Nordex: Eine echte Chance nach oben
Ausgabe vom 30.11.2017 von Manfred Ries
Von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Endlich geht es wieder aufwärts – das mag sich manch ein Anleger sagen, der in den Aktien von Nordex festhängt. Die Gesellschaft baut Windturbinen und ist im TecDAX gelistet. Am Donnerstag, 30. November, beeindruckte der Titel mit einer Schlussnotiz von 8,43 Euro (+4,3%).
Die Hintergründe. Die Analysten der Commerzbank haben ihre Einstufung für die Aktie am Donnerstag, 30. November – nach einem Großauftrag von Vattenfall – mit „Hold“ bestätigt bei einem Kursziel von neun Euro glatt. „Nach der enttäuschenden Auftragslage der ersten neun Monate hat der Windturbinenhersteller damit den ersten Erfolg in der versprochenen Auftragsbelebung erzielt“, so die Analysten.
Die Charttechnik. Die Aktie befindet sich seit Sommer bereits in einem mittelfristigen Abwärtstrendkanal (B), dessen obere- und untere Begrenzungen bereits mehrfach getestet wurden. Zuletzt näherten sich die Notierungen einer horizontalen Unterstützung an, die bei 6,64 Euro verläuft (A). Die Abwärtsbewegung hat dazu geführt, dass sich der Abstand zur 200-Tagelinie auf zuletzt 26 Prozent reduziert hat; dies offenbart der DIX-Indikator. Rückblickend betrachtet ist dies für sich alleine betrachtet aber noch kein Hinweis auf eine überverkaufte Marktsituation. Der nächste Widerstand wartet bei 8,85 Euro.
Die Prognose. Der Abwärtstrend bei der Nordex-Aktie ist im vollen Gange, wovon auch die fallende 200-Tagelinie (C) zeugt. Gleichwohl kann eine Fortsetzung der begonnenen Gegenbewegung nach oben nicht ausgeschlossen werden. Die nachfolgenden Kursziele lägen bei 8,85 Euro; anschließend im Bereich um zehn Euro. Spätestens dann aber stieße der Titel erneut an die obere Begrenzung des im Chart dargestellten Trendkanals. Langfristig betrachtet sollte von einer Fortsetzung der übergeordneten Abwärtsbewegung ausgegangen werden.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Disparity Indikator (DIX): Beschreibt den prozentualen Abstand zwischen dem Kurs und seinem gleitenden Durchschnitt. Ein DIX mit der Einstellung "9" im Monatschart zeigt demnach den prozentualen Abstand zwischen Kurs und seiner 9-Monats-Durchschnittslinie (entspricht in etwa der 200-Tagelinie im Tageschart).
Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Hold: Englisch für „Halten“.