Rohstoffe & Emerging Markets News

Die ganze Welt der Rohstoffe, Emerging Market und Devisen in einem Newsletter

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Umweltkatastrophe: Verkauf bei Ölmulti

Ausgabe vom 10.09.2012

 


Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

erinnern Sie sich noch an die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko vor zwei Jahren? Damals hatte eine Explosion auf der Ölplattform „Deepwater Horizon" zu extremen Umweltbelastungen im Golf von Mexiko geführt. Der Unfall zieht nun weitere Konsequenzen nach sich: Aufgrund möglicher Schadensersatzforderungen will der Konzern BP nun Ölfelder im Wert von vielen Milliarden verkaufen.

Schwerste Ölpest der US-Geschichte

2010 war kein gutes Jahr für unsere Erde. Zwar wird unser Planet ständig durch Umweltverschmutzungen belastet, im ersten Halbjahr 2010 wurde allerdings eine neue Dimension erreicht. Eine Explosion auf der Bohrplattform „Deepwater Horizon", die im Auftrag der britischen Ölgesellschaft BP betrieben wurde, führte zu der schwersten Ölpest der amerikanischen Geschichte. Neben dem traurigen Tod von elf Bohrinsel-Arbeitern wurden auch gewaltige Schäden an der Natur verzeichnet.

Rund 85 Tage lang floss Rohöl in das Meer und beeinträchtigte damit das ökologische System erheblich. Die TV-Bilder von verendeten Tieren hat wahrscheinlich noch jeder vor Augen. Zusätzlich hinterließ die Ölkatastrophe aber auch starke wirtschaftliche Schäden in der Region. Der Tourismus sowie die Fischerei im Golf von Mexiko kamen fast vollständig zum Erliegen.

Neue Vorwürfe gegen BP

Seit der Umweltkatastrophe werden herbe Vorwürfe gegen den britischen Ölkonzern laut. Bislang hat BP an Privatpersonen bereits knapp acht Milliarden Dollar an Entschädigungen gezahlt. Doch der eigentliche Prozess gegen BP beginnt erst noch. Das amerikanische Justizministerium wirft BP grobe Fahrlässigkeit sowie mutwilliges Fehlverhalten vor. Möglicherweise drohen dem Öl-Konzern in dem bald beginnenden Prozess Schadensersatzforderungen bis zu einer Höhe von 21 Milliarden Dollar.

Verkauf von Ölfeldern angekündigt

Beträge in dieser Größenordnung kann selbst ein international agierender Ölmulti nicht mal eben so aus der Portokasse bezahlen. Die Folgen der Umweltkatastrophe setzen dem Konzern auch zwei Jahre nach der Ölpest noch kräftig zu. Nun hat BP angekündigt, aufgrund der Höhe der Schadensersatzforderungen Ölfelder im Wert von rund sieben Milliarden Dollar zu veräußern. Mit diesem Schritt sollen die Rückstellungen vergrößert und die finanzielle Unabhängigkeit gewahrt werden.

Unfall belastet BP-Bilanz weiterhin

Dass der dramatische Vorfall auf der Bohrinsel die Unternehmenszahlen der britischen Ölgesellschaft belasten werde, war damals durchaus klar. Allerdings glaubten damals nur wenige Experten, dass sich die Ölpest auch heute noch auf die Bilanz des Konzerns auswirken werde. Erst kürzlich hatte BP schwache Daten präsentiert. Im zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres verbuchte BP aufgrund von Abschreibungen und erhöhten Rückstellungen einen Verlust von 1,39 Milliarden US-Dollar. Die Gesamtkosten der Umweltkatastrophe belaufen sich für die Ölgesellschaft mittlerweile auf rund 38 Milliarden Dollar.

Aktie meiden

Die BP-Aktie stand nach der Ölkatastrophe im Jahr 2010 unter hartem Verkaufsdruck. Zeitweise halbierte sich der Wert der Notierung sogar: Ausgehend vom Vor-Krisen-Niveau bei knapp 650 britischen Pence sank der Titel im Tief bis auf 300 Pence. Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung seit Anfang 2010 (an der Heimatbörse London, Wochenchart):

 

 

Mittlerweile hat sich der Aktienkurs allerdings wieder deutlich erholt. Aktuell notiert BP bei rund 436 Pence. Gemessen an den Fundamentaldaten ist die Aktie durchaus günstig bewertet. Dennoch: Die neuen Anschuldigungen des US-Justizministeriums beziehungsweise die Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe stellen ein enormes Risiko für den Aktienkurs dar. Auf Sicht der nächsten Monate könnten die Unsicherheiten wieder in den Blickpunkt der Börsianer geraten und die Aktie unter Druck setzen. Sicherheitsbewusste Anleger meiden die Öl-Aktie weiterhin.

