RHEINMETALL: Kommt jetzt die technische Erholung?
Ausgabe vom 30.06.2026 von Manfred Ries

Was für ein Crash! Die Aktie des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall AG verlor in der Vorwoche 21,3 %. Auslöser war die Meldung, dass die Bundesregierung das Programm für die F126-Fregatten beenden will. Damit stünde der Bau des größten deutschen Kriegsschiffs seit dem Zweiten Weltkrieg vor dem Aus. „Das Projekt hätte ein Volumen von 15,2 Mrd. EUR erreichen können“, so Branchenkenner.
Analysten bleiben trotz Kurszielsenkung optimistisch
Fundamental präsentiert sich die Aktie trotz des Kurseinbruchs weiterhin solide. Das erwartete KGV für 2027 liegt bei 18,5, die prognostizierte Dividendenrendite für 2027 bei 2,3 %. Auch die Analysten bleiben mehrheitlich positiv gestimmt und empfehlen die Aktie weiterhin zum Kauf.
In der Vorwoche hat Jefferies das Kursziel für Rheinmetall von 1.890 EUR auf 1.300 EUR reduziert. Die Einstufung „Buy“ wurde jedoch bestätigt. Das zeigt: Zwar wurden die Erwartungen an die kurzfristige Entwicklung zurückgenommen, das langfristige Potenzial sehen die Analysten aber weiterhin.
Wichtige Unterstützung erreicht
Charttechnisch notiert Rheinmetall inzwischen wieder im Bereich einer markanten Unterstützungszone um 930 / 1.000 EUR. Dort verläuft ein bedeutendes Tief aus dem Vorjahr.
Dennoch bleibt Vorsicht angebracht: Der übergeordnete Trend zeigt weiterhin nach unten und wird auch vom MACD bestätigt. Positiv ist allerdings, dass sich die Aktie nach dem massiven Kursrutsch zunehmend einer überverkauften Situation nähert. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit einer technischen Gegenbewegung.
Insiderkäufe senden positives Signal
Zusätzliche Unterstützung könnte von fundamentaler Seite kommen: Am vergangenen Donnerstag meldete Rheinmetall mehrere Insiderkäufe. Wenn das Management nach einem derart kräftigen Kursrückgang selbst zugreift, ist das häufig ein positives Signal für langfristig orientierte Anleger.
Mein Fazit: Die Aktie der Rheinmetall AG bleibt kurzfristig angeschlagen. Nach dem Kurssturz steigt jedoch die Chance auf eine technische Erholung. Für Long-Positionen bietet sich ein antizyklischer Ansatz an, das Risiko bleibt angesichts des intakten Abwärtstrends aber erhöht.
Die Strategie
Der Optionsscheine Expert Trader© verfolgt regelmäßig die Kurse deutscher und internationaler Einzelwerte und Indizes und spricht bei Bedarf konkrete Kauf- und Verkaufsanregungen aus, die Leser des Optionsscheine Expert Trader© unmittelbar umsetzen können. Damit wird ein transparentes Trading gewährleistet. Seit der ersten Ausgabe des Optionsscheine Expert Trader© im Oktober 2019 weisen rd. 82 Prozent der abgeschlossenen Positionen einen Gewinn aus. www.stockstreet.de/optionsscheine-expert-trader-aktuell
Der Autor: Manfred Ries begann 1984 seine Bankausbildung – der Einstieg ins Börsengeschäft. Dem folgten Tätigkeiten als Privatkundenberater und im Devisenhandel einer Großbank. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre absolvierte er bei einem namhaften Anlegermagazin ein Volontariat als Wirtschaftsjournalist und war lange Jahre als Redakteur in leitenden Positionen tätig. Seit vielen Jahren schon analysiert und schreibt Manfred Ries für Stockstreet.de als Chefredakteur der Online-Rubrik Chart-Analysen sowie als Autor des wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader©.