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Chart: Rheinmetall

 

Die Ausgangslage. Am vergangenen Freitag, 29. Januar, beglückten die Anteilsscheine der Rheinmetall AG mit einem Kursplus von 5,6 Prozent. Damit ist der Ausbruch über die 64er-Linie geglückt! Am heutigen Montag, 1. Februar 2016, korrigieren die Titel im Vormittagshandel bei aktuell 63,81 Euro (-2,7%). War es etwa ein Fehlausbruch?

Die Charttechnik. Seit Anfang November 2015 kämpft der Titel aus dem MDAX mit seinem Widerstand bei 64 Euro. Dieser ist am vergangenen Freitag nach oben durchbrochen worden, bedingt durch die kräftige Impulsbewegung. Die positive Grundstimmung bei Rheinmetall hält bereits seit zwei Wochen an und startete an der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie, die aktuell auf dem Niveau des Supports um 56 Euro verläuft. Knapp darunter – bei aktuell 53,55 Euro – verläuft die ansteigende 200-Tagelinie. Damit scheint die Seitwärtslethargie beendet und der Titel kann die nächste Etappe seiner Erholungsphase einläuten. Vorausgesetzt, der Aktienkurs erholt sich im Wochenverlauf wieder auf Kurse von oberhalb 64 Euro.

Die Hintergründe. „Die Rüstungssparte des Rheinmetall-Konzerns hat aus Mexiko einen Großauftrag für Bau und Betrieb eines Trainingszentrums erhalten …“ – diese Nachricht lief am vergangenen Freitag über die Ticker und trieb den Kurs an. Bereits am Donnerstag hat das Bankhaus Lampe die Rheinmetall-Aktie – angesichts des geplanten milliardenschweren Aufrüstungsprogramms der Bundesregierung – mit „Kaufen“ bestätigt bei einem Target von 73 Euro glatt.

Die Prognose. Die Impulsbewegung vom Freitag überzeugt! Positiv bewerten wir, dass der aktuelle Preisanstieg auf einer gesunden Kursbasis startet; der vergangene Seitwärtstrend sorgt für genug Schwung. Nun kommt es darauf an, dass sich die Notierungen in dieser Handelswoche erneut oberhalb der 64er-Linie etablieren können, um den break out vom Freitag zu keinem Fehlausbruch werden zu lassen. Für solch einen Falle sollte deshalb mit einem Stop-Losskurs gearbeitet werden; dieser könnte z. B. knapp unterhalb von 62 Euro angelegt werden. Der MACD-Indikator auf Wochenbasis ist neutral zu bewerten. Sollten sich die Notierung in dieser Handelswoche oberhalb von 64 Euro halten, ist langfristig mit einem Test des 2007er-Hochs bei 76,89 Euro auszugehen. Die Chancen dafür sind gegeben. 

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*) Glossar:

200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage wiederspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.  

Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.

MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).

MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.

Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.

Support: Englischsprachige Bezeichnung für „Unterstützung“.

Target: Englischsprachige Bezeichnung für „Kursziel“.

Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.


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