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Glencore und Xstrata im Fusionsfieber

Ausgabe vom 12.07.2012

 


Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

es war eine Sensation im Rohstoffsektor: Glencore gab im Februar die geplante Übernahme des Konkurrenten Xstrata bekannt. Als die Meldung über die Nachrichten-Ticker flackerte, überschlugen sich die Medien mit Berichterstattungen. Kein Wunder, schließlich würde die Elefantenhochzeit der größte Deal seit dem Jahr 2007 sein. Doch die Übernahme, die anfänglich in trockenen Tüchern zu sein schien, verzögert sich inzwischen immer weiter.

Energiehändler Glencore bietet für Xstrata

Fangen wir von vorne an: Der Energiehändler Glencore zählt mit einer Marktkapitalisierung von knapp 30 Milliarden Euro zu den größten Rohstoff-Unternehmen der Welt. Das in der Schweiz ansässige Unternehmen hat sich auf Produktion, Verarbeitung und Handel von Metallen, Energie sowie landwirtschaftlichen Produkten spezialisiert. Glencore hat erst im Jahr 2011 den Gang auf das Börsenparkett gewagt und dabei ordentlich Bargeld in die eigene Kasse gespült.

Anfang Februar hatte Glencore die geplante Übernahme des Konkurrenten Xstrata bekannt gegeben. Xstrata ist in der Schweiz und Großbritannien ansässig und wird an der Börse aktuell mit rund 31 Milliarden Euro bewertet. Das Unternehmen hat sich hauptsächlich auf die Förderung von Kupfer, Kohle, Nickel und Zink ausgerichtet.

Experten: Zusammenschluss bringt Vorteile

Zunächst sah alles nach einem perfekten Deal aus. Glencore hatte den Anteilseignern von Xstrata einen Aufschlag von 15 Prozent auf den aktuellen Börsenkurs geboten. Experten rechneten mit einer schnellen Zusammenführung der beiden Rohstoff-Giganten. Schließlich sprechen einige Argumente dafür. Zusammen würden die Gesellschaften die gesamte Kette der Wertschöpfung abdecken. Von der Förderung der Rohstoffe über den Transport bis hin zum Verkauft könnten beide Unternehmen Synergie-Effekte heben und die Marktmacht deutlich steigern. So zumindest die (übliche) Meinung der Fachleute.

Gemeinsam rechneten die beiden Firmen mit einem Jahresumsatz von schätzungsweise bis zu 210 Milliarden Dollar. Das Management von Xstrata hatte daraufhin seinen Aktionären die Annahme des Glencore-Gebots empfohlen. Insofern muss man eigentlich von einer geplanten Fusion und nicht von einer Übernahme sprechen.

Aufschlag von 15 Prozent zu wenig?

Doch wie so oft läuft eine Fusion in der Praxis nicht so locker über die Bühne wie zunächst geplant. In diesem Fall meldete ein Großaktionär Einspruch: Der Golfstaat Katar, der mittlerweile rund 11 Prozent an dem Bergbau-Unternehmen Xstrata besitzen dürfte, hält den Aufschlag von 15 Prozent für zu niedrig und hat sich gegen die Fusion ausgesprochen. Katar fordert eine weitere Prämie von rund 15 Prozent. Erst dann würde der richtige Wert von Xstrata abgebildet werden.

Neben dem Golfstaat haben sich auch drei britische Vermögensverwalter - Schroders, Standard Life und Knight Vinke - gegen den ursprünglichen Deal ausgesprochen. Die drei Geldverwalter halten jeweils nur kleine Stücke von Xstrata. Dennoch wird durch die insgesamt vier Aktionäre der bereits als sicher geltende Deal gefährdet. Hintergrund: Zusammen könnte die Sperrminorität von 16,48 Prozent der Stimmrechte erreicht werden. Somit steht die Fusion wieder auf wackeligen Füßen.

Xstrata verschiebt Hauptversammlung

Als Reaktion auf die unsichere Lage hat sich der Bergbau-Konzern Xstrata nun zumindest etwas mehr Zeit verschafft. Am gestrigen Mittwoch teilte das Unternehmen mit, dass die Hauptversammlung um zwei Monate verschoben werde. Erst dann sollen die Aktionäre über den Zusammenschluss entscheiden. Glencore und Xstrata hoffen nach eigenen Angaben weiterhin auf einen erfolgreichen Zusammenschluss in diesem Jahr und wollen die Fusions-Gegner umstimmen.

Kursrisiken überwiegen

Die verschiedenen Unsicherheitsfaktoren belasten aktuell die Kurse der beiden Rohstoff-Aktien - das Ende ist bislang noch nicht abzusehen. Ein verbessertes Angebot seitens Glencore dürfte den Schweizern schwer fallen. Die Geschäfte des Energiehändlers laufen aufgrund der tendenziell sinkenden Rohstoffpreise sowieso eher durchwachsen. Darüber hinaus droht auch Gegenwind von den Wettbewerbshütern: Die Kartellbehörden in China, Südafrika und Europa müssen dem Deal noch zustimmen. Plötzlich scheint alles wieder offen zu sein.

Auch wenn die Kurse von Glencore und Xstrata nach den Meldungen der letzten Wochen bereits etwas gefallen sind, sollten Anleger die Aktien der beiden Gesellschaften weiterhin meiden. Solange die Ungewissheit bezüglich des Übernahme-Pokers bestehen bleibt, dürfte die Abwärtsspirale bestehen bleiben. Solange sich bei der Elefantenhochzeit keine positive Überraschung abzeichnet, gehe ich von weiter stagnierenden Kursen aus.

 

Ihr

Bernd Raschkowski

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