Rohstoffe & Emerging Markets News

Die ganze Welt der Rohstoffe, Emerging Market und Devisen in einem Newsletter

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Rohstoffe & Emerging Markets News

Die ganze Welt der Rohstoffe, Emerging Market und Devisen in einem Newsletter

Rohöl: Wohin geht die Reise?

Ausgabe vom 28.11.2012

 


Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

auf den weltweiten Rohstoffmärkten ist das Öl in den vergangenen Handelstagen wieder etwas günstiger geworden. Der befürchtete Preisanstieg zum Winterbeginn blieb bislang aus. Doch wie geht es mit dem „schwarzen Gold" nun weiter? Sowohl für steigende als auch für sinkende Rohöl-Notierungen gibt es zahlreiche Gründe. Ein Fall für die charttechnische Analyse.

Konsolidierung auf hohem Niveau

Nachdem Rohöl in der ersten Jahreshälfte fallende Kurse verzeichnete, kam im Juni die Wende. Im Tief kostete ein Barrel Rohöl der Nordsee-Sorte Brent weniger als 90 US-Dollar. Anschließend folgte eine kräftige Aufwärtsbewegung: Bereits im August mussten für ein Barrel wieder mehr als 110 Dollar hingeblättert werden. Soweit nichts Neues. Doch im September endete die schnelle Aufwärtsbewegung – Rohöl befindet sich seitdem in einer Konsolidierungsphase.

In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung der vergangenen sieben Monate dargestellt (Brent-Oil in US-Dollar):

 

 

Mitte September erreichte der Rohöl-Preis ein Verlaufshoch bei rund 115 Dollar. Danach ging es zunächst abwärts bis auf das Niveau von 105 Dollar. Seitdem hat sich der Preis des Energieträgers nicht viel geändert: Das Rohöl pendelt seit mittlerweile mehr als drei Monaten zwischen 105 und 115 US-Dollar umher. Der Rohstoff ist erst einmal in einer charttechnischen Seitwärtszone gefangen.

Leicht abwärts gerichtete Tendenz

Bei einem genaueren Blick auf den Rohöl-Chart erkennt man im kurzfristigen Zeitfenster eine leichte Tendenz nach unten. Durch die verschiedenen Hochs der letzten Wochen hat sich eine technische Widerstandslinie gebildet, die aktuell bei 111,34 Dollar verläuft. Tendenz fallend. Etwas weiter oben besteht zudem der hartnäckige Widerstand bei 115 Dollar. Die nächste Unterstützungslinie besteht dagegen erst bei 105 US-Dollar.

Schuldenkrise belastet weiterhin

Von der fundamentalen Seite her gibt es aktuell zahlreiche richtungsweisende Impulse. Die jüngste Einigung bezüglich des weiteren Vorgehens in Griechenland dürfte den weltweiten Ölpreisen zum Beispiel etwas Auftrieb verliehen haben. Doch gleichzeitig ist jedem klar, dass die europäische Schuldenkrise noch lange nicht ausgestanden ist. Im Allgemeinen hängt die Eurokrise und die damit verbundene Nachfrageschwäche wie ein Damoklesschwert über den Öl-Notierungen. Solange die Wirtschaft im Euroraum nicht spürbar anspringt, sollte sich generell daran nichts ändern.

Minimal stützende Vorgaben aus USA

Der Ölpreis wird natürlich in besonderer Weise von den amerikanischen Wirtschaftsdaten beeinflusst. Diesbezüglich wurden am Nachmittag neue Zahlen bekannt: Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter fiel im Oktober besser aus als erwartet wurde. Auch der veröffentlichte S&P Case-Shiller-Hauspreisindex konnte die Erwartungen übertreffen und sorgte für einen kleinen Funken Konjunktur-Optimismus. Wesentlich einflussreicher auf den Ölpreis dürften im Vergleich allerdings die Aussagen bezüglich des US-Haushaltslochs sein. In dieser Diskussion ist bislang kein nennenswerter Fortschritt zu verzeichnen. Erst heute zeigte sich der Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner, optimistisch, dass eine Einigung mit Barack Obama erzielt werden könne. Aber auch hier müssen weitere Details erst abgewartet werden. Auch wenn sich momentan fast täglich verschiedene US-Regierungsvertreter zu Wort melden, so ist eine konkrete Einigung bislang nicht abzusehen.

Und China?

