Stockstreet Chart-Analysen

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Volkswagen (VW): Die 200-Tagelinie drückt die Kurse

Ausgabe vom 30.09.2020

Volkswagen (VW): Die 200-Tagelinie drückt die Kurse

von Manfred Ries

Chart: VW

Von Manfred Ries

Die Ausgangslage. Die Notierungen der Volkswagen-Vorzugsaktien gehen mit dem Gesamtmarkt leichter in die Wochenmitte, nachdem die Papiere am Dienstag bereits 0,4 Prozent an Wert gewonnen hatten. Kurs am Mittwoch, 30. September 2020 – 9:05 Uhr: 137,22 Euro (-1,1%).

Die Charttechnik. Die 200-Tagelinie (entspricht ~9 Wochenlinie im obigen Wochenchart) weist einen fallenden Verlauf auf und signalisiert damit eine mittelfristige Abwärtstendenz. Andererseits erscheinen die Notierungen im Bereich um 130 / 135 Euro als relativ solide unterstützt. Aktuell erkennt man eine mittelfristige Aufwärtstrendlinie (A), die den Notierungen Halt gewähren könnte. Der MACD-Trendfolgeindikator auf wöchentlicher Basis ist bereits seit Frühjahr positiv zu bewerten und zeugt von einem mittelfristigen Aufwärtstrend.

Die Hintergründe. VW gab zu Wochenbeginn bekannt, 15 Milliarden Euro in China investieren zu wollen. Dort möchte sich der Autobauer im Bereich Elektromobilität engagieren.

Die Prognose. Die VW-Aktie versucht, an ihren Höchstkursen vom Frühjahr anzuknüpfen; diese lagen im Bereich um 155 Euro. Dort erwarten wir den nächsten größeren Widerstand nach oben. Zuvor aber gilt es, die 200-Tagelinie – aktuell bei 142,40 Euro verlaufend – signifikant nach oben zu durchbrechen. Kein leichtes Unterfangen aufgrund ihres noch immer fallenden Verlaufs, der die VW-Kurse in Schach hält. Längerfristig orientierte Anleger achten auf den Unterstützungsbereich um 130 Euro. Knapp unterhalb davon könnte, im Falle einer Long-Strategie, ein Initial-Stop-Losskurs angesetzt werden.

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*) Glossar:

200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.  

Break out: Englischsprachige Bezeichnung für „Ausbruch“.

Candle: s. „Kerze“

Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.

Kerze („Candle“): Bildet innerhalb der Kerzenchartanalyse (Candlestick-Chartanalyse) die Kursdaten (Eröffnungs-, Hoch-, Tiefst-, Schlusskurs) einer Handelsperiode ab. Kerzencharts beinhalten damit wesentlich mehr Kursinformationen als herkömmliche Liniencharts.

Lineare Chartdarstellung: Auch als absolute Chartdarstellung bezeichnet. Ein Chart kann linear/absolut oder logarithmisch dargestellt werden. Während bei der absoluten Aktienchart-Darstellung die Kursskala (auf der y-Achse) gleiche Abstände zwischen den Kursbeträgen aufweist, zeigt die logarithmische Darstellung gleiche Abstände zwischen den Kursbeträgen als prozentuale Veränderungen an. Technische Analysten arbeiten zumeist mit logarithmischen Charts. Geht es um das Aufspüren von Unterstützungs- und Widerstandslinien, bedient sich der Autor dieses Beitrags gerne der analogen Darstellungsform.

MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).

MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.

Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.

Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.

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Autor: Manfred Ries erlag dem Reiz der Börse während seiner Bankausbildung - das war 1984. Das Trading lernte er im Devisenhandel bei einer Großbank. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre absolvierte er bei einem Anlegermagazin ein Volontariat als Wirtschaftsjournalist. Heute ist Manfred Ries Chefredakteur der Online-Rubrik Chart-Analysen bei Stockstreet.de und Autor des wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader  www.stockstreet.de/optionsscheine-expert-trader-aktuell

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