Evotec: Noch Platz nach oben
Ausgabe vom 11.12.2017 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Um 12,2 Prozent ging es am Montag, 11. Dezember 2017, mit den Aktien der Evotec AG nach oben. Schlusskurs: 14,53 Euro. Damit gehören die Papiere des Biotechunternehmens aus dem TecDAX zu den Outperformern auf dem Kurszettel.
Die Hintergründe. Die Analysten der Deutschen Bank haben die Papiere von Evotec bereits in der Vorwoche von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft, das Kursziel von 17 Euro jedoch belassen.
Die Charttechnik. Die im Oktober und November erlebte Abwärtsbewegung trug den Kurs von 22,50 Euro bis auf 11,52 Euro zurück. Dort markierte ein „Hammer“ (C) das Ende der Korrektur. Damit hat sich der Bereich um 10,94/11,52 Euro als tragfähiger Support (D) erwiesen. Schnäppchenjäger haben zugelangt und die Notierungen zu Beginn dieser Woche über die 200-Tagelinie (B) getragen. Der MACD-Indikator auf Wochenbasis ist nach wie vor kritisch zu beäugen.
Die Prognose. Nach der zuvor erlebten Abwärtsrallye hat die Aktie noch immer Erholungspotenzial nach oben. Insbesondere der Ausbruch über den MA(200) ist positiv zu bewerten. Gleichwohl befindet sich die Aktie nicht mehr im Aufwärtstrend – der entsprechende Trendkanal wurde Mitte November nach unten durchstoßen. Damit sollten Aufwärtsphasen mehr als Gegenreaktion auf die zuvor erlebten Verluste betrachtet werden und weniger als Neuauflage einer Hausse. Dabei bildet die untere Begrenzung des Trendkanals ein Widerstand nach oben.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Buy: Englisch für „Kaufen“.
Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Hold: Englisch für „Halten“.
MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.
Support: Englischsprachige Bezeichnung für „Unterstützung“.
Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.