Stockstreet Chart-Analysen

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Deutsche Telekom: Abwärtstrend intakt

Ausgabe vom 27.05.2015

Chart: Dt. Telekom

Die Ausgangslage. Die Titel der Deutschen Telekom AG starteten am Mittwoch, 27. Mai 2015, fester in den Handelstag. Kurs aktuell: 16,02 Euro (+1,5%) (27.5.2015; 10:02 Uhr). Diese freundliche Vorgabe darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Aktien am Vortag mit -2,8 Prozent Kursverlust zu den schwächsten Positionen innerhalb des Deutschen Aktienindex (DAX) zählten. Damit summieren sich die Verluste seit der Hauptversammlung (HV) vom 21. Mai auf noch immer 6,3 Prozent. Mit inkludiert: Der Dividendenabschlag in Höhe von 0,50 Euro (2,9%) je Anteilsschein. Sind die Aktien in ihrer aktuellen Korrekturphase jetzt eine potentielle Kaufposition?

Die Charttechnik. Aus charttechnischer Sicht befinden sich die Titel der Deutschen Telekom in einem voll intakten kurzfristigen Abwärtstrend (A), der am 13. April am bisherigen Jahreshoch bei 17,62 Euro (B) eingeläutet wurde. Die Begrenzung des Abwärtstrends liegt aktuell bei rund 16,80 Euro, die gleichzeitig mit einer Widerstandslinie (C) zusammenfällt. Der jüngste Kurseinbruch trug die Telekom-Aktie bis in seinen Unterstützungsbereich herein, der durch die Marken 15,46 Euro und 16 Euro gebildet wird. Der Momentum-Indikator auf täglicher Betrachtungsweise zeigt abwärts. Der Trendfolgeindikator MACD auf wöchentlicher Kursbasis (im Chart nicht ersichtlich) hat vor fünf Wochen bereits ein mittelfristiges Verkaufssignal generiert. 

Die Hintergründe. Kursbeeinflussende News bezüglich der Deutschen Telekom sind derzeit dünn gesät. Eine Aktieneinschätzung wurde am Dienstag, 26. Mai, vom Analysehaus Independent Research ausgesprochen: Die Analysten haben ihre Einstufung für die Aktie mit „Halten“ bekräftigt und ihr Target von 18 Euro beibehalten.

Die Prognose. Lassen wir als Technischer Analyst die Fakten sprechen, so deutet derzeit kaum etwas auf eine nachhaltige Fortsetzung der Erholungstendenz hin. Einzig der Fakt, dass der Aktienkurs in seinem Unterstützungsbereich zu einem Comeback ansetzen könnte, schenkt Hoffnung. Das aber zählt an der Börse nicht. Zahlreiche Indikatoren stehen nach wie vor auf „Sell“; der Abwärtstrend ist vorherrschend und die Kursnotierung noch immer 12 Prozent vom durchschnittlichen Kursgebare der vergangenen 200 Tage entfernt; ersichtlich am Verlauf des MA(200) (D). Long-Investments drängen sich – unter charttechnischer Begutachtung – aktuell nicht auf. Die untere Begrenzung des Unterstützungsbereichs (15,46 Euro) ist im Auge zu halten! Wird diese verletzt, ist mit einem weiteren Abgleiten bis 14,40 Euro zu rechnen.

---

*) Glossar:

200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage wiederspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.  

Candle: s. „Kerze“

Dividendenabschlag: Der Dividenden„abschlag“ ist der Kursverlust einer Aktie am Tag nach der Hauptversammlung (HV), an der die Dividendenzahlung erfolgt.

Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.

Kerze („Candle“): Bildet innerhalb der Kerzenchartanalyse (Candlestick-Chartanalyse) die Kursdaten (Eröffnungs-, Hoch-, Tiefst-, Schlusskurs) einer Handelsperiode ab. Kerzencharts beinhalten damit wesentlich mehr Kursinformationen als herkömmliche Liniencharts.

MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).

MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.

Momentum: Das Momentum misst die Kraft einer Kursbewegung, indem vom aktuellen Kurs der Kurs einige Tage zuvor abgezogen wird. Im Falle des oben dargestellten Momentum(12) sind das zwölf Tage. Als Oszillator schwankt der Momentum um seine Nulllinie. Ein Kaufsignal liegt vor, wenn sich das Momentum vom negativen in den positiven Bereich bewegt. Ein Verlauf im positiven Bereich signalisiert grundsätzlich einen Aufwärtstrend.

Sell: Englisch für „Verkaufen“

Support: Englischsprachige Bezeichnung für „Unterstützung“.

Tageschart: Die Betrachtungsweise basiert auf täglichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Tagesschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten des betrachteten Tages ab: Tageseröffnung und -schlusskurs; Tageshoch und -tief.

Target: Englischsprachige Bezeichnung für „Kursziel“.


