 26,07 Euro.
Die Hintergründe. Die Aktienanalysten der Deutschen Bank haben die Aktien des Industrie- und Stahlkonzerns mit „Buy“ bestätigt; das Kursziel liegt bei 30 Euro. ThyssenKrupp gehört zu den Top Picks der Deutschen Bank! Dies im Hinblick auf eine Fusion des europäischen Stahlgeschäfts mit dem von Tata Steel, sowie aufgrund einer Gewinnerholung.
Die Charttechnik. Die Aktien von ThyssenKrupp befinden sich seit vergangenem Mai im Aufwärtstrend und stehen jetzt vor einem kräftigen Widerstand um 26,43 Euro (A). Im Wochenverlauf wurde mit Kursen um 26,80 Euro bereits ein Zweijahreshoch markiert. Nun versucht sich ThyssenKrupp an einem Ausbruch nach oben! Der 26,43er-Widerstand rührt noch vom Jahre 2015 her. Gleichwohl hat dieser auch heute noch seine Bedeutung als Resistance. Der MACD-Indikator auf Wochenbasis hat bereits ein mittelfristiges Kaufsignal (C) generiert.
Die Prognose. ThyssenKrupp überzeugt mit seiner positiven Ausgangslage; ein Ausbruch nach oben könnte zeitnah gelingen. Dabei läge ein erstes Kursziel im Bereich der 30-Euromarke; langfristig sind Kurse um 36,20 Euro möglich; hier lag das Jahreshoch 2011. Dabei lässt sich derzeit mit einem relativ engmaschigen Stopp-Losskurs agieren: Dieser könnte anfänglich unterhalb der 200-Tagelinie (B) – bei etwa 22,79 Euro – angelegt sein.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Break out: Englischsprachige Bezeichnung für „Ausbruch“.
Buy: Englisch für „Kaufen“.
Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.
Resistance: Englischsprachige Bezeichnung für „Widerstand“.
Support: Englischsprachige Bezeichnung für „Unterstützung“.
Target: Englischsprachige Bezeichnung für „Kursziel“.