Nordex SE: Kein frischer Wind in Sicht
Ausgabe vom 11.05.2020 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Der Aktienkurs der Nordex SE zeigt sich zu Wochenbeginn an der Börse in Frankfurt unverändert. Damit setzt sich das volatile Gebaren des Titels fort. Aktueller Kurs am Montag, 11. Mai 2020 – 13.30 Uhr: 7,60 Euro (+ 0,1%).
Die Hintergründe. Die Nordex SE hat am Montag Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2020 veröffentlicht. Diese lagen im Rahmen der Erwartungen und ließen die Anleger am Montag kalt.
Die Charttechnik. Zwar haben sich die Kurse zwischenzeitlich wieder ansehnlich von ihren jüngsten Tiefstkursen (5,55 Euro) befreit, doch ein Befreiungsschlag war das nicht wirklich, zumindest nicht langfristig betrachtet. De facto pendeln die Notierungen zwischen 6,95 Euro (Unterstützung) und 8,55 Euro (Widerstand). Auch der MACD-Indikator verkündet nicht wirklich entscheidendes, wobei dieser Indikator innerhalb eines Seitwärtstrends – wie bei Nordex derzeit der Fall – nicht wirklich verlässliche Signale generiert.
Die Company. Die Nordex SE mit Sitz in Rostock und Verwaltung in Hamburg ist ein Hersteller von Windkraftanlagen. Die Anteilsscheine sind im TecDAX notiert.
Die Prognose. Solange sich die Kurse innerhalb der Trading Range zwischen 6,95 und 8,55 befinden, solange sind die Papiere allenfalls ein Objekt für kurzfristig agierende Trader. Charttechnisch aussagekräftige und längerfristige Prognosen würden sich erst bei einem Break out über/unter einer der beschriebenen Marken ergeben. Die Unterstützung um 6,95 Euro wurde bereits 2018 getestet und ist damit als solide zu bezeichnen. Gleichwohl zeigt der übergeordnete Trend nach unten – dargestellt durch den fallenden Verlauf des MA(200).Weitere Vorsicht ist damit bei den Titeln von Nordex weiterhin angezeigt.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Break out: Englischsprachige Bezeichnung für „Ausbruch“.
Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.
Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.
Der Autor: Manfred Ries ist Chefredakteur des wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader, eine Publikation aus dem Hause Stockstreet.
Weitere Infos unter: www.stockstreet.de/optionsscheine-expert-trader-aktuell