Bechtle: Kurz vor Ausbruch?
Ausgabe vom 20.03.2019 von Manfred Ries
Die Ausgangslage. Die Aktien der im TecDAX notierten Bechtle AG haben am Dienstag knapp sechs Prozent an Wert gewonnen und könnten jetzt unmittelbar vor einem Ausbruch nach oben stehen. Schlusskurs am Dienstag, 19. März 2019: 81,85 Euro (+5,9%).
Die Charttechnik. Kommt es zum Break out nach oben? Die Rede ist vom Widerstandsbereich um 81,55 Euro (C), an dem die Notierungen bereits im Oktober / November vergangenen Jahres gescheitert sind. Die Titel präsentieren sich seit Jahresbeginn in einem intakten Aufwärtstrendkanal (A). Dass die Kurse wieder oberhalb ihres MA(200) (B) notieren, ist positiv zu bewerten. Der MACD-Indikator auf wöchentlicher Kursbasis hat bereits im Februar ein Kaufsignal (D) generiert, welches durch den jüngsten Ausbruch über die 200-Tagelinie bestätigt wurde.
Die Hintergründe. Die Equity-Analysten von Independent Research haben ihr Kursziel für die Aktien von Bechtle – nach Zahlen – von bislang 80 Euro auf jetzt 82 Euro angehoben und ihre Einstufung mit „Halten“ bekräftigt. „Das vierte Quartal des IT-Dienstleisters ist besser verlaufen als von uns erwartet…“, so die Analysten.
Die Prognose. Die Notierungen der Bechtle-Aktie präsentieren sich felsenfest. Die 200-Tagelinie (B) wurde in den vergangenen vier Wochen als Unterstützung bestätigt – darauf lässt sich aufbauen. Der mittelfristig positive Trend sollte sich in den kommenden Wochen weiter fortsetzen, wobei sich die Notierungen innerhalb des Trendkanals nach oben bewegen sollten. Ein Break out über 81,55 Euro (C) wäre als Kaufsignal zu bewerten. Ein solider Support liegt im Bereich des MA(200) um 76,20 Euro.
*) Glossar:
200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Break out: Englischsprachige Bezeichnung für „Ausbruch“.
Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.
Hold: Englisch für „Halten“.
MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).
MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.
Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.
Support: Englischsprachige Bezeichnung für „Unterstützung“.
Target: Englischsprachige Bezeichnung für „Kursziel“.
Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.