bet-at-home-Aktie im Sturzflug: Wie weit es jetzt noch gehen kann
Ausgabe vom 08.07.2023 von Manfred Ries

Der Aktienkurs der bet-at-home.com AG tendiert de facto seit sieben Jahren bereits abwärts. Auch zu Monatsbeginn fehlt es den Notierungen am nötigen Schwung nach oben: Zum Wochenschluss hin gehörten die Titel mit zu den schwächsten Papieren auf dem Parkett. Kurs der bet-at-home-Aktie am Freitag, 7. Juli 2023 zum Börsenschluss am Handelsplatz Frankfurt (Xetra): 11,25 EUR (+0,2%).
Die Company
Die bet-at-home.com AG ist eine Unternehmensgruppe im Bereich Online-Gaming und Online-Sportwetten. Die Company wurde im Dezember 1999 in Wels (Österreich) gegründet. Im März 2000 ging die Webseite www.bet-at-home.com online.
Zum Hintergrund
Die bet-at-home.com AG hat am 22. Mai ihr Finanzergebnis fürs Q1/2023 bekanntgegeben. Demnach belief sich der Brutto-Wett- und Gaming-Ertrag im Q1/2023 auf EUR 13,3 Mio. und lag damit um 5,1 Prozent unterhalb des Niveaus vom Vorjahresquartal. Der Rückgang resultiere vor allem aus regulatorischen Entwicklungen im Kernmarkt Deutschland, namentlich aus der flächendeckenden Einführung von produktübergreifenden monatlichen Wettlimits seit dem 1. Juli 2022.
Die Ausgangslage
Oben abgebildet: der Monatschart der bet-at-home-Aktie. Die Daten reichen bis zur Börseneinführung zurück. Deutlich zu erkennen: der anfängliche Höhenflug der Kurse bis auf das Allzeithoch bei 150,20 EUR (Frühjahr 2017) – und die anschließende, langjährige Baisse bis auf EUR 3,40 zurück. Damit haben die Notierungen, ausgehend vom Allzeithoch, mehr als 97 Prozent an Wert verloren.
Die Prognose
Charttechnisch betrachtet befindet sich der Aktienkurs der bet-at-home.com AG in einem intakten und langfristigen Abwärtstrend. Nach einem Durchbruch unter die 4-EUR-Preislinie spricht aktuell herzlich wenig für eine schnelle Trendumkehr nach oben. Mehr noch: eine nächste signifikante charttechnische Unterstützungslinie machen wir erst wieder im Bereich um 3,00 EUR aus. Das bisherige Allzeittief lag bei 2,00 EUR. Heute bereits kostet eine Aktie wieder so viel, wie letztmalig Anfang 2009. Die Titel bleiben damit primär hochspekulativen (Day)Tradern vorbehalten.
Die Strategie
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Der Autor: Manfred Ries begann 1984 seine Bankausbildung – der Einstieg ins Börsengeschäft. Dem folgten Tätigkeiten als Privatkundenberater und im Devisenhandel einer Großbank. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre absolvierte er bei einem namhaften Anlegermagazin ein Volontariat als Wirtschaftsjournalist und war lange Jahre als Redakteur in leitenden Positionen tätig. Seit vielen Jahren schon analysiert und schreibt Manfred Ries für Stockstreet.de als Chefredakteur der Online-Rubrik Chart-Analysen sowie als Autor des wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader©.