China meldete zuletzt positive Wirtschaftsdaten. Die vielen Maßnahmen der Regierung in Peking gegen die zuletzt stockenden Konjunkturaussichten (im Vergleich zu den Vorjahren) scheinen Wirkung zu zeigen. Die Wachstumsprognose für das vierte Quartal des laufenden Jahres wird bei 8,4 Prozent gesehen (BIP). Dieser Wert liegt zwar weit entfernt von früheren Höchstständen, deutet jedoch vorsichtig das Ende der (relativen) Konjunkturflaute an. Von verschiedenen Ämtern wurde die anziehende Tendenz bestätigt.

Eine starke Wirtschaftsentwicklung in China ist auch dringend nötig. Denn die weltweite Wirtschaftsleistung wird immer stärker von der Schuldenkrise und der Lage in Amerika negativ beeinflusst. Da könnte ein neuer Aufwärtsschub in China gerade richtig kommen – es wäre nicht das erste Mal, dass die chinesische Konjunktur-Lokomotive die Weltwirtschaft rettet.

Kurzfristig abwärts, mittelfristig aufwärts

Ordnet man die verschiedenen Wirtschaftsaussichten und Chartsignale in das große Gesamtbild ein, so kristallisiert sich meiner Meinung nach eine klare Ansage heraus. Innerhalb der nächsten Wochen dürfte der Rohöl-Preis weiterhin in der Seitwärtszone zwischen 105 und 115 Dollar verharren. Die Unsicherheiten aus Europa und der USA machen einen erneuten Test der unteren Kanalbegrenzung bei 105 Dollar wahrscheinlich. Spätestens dort sollte der Ölpreis allerdings wieder Auftrieb erfahren.

Mittel- bis langfristig gesehen sind deutlich steigende Notierungen obligatorisch. Sollte die Wirtschaft in Amerika oder Europa demnächst wieder anspringen, sind sowieso ganz andere Regionen denkbar. Aber alleine die zaghaften Wachstumssignale aus China dürften dem Ölpreis bald wieder auf die Beine helfen. Sobald die aktuelle Seitwärtsphase mit einem Anstieg über 115 US-Dollar nach oben verlassen wird, sind stark steigende Notierungen wahrscheinlich. Im Jahr 2013 halte ich einen Ölpreis von 125 Dollar je Barrel und mehr durchaus für realistisch.

 

 

Freundliche Grüße aus Köln

Ihr

Bernd Raschkowski

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DAX-Analyse

von Stockstreet-Team

Rückblick

Der DAX hält sich weiterhin sehr genau an unser favorisiertes Szenario. Da wäre einerseits der Keil zu nennen, den wir in der gestrigen Analyse ins Spiel gebracht hatten.

DAX bildet eine Keilformation
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, 5-Minuten-Kerzen

Der DAX ist weder deutlich noch dynamisch unter die Mittellinie bei 9.111 Punkten gefallen. Stattdessen boten die vielen Target-Trend-Linien, die sich in diesem Bereich bündelten (Mittellinie, dunkelgrün gestrichelte und hellgrüne Aufwärtslinien, untere Keillinie), dem DAX eine gute Stütze. Entsprechend besteht weiterhin die Chance, dass sich der rote Keil fortsetzt und die Kursverluste wieder zu einem Teil zurückgekauft werden.

Des Weiteren wäre da der mit blauen Pfeilen prognostizierte Kursverlauf zu nennen (siehe folgender Chart), wonach der DAX angesichts der Entwicklung im Späthandel vom Montag ein neues Tief bilden sollte, bevor er dann dieses neue Tief ähnlich stark wieder zurückkauft, wie wir es in den Bewegungen zuvor (rote Pfeile) gesehen und in den vorangegangenen Analysen bereits beschrieben haben.

DAX pendelt um Konsolidierungslinie
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, 5-Minuten-Kerzen

Tatsächlich kam es zum gestrigen Handelsbeginn zu einem Down-Gap und noch leicht weiter fallenden Kursen. Anschließend konnte sich der DAX aber gemäß dem rechten blauen Pfeil wieder etwas erholen.

Erneut kein sinnvoller Trade im kurzfristigen Bereich möglich

Da der DAX aber im gesamten Tagesverlauf lediglich um die Mittellinie des hellblauen Rechtecks bei 9.111 Punkten herumpendelte und damit schon wieder nur „unentschlossen seitwärts bzw. … leicht abwärts tendierte“, war erneut kein sinnvoller Trade möglich.

Es bleibt dabei, “dass deutlich mehr passieren muss, um wieder eine klarere Richtung erkennen zu können“. Der DAX sollte möglichst dynamisch aus dem Keil (rote Linien im ersten Chart) ausbrechen.

