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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Deutschland besitzt einen riesigen Schatz von 3396 Tonnen Gold. Schön und gut, aber dies ist zunächst nichts Neues. Seit kurzem wissen wir jedoch auch, wo dieser Goldschatz gelagert wird: Ein Großteil der Gold-Barren wird in den USA gebunkert. Nur rund ein Drittel der deutschen Goldreserven liegt in Deutschland. Diese Zahlen haben eine neue Diskussion um die Währungsreserven der Bundesbank entfacht.

Diskussion um Goldreserven entfacht

Seit vielen Jahren kursieren Gerüchte um die deutschen Goldreserven. Kritische Bürger mutmaßen seit eh und je, dass der Goldschatz längst nicht mehr so groß sei, wie er von offizieller Seite beziffert wird. Im Zuge der Staatsschuldenkrise und der allgemeinen Verunsicherung der Bürger hat diese Diskussion sicherlich nochmal an Beachtung gewonnen. Kein Wunder, schließlich sinkt das Vertrauen in die Staaten aktuell rapide. Kritiker meinen zudem, dass die deutschen Währungshüter längst die Kontrolle über die deutschen Reserven verloren hätten. Wie auch immer, eines steht zumindest fest: Die aktuelle Debatte ist auch ein gefundenes Fressen für die paranoiden Verschwörungstheoretiker dieses Landes.

Um den Spekulationen entgegen zu wirken, hat der Bundesrechnungshof vor einiger Zeit die Bundesbank dazu verdonnert, die Gold-Barren in ausländischen Tresoren zählen zu lassen und Klarheit zu schaffen. Leichter gesagt als getan. Die Bundesbank gibt sich seit dem bedeckt und kritisiert die entfachte Diskussion.

Deutscher Goldschatz zur Hälfte im Ausland verstaut

Immerhin hat die Bundesbank nun das Geheimnis um die deutschen Goldreserven zumindest teilweise gelüftet. Veröffentlicht wurden detaillierte Zahlen zu den Beständen. Interessant: Von den gesamten 3396 Tonnen Gold lagern satte 1536 Tonnen beziehungsweise 45 Prozent in den USA. Weitere 450 Tonnen (rund 13 Prozent) werden in London gehortet und 374 Tonnen (11 Prozent) in Paris. Damit werden in Deutschland selbst nur 31 Prozent aufbewahrt.

Hintergrund für die ausländischen Lagerstätten: Die Bundesbank möchte das Gold an internationalen Handelsplätzen verwahren, um im schlimmsten Fall die Reserven so schnell wie möglich in Devisen eintauschen zu können.

(Rück-)Transport nach Deutschland

Nach der vom Bundesrechnungshof geforderten Transparenz hat die Bundesbank bestätigt, dass stichprobenartige Kontrollen durchgeführt werden sollen. Hierzu sollen in den nächsten fünf Jahren jeweils 50 Tonnen Gold von New York nach Deutschland gebracht werden. Brisantes Detail am Rande: Einige Politiker fordern bereits, dass diese wertvollen Transporte durch die deutsche Eliteeinheit GSG 9 geschützt werden sollen. Spätestens jetzt erlangt die Debatte um den Goldschatz filmreifes Niveau.

Zweitgrößter Goldschatz der Welt

Bleiben wir bei den Fakten. Legt man den aktuellen Goldkurs von rund 1.700 US-Dollar pro Feinunze zu Grunde, dann sind die deutschen Goldreserven mehr als 140 Milliarden Euro wert. Insgesamt gesehen besitzt Deutschland den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Lediglich die USA haben mit 8134 Tonnen Gold noch einiges mehr auf Lager.

Rechnet man die Reserven jedoch auf die Bevölkerung herunter, liegen die USA nur noch auf dem achten Platz. Je Einwohner gerechnet besitz die Schweiz die höchsten Goldreserven. Den zweiten Platz kann Deutschland für sich behaupten. Dicht dahinter folgen Italien und Frankreich.

Pro und Contra Goldreserven

Die Diskussion um die Goldreserven nimmt momentan seltsame Züge an. Während einige (selbsternannte) Experten Gold als völlig überflüssig bezeichnen, fordern die Euro-Skeptiker dagegen die Aufstockung der Bundesbank-Reserven. Welche Vorgehensweise ist also sinnvoll? Meiner Meinung nach ist das gesunde Mittelmaß der Bundesbank genau richtig.

Die Nachteile des Goldes liegen auf der Hand: Die hohen Lagergebühren, die mangelnde Transparenz sowie ausbleibende Zinsen sprechen nicht gerade für das Edelmetall. Wie nun bekannt wurde, berechnet alleine die Bank of England der Bundesbank jährlich 500.000 Euro für die Aufbewahrung der deutschen Barren. Würde man das Gold dagegen verkaufen und anderweitig anlegen, könnte man nur mit den daraus entstehenden Zinsen das ein oder andere Haushaltslöchlein stopfen.

Ist Gold also ein überflüssiges Relikt aus alten Zeiten? Wohl kaum. Ich persönlich halte die Goldreserven für äußerst wichtig. Gerade in Zeiten der Unsicherheit und angeschlagener Papierwährungen dient Gold als Anker der Stabilität. Eine Währung ist nur gesund, wenn das Vertrauen der eigenen Bevölkerung bestehen bleibt. Sind Währungen nicht durch echte Werte (und damit meine ich nicht nur Gold) gedeckt, werden Sie langfristig nicht überleben können. Insofern stärken die Goldreserven die Glaubwürdigkeit einer Währung und tragen in unsicheren Zeiten zum notwendigen Vertrauen bei. Gefühlt dürfte der deutsche Goldschatz damit mehr wert sein als die bezifferten 140 Milliarden Euro.



 

Freundliche Grüße aus Köln

Ihr

Bernd Raschkowski

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