Gold-Preis im Minus: Kommt jetzt die Korrektur?
Ausgabe vom 23.09.2024 von Manfred Ries

Der Gold-Preis konnte in den vergangenen Handelswochen kräftig an Wert zulegen – als Leser meines Newsletters waren Sie entsprechend darauf vorbereitet; als Bezieher meines wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader sind Sie sogar schon länger in Gold – via Long-Derivat – investiert und haben bis heute einen Gewinn von 160 Prozent generiert: ich freue mich für Sie! Zeit für einen Rückblick … wie geht es weiter?
Zum Hintergrund
Der Gold-Preis erreichte am heutigen Montagmorgen, 23. September, mit 2630 USD je Feinunze ein neues Allzeithoch. Bereits in der Vorwoche sprang der Goldpreis erstmalig über die 2600-USD-Preislinie, nachdem die US-Notenbank (Fed) am Mittwoch ihren Leitzins um 50 Basispunkte kräftiger reduziert hatte, als von vielen Analysten erwartet. Obgleich Fed-Chef Powell auf der anschließenden Pressekonferenz am Mittwoch zu betonen versuchte, dass ein derartiger Zinsschritt „eher die Ausnahme als die Regel“ sei, scheinen nicht alle Marktteilnehmer davon überzeugt. Oder ändert sich jetzt die Einstellung der Investoren? Generell gilt: fallende Zinsen kommen dem Goldpreis grundsätzlich zugute. Fallen die Zinsen künftig aber nicht so stark, wie erwartet, könnte die Gold-Hausse ins Stocken geraten.
Die Charttechnik
Werfen wir einen Blick auf den Tageschart des Goldpreises. Jede Kerze zeigt die Preisentwicklung eines Handelstages; die letzte Kerze offenbart damit die Preisbewegung am Montag, 23. September 2024 und zeugt mit seinem schwarzen Kerzenkörper von besagten Gewinnmitnahmen. Diese Schwäche überrascht mich nicht, hat sich doch bereits in der Vorwoche eine überkaufte Marktsituation eingestellt – der Slow-Stochastik-Indikator (rot schraffiert) zeugt davon. Auch der DIX(200)-Indikator – dieser misst den prozentualen Abstand zwischen 200-Tagelinie und Kurs des Basiswerts – darf mit Skepsis betrachtet werden. Die Luft nach oben erscheint damit, auf den ersten Blick, dünn zu werden. Doch Vorsicht:
Der Gold-Preis ist charttechnisch mehrfach solide unterstützt! Im Idealfall hält sogar die 2600er-Preislinie als potenzieller Support. Und dann gibt es da noch die kurzfristige Aufwärtstrendlinie, die sich bis Anfang September zurückverfolgen lässt. Diese nähert sich zunehmend der 2600-USD-Linie und könnte dann diesen horizontalen Preisbereich als Unterstützung verstärken. Sie sehen: Derzeit ist noch keine „Gefahr in Verzug“. Ja, selbst ein Test des Vorwochentiefs um 2550 USD wäre, aus meiner charttechnischen Sicht, vorerst noch kein Beinbruch.
Die Strategie
Der Optionsscheine Expert Trader© verfolgt regelmäßig die Kurse deutscher und internationaler Einzelwerte und Indizes und spricht bei Bedarf konkrete Kauf- und Verkaufsanregungen aus, die Leser des Optionsscheine Expert Trader© unmittelbar umsetzen können. Damit wird ein transparentes Trading gewährleistet. Seit der ersten Ausgabe des Optionsscheine Expert Trader© im Oktober 2019 weisen rd. 82 Prozent der abgeschlossenen Positionen einen Gewinn aus. www.stockstreet.de/optionsscheine-expert-trader-aktuell
Soweit für heute aus der spannenden Welt der Rohstoffe. Ich wünsche Ihnen eine schöne und gute (Trading)Zeit!
Herzlichst, Ihr
Manfred Ries, Chefredakteur
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