Gold mit Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau
Ausgabe vom 16.03.2018 von Stockstreet-Team
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
Die internationalen Aktienmärkte verharren in einer volatilen, unsicheren Phase. Vor allem die Einschränkungen des globalen Freihandels drückt auf die Stimmung der Börsianer.
Die Unstimmigkeiten innerhalb der US-Regierung bzw. der hohe Personalverschleiß, welcher vielen Anlegern chaotisch erscheint, belastet zunehmend auch die Wall Street. Da sich mittlerweile mehr und mehr Hardliner in der US-Regierung befinden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die wirtschaftlichen und geopolitischen Spannungen ansteigen.
Geopolitische Risiken vs. US-Zinswende
Das Thema Protektionismus dürfte in den kommenden Monaten zweifelsfrei an Schärfe gewinnen. Dies rückt auch die Edelmetalle vermehrt in den Blickpunkt der internationalen Märkte. Gold wird in unsicheren Marktphasen stets als sicherer Hafen gesucht.
In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung des Edelmetalls seit Dezember 2016 dargestellt (in US-Dollar je Feinunze, Candlestick-Chart, eine Kerze entspricht einem Tag):

Andererseits müsste Gold im Zuge der Zinswende in Amerika eigentlich unter Druck geraten, da Zinserhöhungen tendenziell die Attraktivität des Rohstoffs einschränken. Ein Blick auf den Chart verrät uns jedoch, dass es momentan anders aussieht. Gold verharrt auf hohem Kursniveau, von Abgabedruck kann keine Rede sein.
Charttechnik: Aufwärtstrend intakt
Übergeordnet notiert Gold weiterhin in einem intakten Aufwärtstrend. Die langfristige Chartlinie verläuft momentan bei 1.265 US-Dollar. Diese positive Trendlinie führt das Edelmetall tendenziell weiter nach Norden.
Der nächste Widerstand besteht im Bereich von 1.360 Dollar, eine Unterstützung ist dagegen bei rund 1.300 Dollar zu finden. Innerhalb dieser Grenzen dürfte die Seitwärtskonsolidierung zunächst weiter fortgesetzt werden.
Mittel- bis langfristig gesehen dürfte das Edelmetall aufgrund der übergeordnet positiven Charttechnik jedoch weiter ansteigen und neue Jahreshochs markieren. Erst ein Rutsch unter den Aufwärtstrend würde die technische Situation des Edelmetalls nachhaltig eintrüben.
Freundliche Grüße aus Köln
Bernd Raschkowski
www.rohstoff-dienst.de