Software AG: Die Suche nach dem Support
Ausgabe vom 19.07.2019 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Der Aktienkurs der Software AG bricht zum Wochenschluss hin um 10,6 Prozent ein. Kurs am Freitag, 19. Juli 2019 (15:40 Uhr): 26,10 Euro.
Die Charttechnik. Der Aktienkurs von Software zeigt sich bereits seit Wochen angeschlagen. Oben: Der Monatschart, der einen langfristigen Überblick über das Trendverhalten der Aktienkursnotierung erlaubt. Der MA(200) (A) dreht nach unten – ein kritisches Zeichen. Der MACD-Trendfolgeindikator steht bereits seit Anfang 2018 auf »Verkaufen« (B).
Die Hintergründe. Die Software AG hat Geschäftszahlen präsentiert. Diese fielen schwach aus. In Folge dessen haben die Equity-Analysten der Baader Bank ihre Einstufung für die Aktie aus dem TecDAX dennoch mit »Kaufen« bestätigt bei einem Kursziel von 45 Euro glatt. »Die derzeitigen Probleme sind mittlerweile weitgehend in der Bewertung eingepreist«, so die Banker am Freitag, 19. Juli, im Rahmen einer Aktienstudie. Und: »… die ersten positiven Effekte der Neuorganisation des Vertriebs in den USA dürften in der zweiten Jahreshälfte sichtbar werden…«
Die Prognose. Mit dem Durchbruch unter die Marke von 28,68 Euro wurde ein neues Mehrjahrestief ausgebildet. Jetzt bauen Anleger auf den Support bei 24,81 Euro (C). Hier kam es im Tagesverlauf zu Käufen. Die wichtigsten Schlüsselmarken lauten 24,81 Euro (Support) und 28,68 Euro (Resistance). Ein Break out über 28,68 Euro würde ein Erholungspotenzial bis 30 / 32 Euro nahelegen.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Equity: Englischsprachige Bezeichnung für „Aktie“. Eine andere englischsprachige Bezeichnung für Aktie ist (Stock)Share.
Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Monatschart: Die Betrachtungsweise basiert auf monatlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Monatsschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten des betrachteten Monats ab: Monatseröffnung und -schlusskurs; Monatshoch und -tief.
Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.
Resistance: Englischsprachige Bezeichnung für „Widerstand“.
Support: Englischsprachige Bezeichnung für „Unterstützung“.
Target: Englischsprachige Bezeichnung für „Kursziel“.