PayPal im Crash-Modus: So tief kann es jetzt noch gehen
Ausgabe vom 08.02.2025 von Manfred Ries

Heute geht es um den Aktienkursverlauf von PayPal – und der erlebte in der abgelaufenen Handelswoche einen echten Crash; der Kurs brach am Dienstag um 13,2 Prozent ein und erwischte viele Investoren auf dem falschen Fuß.
Zum Hintergrund
Die PayPal Holding Inc. ist ein US-amerikanischer Online-Bezahldienst mit weltweit rd. 429 Mio. aktiven Accounts. Insbesondere während der Corona-Zeit war der Service von PayPal stark gefragt. Heute liegt das durchschnittliche Kursziel von Analysten bei rd. 95 USD.
Am Dienstag, 4. Februar, gab es Quartalszahlen, die auf den ersten Blick gar nicht so schlecht aussahen – aber den Erwartungen der Analysten und Investoren offenbar nicht reichten. Das Beispiel PayPal zeigt, auf wackeligen Beinen manch ein Nasdaq-Titel steht – und wie schnell der Trend sich ändern kann. Das Chartbild zeugt davon.
Die Charttechnik
Oben sehen Sie den Aktienchart der PayPal Holdings, Inc. auf Wochenbasis. Das letzte Candle mit seinem großen, schwarzen Kerzenkörper zeugt vom Crash der vergangenen Tage – alleine am Dienstag ging es um mehr als 13 Prozent abwärts; im Wochenverlauf lag die Performance bei 12,7 Prozent Minus. Seit Jahresbeginn hat der Aktienkurs damit 9,4 Prozent an Wert eingebüßt.
Eine Trendwende hat sich, rückblickend, bereits in der ersten Januarhälfte angebahnt. Der Aktienkurs notierte damals bei 93,66 USD und bildete ein Doppel-Topp aus. Die nachfolgende Handelswoche war von Gewinnmitnahmen geprägt (schwarzes Wochen-Candle) und drückte die Notierung wieder unter die Preismarke von 90 USD. Damit lässt sich, ausgehend vom Januarhoch, ein kurzfristiger Abwärtstrend einzeichnen. Wie geht es jetzt weiter?
Der Freitagsschlusskurs lag de facto auf Wochentief – schlechte Vorgaben also für die neue Handelswoche. Eine Entspannung indes könnte sich im Bereich der 76er-Preismarke einstellen: Dort verläuft ein Support-Bereich sowie, knapp unterhalb davon, die ansteigende 200-Tagelinie. Sollte sich der PayPal-Kurs also zwischen 75 / 76 USD „fangen“, so könnte dies ein potenziell interessantes Einstiegslevel darstellen, sofern auch der Gesamtmarkt mitspielt. Sollte sich eine Gegenbewegung nach oben anbahnen, so wären im Idealfall ein Erholungspotenzial zwischen fünf bis zehn Prozent durchaus vorstellbar.
Die Strategie
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