Weizen: Deshalb werden die Preise weiterhin unter Druck stehen
Ausgabe vom 01.12.2023 von Manfred Ries

Freitag, 1. Dezember 2023
Liebe Leserinnen und Leser,
was gibt’s Neues in/aus der Welt der Rohstoffe, Emerging Markets und Devisen? Aktuell im Fokus der Investoren: die Rohstoffe. Heute gibt’s mal wieder einen Blick auf den Agrarsektor. Es geht um den Basiswert Weizen. Der Preis von Weizen liegt am Freitag, 1. Dezember 2023 (14:00 Uhr MEZ) bei 590,81 USc (-0,4%).
Zum Hintergrund
Der Weizen-Preis notiert in US-Cent (USc) je Scheffel (engl.: „bushel“). Dabei entspricht ein bushel rund 27,21 kg. Der US-Weizenpreis notierte in der Vorwoche zeitweilig fast auf einem Dreijahrestief. Als Gründe für die Kursschwäche seit August wird vonseiten der Rohstoffanalysten eine schwache Nachfrage auf dem Weltmarkt angeführt, die auf wieder steigende Weizen-Exporte aus der Ukraine treffen.
Die Ausgangslage
Oben abgebildet: der Weizen-Preisverlauf auf Wochenbasis. Dabei symbolisiert jede Kerze die Preisentwicklung einer Handelswoche. Im Chartbild sind die aktuell wichtigen Schlüsselmarken klar erkennbar: 532 USc (Unterstützung) und 600 USc (Widerstand). Insbesondere der Preislinie um 600 USc kommt einer hohen Bedeutung zu: Während diese im Frühjahr und Sommer eine Unterstützung war, wandelte sich diese Preislinie ab Ende August in einen Widerstand – die Macht der Charttechnik!
Die Prognose
Die Ausgangslage beim Weizen-Preis bleibt, trotz Stabilisierungsversuche der vergangenen beiden Handelswochen, angespannt. Denn der übergeordnete Trend ist als negativ zu beschreiben; dies mit Blick auf die fallende 200-Tageliunie. Dieser verläuft bei aktuell 628 USc. Es ist davon auszugehen, dass es spätestens hier zu Gewinnmitnahmen kommen wird. Doch zuvor müssten die Weizen-Preise erst mal den Sprung über die 600 USc-Kursmarke schaffen. Danach sieht es derzeit aber, aus charttechnischer Sicht, nicht wirklich aus.
Soweit für heute aus der spannenden Welt der Rohstoffe und Emerging Markets. Ich wünsche Ihnen eine schöne und gute (Trading)Zeit!
Herzlichst, Ihr
Manfred Ries, Chefredakteur
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