Palladium: Diese Unterstützung muss jetzt halten
Ausgabe vom 11.08.2023 von Manfred Ries

Freitag, 11. August 2023
Liebe Leserinnen und Leser,
was gibt’s Neues in/aus der Welt der Rohstoffe, Emerging Markets und Devisen? Aktuell im Fokus der Investoren: die Rohstoffe!
Heute geht's um das Edelmetall Palladium. Eine Unze Palladium kostet am Freitag, 11. August 2023 (15:10 Uhr MESZ) 1304 USD (+0,4%).
Der Rohstoff
Palladium ist ein glänzendes Edelmetall und heller als Silber. Zudem gilt es als härter und zäher als Platin. Gleichzeitig hat Palladium einen sehr geringen Schmelzpunkt und lässt sich damit relativ gut verarbeiten. Der größte Nachfragetreiber ist die Automobilindustrie, wo es insbesondere für Katalysatoren verwendet wird.
Zum Hintergrund
Russland zählt, neben Südafrika, zu den größten Produzenten von Palladium. Sanktionsmaßnahmen gegen Russland haben den Palladium-Preis Anfang März 2022 bis auf 3435 USD getragen. Zwischenzeitlich jedoch kostet eine Unze Palladium wieder so viel / so wenig, wie letztmalig Anfang 2019.
Die Ausgangslage
Oben abgebildet: der Monatschart des Palladium-Preises. Dabei symbolisiert jede Kerze den Kursverlauf eines Monats. Deutlich zu erkennen: der steile Abwärtstrend, der sowohl durch die Abwärtstrendlinie (A) wie auch durch die stark fallende 200-Tagelinie visualisiert wird. Erholungsansätze im Frühjahr liefen ins Leere. Die für Chartisten relevanten Schlüsselmarken liegen aktuell bei 1353 USD (Widerstand) und 1187 USD (Unterstützung).
Die Prognose
Der Palladium-Preis bewegt sich innerhalb eines langfristigen Abwärtstrends nach unten und selbst die aktuell überverkaufte Marktsituation – erkennbar am grün schraffierten Bereich des Slow-Stochastik-Indikators - hilft den Notierungen nicht auf die Beine. Sollten die Preise erneut in Richtung 1187 USD tendieren und diese Preislinie durchbrechen, droht charttechnisch ein weiterer Preisrückgang bis zum nächsten Support, den wir auf 1077 USD legen. Von einer schnellen Erholung des Palladium-Preises ist aktuell nicht auszugehen, zumindest nicht im längerfristigen Kontext. Die zuletzt kräftigen Handelstage mit einem Sprung über die 21-Tagelinie (im obigen Wochenchart nicht ersichtlich) ändern daran nichts.
Soweit für heute aus der spannenden Welt der Rohstoffe. Ich wünsche Ihnen eine schöne und gute (Trading)Zeit!
Herzlichst, Ihr
Manfred Ries, Chefredakteur
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