Rohöl-Preis nach Mini-Crash: Warum die Preise nicht vorwärtskommen
Ausgabe vom 07.06.2024 von Manfred Ries

Freitag, 7. Juni 2024
Liebe Leserinnen und Leser,
was gibt’s Neues in/aus der Welt der Rohstoffe, Emerging Markets und Devisen? Aktuell im Fokus der Investoren: die Rohstoffe! Heute geht’s um Rohöl. Wobei ich mich in dieser Ausgabe der Rohöl-Sorte Brent Crude widmen will. Ein Barrel Brent Crude kostet am Freitag, 7. Juni 2024 (16:00 Uhr MESZ) 80,16 USD (+0,1%).
Die Hintergründe
Der Öl-Preis zeigte sich im Wochenverlauf hoch volatil. Dem ging eine Sitzung der OPEC+-Länder am vergangenen Wochenende voraus. Dort wurden aktuelle Förderbeschränkungen für die Zukunft gelockert. Das drückte den Öl-Preis der Sorte Brent Crude am Dienstag bis auf rund 77 USD.
Die Ausgangslage
Oben abgebildet: der Tageschart von Brent Crude. Deutlich zu erkennen: die nahezu horizontal verlaufende 200-Tagelinie, welche die Preislinie um 84 USD in ihrer Eigenschaft als Widerstand verstärkt. Davon aber sind wir aktuell noch weit entfernt. Gegen Wochenschluss hin vermochte sich der Barrel-Preis Brent Crude um 80 USD zu etablieren – ein grundsätzlich positives Zeichen. Doch zahlreiche Widerstände säumen den Weg nach oben.
Die Prognose
Die Ausgangssituation beim Rohöl-Preis ist als seitwärts / abwärts zu beschreiben. Dabei kommt der 80-USD-Preislinie eine hohe psychologische Bedeutung als Schlüsselmarke zu. Als nächsten und kräftigen Widerstand habe ich die fallende 21-Tagelinie – aktuell um 82 USD verlaufend – im Visier. Da die Charttechnik im kurzfristigen Zeitfenster derzeit nur wenig hergibt, werden die Öl-Preise vorerst primär von Konjunkturdaten beeinflusst, aber auch von der anstehenden Sitzung der US-Notenbank (Fed) am kommenden Mittwoch, 12. Juni 2024.
Soweit für heute aus der spannenden Welt der Commodities. Ich wünsche Ihnen eine schöne und gute (Trading)Zeit!
Herzlichst, Ihr
Manfred Ries, Chefredakteur
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