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der größte Kupferproduzent Europas sitzt in Hamburg. Die Aurubis AG, ehemals Norddeutsche Affinerie, zählt zu den wichtigsten Rohstoff-Unternehmen auf dem deutschen Kurszettel. Zuletzt wurde die Aktie jedoch von verschiedenen Faktoren belastet. Die Zeit der sinkenden Kurse könnte nun allerdings erst einmal beendet sein – Aurubis hat am gestrigen Donnerstag einen kräftigen Sprung nach oben gemacht und damit ein charttechnisches Kaufsignal generiert. Steigende Kurse sind wahrscheinlich.
Größter Kupferproduzent in Europa
Als international tätiger Kupferhersteller zählt Aurubis namhafte Unternehmen aus der Kabel-, Elektro-, und Bauindustrie zu seinen Kunden. Auch die chemische Industrie sowie die Automobilbranche werden von Aurubis beliefert. Der führende Kupferkonzern Europas produziert jährlich rund eine Millionen Tonnen Kupferkathoden und andere Kupferprodukte. Das seit 1866 bestehende Unternehmen beschäftigt rund 6.300 Mitarbeiter an 18 Produktionsstandorten in Europa und Amerika.
Wirtschaftsflaute trifft Aurubis nur leicht
Selbstverständlich spürt ein Kupferproduzent wie Aurubis die kriselnde Weltwirtschaft. Ähnlich wie fast alle international agierenden Konzerne richteten sich die Hamburger auf schwere Zeiten ein. Nach den fetten Unternehmenszahlen der vergangenen Jahre wurden die Investoren mit dem Verweis auf die unsichere Konjunktur auf magere Daten vorbereitet. Doch so schlimm wurde es nicht: Im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres konnte der Umsatz trotz gesunkener Kupferpreise um fünf Prozent auf rund 6,8 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Überschuss fiel zwar um vier Prozent auf 247 Millionen Euro, lag allerdings noch oberhalb der vorherigen Erwartungen.
Nach den relativ guten Halbjahreszahlen prognostiziert Aurubis für das aktuelle Gesamtjahr ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres. Zwar spürt der Kupferhersteller die sinkende Nachfrage aus Südeuropa (dort werden zum Beispiel deutlich weniger Autos verkauft), jedoch laufen dafür die Geschäfte in anderen Bereichen umso besser.
Ausbruch nach oben gelungen
Auf dem deutschen Börsenparkett gilt die Aurubis-Aktie seit je her als defensives Investment. Die Aktie machte diesem Ruf mal wieder alle Ehre: Während der jüngsten Turbulenzen konnte sich die MDAX-Aktie vergleichsweise stabil zeigen. Während andere Aktien heftige Kursverluste melden mussten, sank die Aurubis-Aktie nur leicht. Diese relative Stärke spricht grundsätzlich für die Aktie.
Seit Februar hatte sich dennoch ein leichter Abwärtstrend bei Aurubis etabliert. Vom Hoch bei 45,50 Euro fiel der Kupfer-Titel bis auf 35,15 Euro im Juni. Mit der aktuellen Erholungsbewegung konnte Aurubis allerdings einen Großteil der vorherigen Verluste wieder gutmachen.
Der folgende Chart zeigt die Entwicklung seit Februar:
Chart-Ampel springt auf grün
Ein richtungsweisendes Signal wurde am gestrigen Donnerstag geliefert. Mit dem satten Kurssprung von rund sieben Prozent schaffte die Aktie den Ausbruch über den charttechnischen Widerstand bei 39 Euro. Besser noch: Auch der seit Monaten bestehende Abwärtstrend wurde überwunden.
Nach der Entwicklung in der aktuellen Handelswoche sprechen einige Anzeichen für eine Fortsetzung der Kursgewinne. Mit dem Verlassen des Abwärtstrends hat die MDAX-Aktie ein Kaufsignal generiert. Innerhalb der nächsten Monate ist ein Anstieg bis zum bisherigen Jahreshoch bei rund 45 Euro wieder möglich.
Nach Rücksetzer aussichtsreich
Keine Frage, Aurubis gehört unter den deutschen Rohstoff-Aktien aktuell zu den aussichtsreichsten Titeln. Neben dem charttechnischen Kaufsignal gibt auch die Fundamentalsituation Anlass zum Optimismus: Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,3 ist die Aktie relativ günstig bewertet. Allerdings sollten interessierte Anleger nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Tage zunächst einen kleinen Rücksetzer abwarten. Im Bereich zwischen 39 und 40 Euro können erste Käufe getätigt werden. Sollte sich die Geschäftsentwicklung bei Aurubis entgegen der Erwartung doch erheblich eintrüben, empfiehlt sich ein Stopp-Kurs knapp unterhalb von 36 Euro.
Gute Investments wünscht
Ihr
Bernd Raschkowski
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