Infineon: Bullenstark nach oben
Ausgabe vom 12.11.2019 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Die Notierungen von Infineon Technologies AG steigen am Dienstag um 5,1 Prozent und stemmen sich damit auf die Liste der Outperformer im DAX. Kurs am Dienstag, 12. November 2019 (10:40 Uhr): 19,50 Euro (+5,4%).
Die Charttechnik. Das kräftige Plus der vergangenen Tage hat die Notierungen über die Marke von 18,65 Euro (B) getragen. Das hat weitere Anleger in den Titel gelenkt. Die Kurse befinden sich in einem mittelfristigen Aufwärtstrend (C). Das ist grundsätzlich positiv zu beurteilen, ebenso der Verlauf des MACD-Trendfolgeindikators.
Die Hintergründe. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Einstufung für die Infineon-Aktie – nach Zahlen für das Q4/2019 – mit »Buy« bestätigt bei einem Kursziel von 21 Euro. Die Banker lobten den Halbleiterkonzern für seine – Zitat: »soliden Ergebnisse«. Die Jahresziele für das kommende Geschäftsjahr 2020 lägen im Rahmen der Erwartungen, so die Analysten.
Die Prognose. Der einstige Widerstand bei 18,64 Euro ist gefallen; dort lag das Septemberhoch. Die 18,64er-Marke ist jetzt als kurzfristige Unterstützung zu betrachten. Auf der Oberseite wartet der nächste Widerstand bei 21,62 Euro; dort lag das bisherige Jahreshoch.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Buy: Englisch für „Kaufen“.
Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.
Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.