Bechtle: Achtung Trendbruch!
Ausgabe vom 28.11.2018 von Stockstreet-Team
Seit 2014 befindet sich das IT-Systemhaus Bechtle in einem klar definierbaren, engen Aufwärtstrend, nachdem sich die Aktie zuvor bereits beachtlich von Ihren Tiefs des 2008er Crash erholt hatte. Seit Oktober ist der Kurs der Aktie in einer scharfen Abwärtskonsolidierung übergegangen und hat nun die 70-Euro-Marke erreicht.

Gleichzeitig hat Sie die untere Aufwärtstrendlinie des langjährigen Aufwärtstrends erreicht UND sogar leicht unterschritten. Und das muss als ein erstes Warnzeichenzeichen für das vorläufige Ende dieses Trends gesehen werden. Allerdings kann man zurzeit noch nicht so wirklich von einem nachhaltigen Unterschreiten dieser Marke sprechen, auch wenn bereits ganze Kerzen unter der Linie ausgebildet wurde. Bei einer derartigen Abwärtsdynamik ist es nicht ungewöhnlich, dass markante Unterstützungen und Trendlinien leicht unterschritten werden. Das muss man wissen. Es wird also nun darauf ankommen, ob sich Bechtle wieder in diesen Trendkanal zurückretten kann oder die aktuell kleine Aufwärtsbewegung von unten an den Trend nur eine kleiner Retest wird, der zu weiteren Kursverlusten führt.
Im ersten Fall wird Bechtle sicherlich einen weiteren Versuch starten die psychologisch relevante 100-Euro-Marke anzulaufen. An dieser ist eine längere Seitwärtskonsolidierung wahrscheinlich, deren Beginn dann bereits mit dem ersten Anlauf, der nur die 90er Marke erreichte, gesetzt wurde.
Wird nach der aktuellen kleinen Gegenbewegung die Abwärtsdynamik jedoch wieder aufgenommen, muss mit weiter fallenden Kursen gerechnet werden. Das Kursziel der klassischen Charttechnik liegt dann bei ca. 52 Euro. Nach der Target-Trend-Methode liegt es an der grüngestrichelten Kursziellinie, die eine einfache Parallellinie des Aufwärtstrends ist und die gleiche Spanne wie dieser hat. Aber auch dann ist der "eigentliche", große Aufwärtstrend, der im Jahr 2008 startete noch nicht beendet. Aber hier befindet sich die untere Linie bei ca 40 Euro! Und da fragt sich, wer so lange bei einer Konsolidierung investiert bleiben will?
Viele Grüße
Jochen Steffens
(CEO Stockstreet GmbH)