Ausblick - Das sind nun die relevanten Marken

Kursmarken auf der Unterseite

Für die Unterseite bedeutet dies, dass erst auf ein neues Tief auch ein tieferes Hoch folgen sollte, damit wieder ein klarer (Abwärts-)Trend vorläge. Dabei gilt es für die Bären fast dieselben Marken zu brechen wie gestern:

Solange der DAX nicht deutlich und möglichst dynamisch unter die Mittellinie bei 9.111 Punkten fällt, besteht die Chance, dass sich der rote Keil fortsetzt. Inzwischen müsste allerdings für einen klaren Ausbruch auch die untere Rechteckbegrenzung bei 9.053 Zählern gerissen werden (siehe folgender Chart).

Die psychologisch wichtige 9.000er Marke könnte dann eine solide Unterstützung bieten und eine stärkere Gegenbewegung einleiten. Zumal knapp darunter bereits bei 8.995 Punkten auch die Mittellinie des dunkelblauen Rechtecks verläuft.

DAX - mittelfristige Target-Trend-Analyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, 5-Minuten-Kerzen

Zwar können die Bären die 9.000 kurz reißen, einen schnellen Rücksetzer zurück über diese viel beachtete Marke sollte es dann aber geben.

Kursmarken auf der Oberseite

Ein klarer Keilbruch auf der Oberseite läge vor, wenn der DAX die Mittellinie bei 9.227 Punkten überwinden kann. Im Idealfall sollte es ihm dann auch schnell gelingen über die hellgrüne Linie sowie die Rechteckbegrenzung bei 9.285 Punkten zu springen.
Anschließend könnten die Mittellinie bei 9.343 Punkten und die Trendlinie des alten Trendkanals eine weitergehende Erholung verhindern.

Dieser abwärtsgerichtete Keil ist übrigens bullish zu werten. Ein Ausbruch nach oben ist daher aktuell wahrscheinlicher als eine weitere Abwärtsbewegung.

S&P500-Analyse

von Stockstreet-Team

Rückblick

Genau wie im DAX setzten sich auch im S&P500 die Kursverluste fort. Im Anschluss an die vorangegangene Analyse vom 28. Januar konnte die Rechteckbegrenzung bei 1.778 Punkten in Verbindung mit der grünen und blauen Aufwärtslinie (Kreuzunterstützung) noch eine Zeitlang idealtypisch Schlimmeres verhindern (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart).

S&P500 - Target-Trend-Analyse
(Quelle: tradesignalonline.com) S&P500, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Doch da die Bullen keine ausreichend weitreichende Gegenbewegung hinbekommen haben (siehe roter Pfeil), musste die Kreuzunterstützung letztlich dem Druck der Bären nachgeben - auch weil die verschiedenen Linien schon auseinandertendierten und sich die Kreuzunterstützung damit auflöste, wie wir bereits am 28. Januar anmerkten.

Hinweis zum Trading

Den Short-Trade, den man beim Fall aus dem Abwärtstrendkanal heraus hätte eröffnen können, hätte man aufgrund der schwachen Gegenbewegung einfach weiterlaufen lassen und so die Gewinne ausbauen können.

Ausblick: Das sind nun die relevanten Marken im S&P500

Kursmarken auf der Unterseite

Das nächste Kursziel für den Fall eines Bruchs der Rechteckbegrenzung bei 1.778 Punkten lag gemäß der vorangegangenen Analyse an der roten Konsolidierungslinie und der darunter liegenden Mittellinie des dunkelblauen Rechtecks 1.734,5 Punkten. Die rote Linie wurde erreicht, die Mittellinie noch nicht exakt. Entsprechend könnte diese bei einem weiteren Angriff der Bären noch angesteuert werden und als nächste Unterstützung dienen.

Muss der US-Index noch stärkere Kursverluste hinnehmen, dann würde die grüne Aufwärtslinie noch vor der unteren Rechteckbegrenzung bei 1.691 Punkten eine Chance auf Unterstützung bieten.

Kursmarken auf der Oberseite

Kann der S&P500 die rote Konsolidierungslinie verteidigen und wieder nach oben drehen, dann könnte eine Gegenbewegung an der Rechteckbegrenzung bei 1.778 Punkten Probleme bekommen. Auch weil die blaue und die grüne Trendlinie nicht allzu weit darüber verlaufen und inzwischen ebenfalls als Widerstand gelten.

Bei weiterer Stärke der Bullen könnte die Gegenbewegung auch noch bis an den (roten) kurzfristigen Abwärtstrendkanal zurückführen. Gelingt sogar eine Rückkehr in den Trend, würde als nächstes die Mittellinie bei 1.821,5 Punkten als Widerstand fungieren.


Wir wünschen Ihnen viel Erfolg an der Börse!
Ihr
Jochen Steffens und Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de

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