Freundliche Grüße aus Köln

Ihr

Bernd Raschkowski

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DAX-Analyse

von Stockstreet-Team

Rückblick

In der gestrigen Analyse schrieben wir zu den „Kursmarken auf der Oberseite“, dass ein Bruch der hellgrünen Linie den Bullen sehr helfen würde, weil der DAX damit wieder in die Range vom Jahresbeginn eindringen könne. Dann wäre auch eine stärkere Gegenbewegung möglich, die ein größeres Stück der Kursverluste aufholen könnte. Kurse oberhalb der Mittellinie bei 9.459 Punkten würden ein Kurspotential auf 9.517 Punkten aktivieren.

DAX schöpft Potential gleich zu Handelsbeginn aus

Beim Schreiben dieser Zeilen ahnte noch niemand von uns, dass der DAX gleich zu Handelsbeginn einen riesen Satz nach oben machen und das Kurspotential bis auf 9.517 Punkten sofort ausschöpfen würde (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart).

DAX - langfristige Target-Trend-Analyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, 5-Minuten-Kerzen

Obwohl durch den starken Anstieg und das damit verbundene Überwinden diverser Widerstandsmarken ein bullishes Signale entstanden war, konnten die Bullen wegen des Aufwärtsgaps den Kursgewinn nicht für sich nutzen.

30 Minuten später folgte ein bearishes Signal dem anderen

Und es kam noch schlimmer, denn bereits knapp 30 Minuten nach Handelsbeginn drehte der DAX wieder nach unten ab und es entstand ohne Gegenwehr der Bullen ein bearishes Signal nach dem anderen (siehe rote Pfeile im folgenden Chart).

DAX - kurzfristige Target-Trend-Analyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) DAX, Candlestick-Chart, 5-Minuten-Kerzen

Bei dieser Abwärtsbewegung konnte man perfekt den „Hinweis zum Trading“ umsetzen, der in der gestrigen Analyse lautete:
Die diversen Target-Trend-Linien … liefern dabei den Fahrplan. Achten Sie einfach darauf, mit welcher Dynamik die einzelnen Marken durchschritten werden und ob die Gegenbewegungen weit genug reichen, um bullishe Signale zu liefern ...

Erste bullishe Signale erst bei der Rückkehr über 9.285 Punkte

Erst als der DAX sein Tief an der Mittellinie des dunkelblauen Rechtecks bei 9.227 Punkten erreichte, folgte eine Gegenbewegung, die weit genug reichte, um bullishe Signale zu liefern.

Dass die Mittellinie hielt, war das erste Signal. Als dann die obere Rechtecklinie bei 9.285 Zählern zurückerobert werden konnte und ein Test von oben aus Sicht der Bullen erfolgreich verlief, konnte man davon ausgehen, dass die Abwärtsbewegung beendet war.

Bis dahin konnte man sich hervorragend auf der Short-Seite engagieren. Vom Bruch der Mittellinie unter 9.459 Punkten bis zum Wiederanstieg über 9.285 Zähler hätte man einen Short-Trade tätigen können. In Summe hätte dieser zu einem Gewinn von 150 DAX-Punkten führen können (von ca. 9.450 bis ca. 9.300).

Ausblick - Das sind nun die relevanten Marken

Am Handelsende stieß der DAX exakt von unten an den gebrochenen längerfristigen Abwärtstrend.

Kursmarken auf der Oberseite

Gelingt den Bullen nun eine Rückkehr in den Trend und überwinden sie zugleich die rot gestrichelte Konsolidierungslinie, dann werden die obere Rechteckbegrenzung bei 9.401 und die darüber liegende hellgrüne Trendlinie ihre Relevanz als wichtige Widerstände zeigen.

