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HeidelbergCement: Der Tagessieger

Ausgabe vom 24.11.2014

Chart: HeidelbergCement

 

Die Ausgangslage. Mit einem Plus von 4,5 Prozent gehörten die Papiere der HeidelbergCement AG am Freitag, 21. November 2014, zu den stärksten Gewinnern innerhalb des Deutschen Aktienindex (DAX). Doch: Wie nachhaltig ist der Gewinn wirklich?

Die Charttechnik. Die Korrekturphase bei den Aktien der HeidelbergCement AG dürfte beendet sein! Am 16. Oktober 2014 wurde mit einem Kurs von 48,32 Euro die niedrigste Notierung seit Februar 2013 markiert (B). Seither befindet sich der Titel in einer intakten Hausse. Das jüngste Plus hat die Notierung am Freitag über seinen 200-Tagedurchschnitt – bei 58,94 Euro verlaufend –  getragen. Dieser MA(200) verläuft zwar nahezu waagerecht, hat sich in den vergangenen Wochen dennoch als beharrlicher Widerstand nach oben erwiesen. Nun „kratzt“ die Kurslinie an seinem mittelfristigen Abwärtstrend (A), der im April 2014 seinen Lauf nahm und aktuell mit der bisherigen Widerstandslinie bei 60 Euro (C) zusammenfällt. Der MACD-Indikator (12/26/9) auf wöchentlicher Basis ist „bullisch“. Kurs aktuell: 60,04 Euro (24.11.2014; 10:10 Uhr).

Die Hintergründe. Aktienanalyst Robert Muir vom Bankhaus Berenberg hat am Freitag sein Target für den Titel von bisher 65 Euro auf 69 Euro hochgezogen und gleichzeitig seine Einstufung („Kaufen“) bestätigt. Muir rechnet mit einer „Erholung des Zementmarktes in Großbritannien und den USA“. Demzufolge hat der Analyst seine Gewinnschätzungen für die Jahre 2014 bis 2016 nach oben hin angepasst. Zum Hintergrund: Die HeidelbergCement AG aus Heidelberg gehört zu den weltweit führenden Baustoffproduzenten. Aktuell bewertet der Markt das Papier mit einen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 9,8; basierend auf den Gewinnschätzungen für 2016(e).

Die Prognose. Wir sehen die weitere Kursentwicklung der Aktie positiv. Das bullische Candle der abgelaufenen Handelswoche gepaart mit der Tatsache, dass sich der Trendfolgeindikator MACD aufwärts bewegt, zeugt von der Kraft des aktuellen Aufwärtstrends. Mit dem Bruch des MA(200) und des break outs über die 60er-Linie wurde viel negativer Ballast abgeworfen. Die kommende Handelswoche sehen wir als richtungsweisend. Kann sich die Notierung nachhaltig oberhalb der 60er-Linie etablieren, sehen wir als erstes Target die Kursmarken vom vergangenen Juni/Juli, als HeidelbergCement im Bereich um 64/65 Euro notierte. Das bisherige Jahreshoch lag bei 68,66 Euro (7.4.2014)

 

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*) Glossar:

200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage wiederspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.  

2016e: Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass es sich um geschätzte Werte für das Geschäftsjahr 2016 handelt („e“ = Abkürzung für das englischsprachige „estimated“ = „geschätzt“).

Bärisch (engl.: bearish): Hergeleitet vom Wort „Bär“. In der Sprache der Börsianer steht der Bär für fallende Kurse. Eine mögliche Erklärung hierfür: Der Bär greift mit seinen Tatzen von oben nach unten. Das Gegenteil davon: Der Bulle – dieser symbolisiert steigende Notierungen.

Break out: Englischsprachige Bezeichnung für „Ausbruch“.

Bullisch (engl.: bullish): Hergeleitet vom Wort „Bulle“. In der Sprache der Börsianer steht der Bulle für steigende Notierungen. Eine mögliche Erklärung hierfür: Der Bulle stößt beim Angriff mit seinen Hörnern nach oben. Das Gegenteil davon: Der Bär – dieser steht für fallende Kurse.

Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.

Hausse: Englischsprachige Bezeichnung für einen nachhaltigen Aufwärtstrend.

Kerze (engl.: candle): Bildet innerhalb der Kerzenchartanalyse (Candlestick-Chartanalyse) die Kursdaten (Eröffnungs-, Hoch-, Tiefst-, Schlusskurs) einer Handelsperiode ab. Kerzencharts beinhalten damit wesentlich mehr Kursinformationen als herkömmliche Liniencharts.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Eine der von Investoren am häufigsten beachteten Aktienkennziffern. Das KGV gibt – kurzgesprochen – an, wie oft der Gewinn je Aktie eines Unternehmens in einem bestimmten Jahr im aktuellen Börsenkurs enthalten ist. Die Berechnung: (Aktueller Aktienkurs) / (Gewinn pro Aktie). Die Interpretation der Fundamentalanalysten: Je niedriger das KGV, desto günstiger ist die Aktie bewertet. Gleichwohl: Das KGV sollte niemals das einzige Kriterium für einen Aktienkauf darstellen.

MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.

Moving Average (MA): Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.

 

Target: Englischsprachige Bezeichnung für „Kursziel“.


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