Stockstreet Chart-Analysen

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Aixtron: Chance am »XXL«-Support

Ausgabe vom 23.02.2016

Aixtron: Chance am »XXL«-Support

von Manfred Ries

 

Chart: Aixtron

 

Von Manfred Ries.

Die Ausgangslage. Nach dem kräftigen Kurseinbruch seit Jahresbeginn schwenkten die Märkte vor knapp zwei Wochen in eine Erholungsphase über – Zeit, um Schnäppchen einzusammeln! Aus charttechnisch höchst interessant: Die Titel des im TecDAX notierten Halbleiter-Maschinenbauers Aixtron SE, die am heutigen Dienstag, 23. Februar 2016, mit einem Kurs von 3,63 Euro (+5%) in den Handel glitten. Was steckt hinter dieser auffälligen Kursbewegung und – wie weit könnte eine potenzielle Erholung reichen?

Die Charttechnik. Der Reiz von Aixtron erschließt sich im Wochenchart (oben), der die langfristige Kursbewegung der Aktie widerspiegelt. Mit aktuellen Kursen um 3,53 Euro notiert der Titel bereits gut oberhalb eines langfristigen Unterstützungsbereichs, der sich von 2,76 Euro bis 3,01 Euro erstreckt und sich aus 2008 herleitet. Auch wenn sich über die Bedeutung von signifikanten Kursmarken, die so lange Zeit zurückreichen, streiten lässt: Man kann und sollte sie nicht ignorieren. Dass nach der kräftigen Baisse seit Anfang Dezember (die Aktie verlor dabei bis zu 62 Prozent an Wert) gerade die trägen Trendfolgeindikatoren wie der MACD negativ zu beäugen sind, überrascht nicht – ein Blick auf den kurzfristigen Tageschart tut Not. Auch hier zeigt sich die Marke um drei Euro als Unterstützung. Sie hat sich zuletzt im Februar bewährt.

 

Chart: Aixtron daily

 

Die Hintergründe. Aixtron hat am Dienstag, 23. Februar 2016, Geschäftszahlen veröffentlicht. Das Unternehmen steigerte 2015 den Umsatz und erzielt im zweiten Halbjahr ein positives Ebitda. Einige Tage zuvor hatte die Investmentbank Equinet den Titel bereits – mit Blick auf die heftigen Kursverluste – von „Sell“ auf „Neutral“ hochgestuft, das Kursziel aber von fünf Euro auf jetzt vier Euro gesenkt.

Die Prognose. Der Titel schreit nach einer Gegenbewegung nach oben. Was jetzt noch fehlt, ist ein Fünkchen, der das Feuer zum Entfachen bringt. Die Kursgewinne von heute Morgen konnten nicht gehalten werden. Aktuell notiert die Aktie noch immer 36 Prozent unterhalb ihrer 200-Tagelinie und damit auffällig weit abgeschlagen von ihren Durchschnittskursen. Im Bereich der langfristigen Unterstützung um 2,76/3,01 Euro formiert sich eine Bodenbildung, auf die sich bauen lässt. Ausgehend von dort begann vor etwa zwei Wochen ein kurzfristiger Aufwärtstrend. Der Momentum-Indikator (Einstellung: 10 Tage) unterstützt unsere positive Kursprognose.

Die Strategie. Die Charttechnik überzeugt und reizt zu einem Long-Investment. Die für kurzfristig orientierten Trader relevanten Kursmarken lauten 3,58 Euro (Widerstand) und 2,91 Euro (Unterstützung). Käme es zu einem nachhaltigen(!) Break out über die 3,58er-Marke, so würde sich ein erstes Kurspotenzial ergeben, das im Bereich um 4,20/4,32 Euro angesiedelt wäre. Langfristig ausgerichtete Anleger behalten den Support bei 2,76 Euro im Auge.

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*) Glossar:

200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage wiederspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.  

Baisse: Englischsprachige Bezeichnung für einen nachhaltigen Abwärtstrend. Gegenteil: Hausse

Break out: Englischsprachige Bezeichnung für „Ausbruch“.

Ebitda: Abk. für „Earnings before Interests, Taxes, Depreciation and Amortisation“. (Dt.: „Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen“). 

Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.

MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).

MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.

Momentum: Das Momentum misst die Kraft einer Kursbewegung, indem vom aktuellen Kurs der Kurs einige Tage zuvor abgezogen wird. Im Falle des oben dargestellten Momentum(12) sind das zwölf Tage. Als Oszillator schwankt der Momentum um seine Nulllinie. Ein Kaufsignal liegt vor, wenn sich das Momentum vom negativen in den positiven Bereich bewegt. Ein Verlauf im positiven Bereich signalisiert grundsätzlich einen Aufwärtstrend.

SE: Abkürzung für das lateinische Wort Societas Europaea (Europäische Gesellschaft). Die SE ist eine Rechtsform für Aktiengesellschaften in der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum. Mit ihr ermöglicht die EU seit dem Jahresende 2004 die Gründung von Gesellschaften nach weitgehend einheitlichen Rechtsprinzipien. Die SE wird in EU-Dokumenten auch als Europäische Aktiengesellschaft und umgangssprachlich daher auch als Europa-AG bezeichnet. (Wikipedia)

Sell: Englisch für „Verkaufen“

Support: Englischsprachige Bezeichnung für „Unterstützung“.

Tageschart: Die Betrachtungsweise basiert auf täglichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Tagesschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten des betrachteten Tages ab: Tageseröffnung und -schlusskurs; Tageshoch und -tief.

Target: Englischsprachige Bezeichnung für „Kursziel“.

Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.

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