Kann der DAX erneut die hellgrüne Trendlinie brechen, stehen die Bullen wieder deutlich besser dar. Der DAX wäre dann erneut in die Range vom Jahresbeginn zurückgekehrt. Dann wäre ein erneuter Anstieg an die Mittellinie bei 9.459 möglich und anschließend könnte auch das gestern markierte Zwischenhoch wieder angesteuert werden.

Kursmarken auf der Unterseite

Prallt der DAX aber nun am Aufwärtstrend nach unten ab, dann wäre dies sehr bearish zu werten (nicht, dass das Chartbild insgesamt nicht schon schlimm genug ausschaut). Eine Fortsetzung der dynamischen Abwärtsbewegung wäre dann möglich.

Bei 9.285 Zählern befindet sich eine Unterstützung, die sich bislang schwach zeigte. Dazu hatten wir aber geschrieben in den „Hinweisen zum Trading“, dass sich der DAX wenig um Unterstützungslinien schert und mehrere weitere Marken reißen wird, wenn er die Dynamik der vorangegangenen Abwärtsbewegung wieder aufnehmen kann.

Stärkere Unterstützungen können die hellgrüne, parallele Aufwärtslinie und die Mittellinie des dunkelblauen Rechtecks bei 9.227 Punkten sein.

EuroStoxx50-Analyse

von Stockstreet-Team

Rückblick

Erinnern Sie sich noch, wie der DAX bei seiner Abwärtsbewegung die Aufwärtstrendlinie seines Trendkanals im ersten Anlauf präzise angesteuert hatte (siehe DAX-Analyse vom Dienstag)? Selbiges ist dem EuroStoxx50 gestern auch gelungen (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart).

EuroStoxx50 - Target-Trend-Analyse
(erstellt mit: tradesignalonline.com) EuroStoxx50, Candlestick-Chart, Tageskerzen

Scheitert der EuroStoxx50 weiterhin an der Aufwärtstrendlinie und fällt er in das hellblaue Rechteck unter 3.145 Punkte zurück, wird die Mittellinie wieder zum Kursziel der Bären.“ So lautete unsere Prognose vor genau einer Woche. Auf dem Weg nach unten war besagte Mittellinie ein erster Orientierungspunkt, auch wenn sie nicht von oben, sondern von unten angelaufen wurde. Es kam dort im Tagesverlauf zu einer Konsolidierung.

Kann auch die Mittellinie nicht gehalten werden, wären dies deutlich bearishe Signale“, so die Aussagen vor 7 Tagen. Und weiter: „Die psychologisch wichtige Unterstützung bei 3.000 Punkten wäre dann wieder in Reichweite“.
Zwar fiel der europäische Index unter die 3.000er-Marke, doch der gestrige Schlusskurs lag bei 3.011,45 Punkten noch knapp darüber.

Ausblick - Das sind nun die relevanten Marken

Durch die scharfe Korrektur wurde bereits einiges an aufgestautem Druck abgelassen. Noch sind die Aufwärtstrends intakt und eine Trendwende nicht erfolgt. Entsprechend kann die Situation noch gerettet werden.

Kursmarken auf der Unterseite

Bearisher wird es, wenn die gestern erfolgreich getestete Aufwärtstrendlinie unterboten wird. Kritisch wäre erst ein Bruch des Rechteckübergangs bei 2.950 Punkten. Ab dort kann man durchaus von einer Trendwende sprechen, besonders wenn der Index auch noch das Dezember-Tief (2.916) bricht. In diesem Fall müsste auch ein Rutsch zur Mittellinie des dunkelblauen Rechtecks bei 2.852,5 Punkten einkalkuliert werden.

Kursmarken auf der Oberseite

Kann der Index den Aufwärtstrend halten und fortsetzen, dadurch die Mittellinie bei 3.047,5 Punkten zurückerobern, dann läge der erste leichte Widerstand an der runden Marke von 3.100 Punkten. Aus Sicht der Target-Trend-Analyse relevant wäre aber erst die obere Begrenzung des hellblauen Rechtecks bei 3.145 Zählern. Anschließend kommt dem Index die rote Konsolidierungslinie entgegen, die als Widerstand fungiert. Bis dorthin wäre es aber ein weiter Weg und ein überraschender Anstieg.


Wir wünschen Ihnen viel Erfolg an der Börse!
Ihr
Jochen Steffens und Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de

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