Alcoa-Aktie: Warum der Kurs weiteres Abwärtspotenzial besitzt
Ausgabe vom 08.09.2023 von Manfred Ries

Freitag, 8. September 2023
Liebe Leserinnen und Leser,
was gibt’s Neues in/aus der Welt der Rohstoffe, Emerging Markets und Devisen? Aktuell im Fokus der Investoren: die Rohstoffe! Heute gilt mein Blick erneut dem Basiswert Alcoa Corp. (WKN: A2ASZ7). Die Titel setzen auch im September ihren primären Abwärtstrend fort.Die Alcoa-Aktie notiert am Freitag, 8. September 2023 zum Handelsschluss an der Heimatbörse in New York bei 28,10 USD (-1,2%).
Die Company
Die Alcoa Corp. gilt als einer der weltgrößten Hersteller von Aluminium in Form von Gieß- und Walz-Produkten. Aber auch im Abbau von Bauxit ist die Company weltweit federführend. Das KGV(2024e) steht aktuell mit einem Wert von 7,5 in meiner Datenbank. Die Alcoa Corp. gilt aufgrund ihrer Bedeutung im Rohstoffsektor als Art »Barometer« für die (welt)wirtschaftliche Ausgangslage und Erwartung.
Zum Hintergrund
Alcoa legte bereits im Juli Geschäftszahlen vor. Die Company übertraf im Q2/2023 mit einem Ergebnis je Aktie von -0,35 USD zwar die Analystenschätzungen (-0,52 USD), doch die Aktie steht seither unter starkem Abgabedruck und notierte im Vormonat mit 27,76 USD so tief, wie letztmalig im März 2021.
Die Ausgangslage
Oben abgebildet: der Alcoa-Kursverlauf auf Monatsbasis an der Börse in New York. Die Titel befinden sich seit März 2022 in einem intakten Abwärtstrend. Die aktuellen Kurse um 28,50 USD liegen damit weiterhin unterhalb ihrer stark fallenden 200-Tagelinie. Der Durchbruch unter die 30-USD-Preislinie ist als stark negativ einzustufen. Diese einstige Unterstützung gilt es nun, als Widerstand im Auge zu behalten.
Ein Rückblick
In meiner Analyse vom vergangenen 16. August habe ich auf die Wahrscheinlichkeit eines Durchbruchs unter die 30-USD-Preislinie hingewiesen und von einem Long-Einstieg abgeraten. Dieses Szenario trat letztlich auch ein. Jetzt aber dreht sich alles um die Frage: Wie geht es weiter?
Die Prognose
Die Ausgangslage bleibt, nicht zuletzt aufgrund des intakten Abwärtstrends, auch zur Monatsmitte hin höchst angespannt. Mit Blick auf den Slow-Stochastik-Indikator dürfen die Papiere zwischenzeitlich zwar als stark überverkauft eingestuft werden. Doch das negative Trendverhalten wiegt augenblicklich schwerer und nichts spricht derzeit für eine schnelle Trendwende nach oben. Mehr noch: mit einem Test der 25-USD-Preislinie sollte gerechnet werden. Die Titel bleiben damit primär eine Beobachtungs-Position.
Soweit für heute aus der spannenden Welt der Rohstoffe. Ich wünsche Ihnen eine schöne und gute (Trading)Zeit!
Herzlichst, Ihr
Manfred Ries, Chefredakteur
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