Dialog Semiconductor: Nächster Aufwärtsschub
Ausgabe vom 11.06.2019 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Die Papiere von Dialog Semiconductor steigen am Dienstag um 3,9 Prozent und gehören damit zu den Outperformern im TecDAX. Kurs am Dienstag, 11. Juni 2019 – 12:52 Uhr: 31,28 Euro.
Die Hintergründe. Die Equity-Analysten der schweizerischen Credit Suisse haben ihre Einstufung für die Papiere von Dialog Semiconductor – angesichts von Aktienrückkäufen – mit »Outperform« bestätigt bei einem Target von 38 Euro glatt. „Die vorgestellten Details des Programms entsprechen den Erwartungen…“, so die Banker im Rahmen einer Aktienstudie vom vergangenen Mittwoch. Die Bewertung der Aktien des Chipentwicklers, so die Analysten, bleibe attraktiv.
Die Charttechnik. Der Titel bewegt sich in einem mittelfristigen Aufwärtstrend (D) nach oben. Diese Trendlinie verläuft derzeit entlang des MA(200) (C), der den mittelfristigen Aufwärtstrend bestätigt. Die jüngste Korrektur, beginnend bei 35,30 Euro ((A) = Widerstand), könnte damit ein Ende finden: Die beiden vergangenen Wochenkerzen sind positiv zu bewerten. Der MACD-Indikator auf wöchentlicher Kursbasis schickt sich zwar zu einem Verkaufssignal (E) an, doch ist dieses noch relativ frisch und damit unausgeprägt und letztlich unbestätigt.
Die Prognose. Die Aktie präsentiert sich im Aufwärtstrend und zeigt sich im Bereich um 25 Euro (B) solide unterstützt. Die Erholungstendenz dürfte andauern und könnte die Aktienkursnotierung bis in Richtung 35,30 Euro (A) führen. Ein nachfolgender Break out nach oben wäre als Kaufsignal zu bewerten mit einem Kursziel von dann 39,75 Euro. Da der MACD-Trendfolgeindikator ein Warnsignal sendet, gilt es bei etwaigen Long-Positionen, mit einem relativ engmaschigen Stop-Losskurs zu agieren.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Break out: Englischsprachige Bezeichnung für „Ausbruch“.
Candle: s. „Kerze“
Equity: Englischsprachige Bezeichnung für „Aktie“. Eine andere englischsprachige Bezeichnung für Aktie ist (Stock)Share.
Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Kerze („Candle“): Bildet innerhalb der Kerzenchartanalyse (Candlestick-Chartanalyse) die Kursdaten (Eröffnungs-, Hoch-, Tiefst-, Schlusskurs) einer Handelsperiode ab. Kerzencharts beinhalten damit wesentlich mehr Kursinformationen als herkömmliche Liniencharts.
MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.
Outperform: Englisch für „Übertreffen“. In diesem Falle handelt es sich um einen Begriff aus der Investmentsprache, der als Rating den Begriffen Accumulate und Overweight ähnelt. Diese von Investmentbankern vergebene Einschätzung (Rating) besagt grundsätzlich, dass einem Wertpapier im Vergleich zum Gesamtmarkt bzw. zu einem Sektor höhere Kurschancen zugetraut werden.
Target: Englischsprachige Bezeichnung für „Kursziel“.
Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.