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Dt. Telekom AG: Abwärtstrend intakt

von Manfred Ries

Chart: Dt. Telekom

Die Ausgangslage. Die Titel der Deutschen Telekom AG starteten am Mittwoch, 27. Mai 2015, fester in den Handelstag. Kurs aktuell: 16,02 Euro (+1,5%) (27.5.2015; 10:02 Uhr). Diese freundliche Vorgabe darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Aktien am Vortag mit -2,8 Prozent Kursverlust zu den schwächsten Positionen innerhalb des Deutschen Aktienindex (DAX) zählten. Damit summieren sich die Verluste seit der Hauptversammlung (HV) vom 21. Mai auf noch immer 6,3 Prozent. Mit inkludiert: Der Dividendenabschlag in Höhe von 0,50 Euro (2,9%) je Anteilsschein. Sind die Aktien in ihrer aktuellen Korrekturphase jetzt eine potentielle Kaufposition?

Die Charttechnik. Aus charttechnischer Sicht befinden sich die Titel der Deutschen Telekom in einem voll intakten kurzfristigen Abwärtstrend (A), der am 13. April am bisherigen Jahreshoch bei 17,62 Euro (B) eingeläutet wurde. Die Begrenzung des Abwärtstrends liegt aktuell bei rund 16,80 Euro, die gleichzeitig mit einer Widerstandslinie (C) zusammenfällt. Der jüngste Kurseinbruch trug die Telekom-Aktie bis in seinen Unterstützungsbereich herein, der durch die Marken 15,46 Euro und 16 Euro gebildet wird. Der Momentum-Indikator auf täglicher Betrachtungsweise zeigt abwärts. Der Trendfolgeindikator MACD auf wöchentlicher Kursbasis (im Chart nicht ersichtlich) hat vor fünf Wochen bereits ein mittelfristiges Verkaufssignal generiert. 

Die Hintergründe. Kursbeeinflussende News bezüglich der Deutschen Telekom sind derzeit dünn gesät. Eine Aktieneinschätzung wurde am Dienstag, 26. Mai, vom Analysehaus Independent Research ausgesprochen: Die Analysten haben ihre Einstufung für die Aktie mit „Halten“ bekräftigt und ihr Target von 18 Euro beibehalten.

Die Prognose. Lassen wir als Technischer Analyst die Fakten sprechen, so deutet derzeit kaum etwas auf eine nachhaltige Fortsetzung der Erholungstendenz hin. Einzig der Fakt, dass der Aktienkurs in seinem Unterstützungsbereich zu einem Comeback ansetzen könnte, schenkt Hoffnung. Das aber zählt an der Börse nicht. Zahlreiche Indikatoren stehen nach wie vor auf „Sell“; der Abwärtstrend ist vorherrschend und die Kursnotierung noch immer 12 Prozent vom durchschnittlichen Kursgebare der vergangenen 200 Tage entfernt; ersichtlich am Verlauf des MA(200) (D). Long-Investments drängen sich – unter charttechnischer Begutachtung – aktuell nicht auf. Die untere Begrenzung des Unterstützungsbereichs (15,46 Euro) ist im Auge zu halten! Wird diese verletzt, ist mit einem weiteren Abgleiten bis 14,40 Euro zu rechnen.

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*) Glossar:

200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage wiederspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.  

Candle: s. „Kerze“

Dividendenabschlag: Der Dividenden„abschlag“ ist der Kursverlust einer Aktie am Tag nach der Hauptversammlung (HV), an der die Dividendenzahlung erfolgt.

Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.

Kerze („Candle“): Bildet innerhalb der Kerzenchartanalyse (Candlestick-Chartanalyse) die Kursdaten (Eröffnungs-, Hoch-, Tiefst-, Schlusskurs) einer Handelsperiode ab. Kerzencharts beinhalten damit wesentlich mehr Kursinformationen als herkömmliche Liniencharts.

MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).

MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.

Momentum: Das Momentum misst die Kraft einer Kursbewegung, indem vom aktuellen Kurs der Kurs einige Tage zuvor abgezogen wird. Im Falle des oben dargestellten Momentum(12) sind das zwölf Tage. Als Oszillator schwankt der Momentum um seine Nulllinie. Ein Kaufsignal liegt vor, wenn sich das Momentum vom negativen in den positiven Bereich bewegt. Ein Verlauf im positiven Bereich signalisiert grundsätzlich einen Aufwärtstrend.

Sell: Englisch für „Verkaufen“

Support: Englischsprachige Bezeichnung für „Unterstützung“.

Tageschart: Die Betrachtungsweise basiert auf täglichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Tagesschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten des betrachteten Tages ab: Tageseröffnung und -schlusskurs; Tageshoch und -tief.

Target: Englischsprachige Bezeichnung für „Kursziel“.

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