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Inhaltsverzeichnis

Wochenrück- und Ausblick

Verehrte Leserin, verehrter Leser,

mit seinen Kursverlusten schaffte es der DAX natürlich wieder in die Nachrichtensendungen. Doch damit konzentrierte sich die Masse wieder einmal auf das falsche Thema. Denn das eigentliche Problem liegt ganz woanders.

Historischer Absturz des Bund-Futures

Der Bund-Future, also der deutsche Anleihemarkt, stürzte innerhalb weniger Tage von seinem Hoch bei 160,69 Punkten auf im Tief 151,44 Zählern um fast 6 Prozent ab. Das allein klingt schon nicht harmlos, aber für den Bund-Future stellt dies einen historischen Verlust dar.

Fehlausbruch vor dem Rückfall

Zuvor war es zu einem Fehlausbruch über die 160-Punkte-Marke gekommen. Diese Marke ist von ganz besonderer Bedeutung, denn sie markiert das Niveau, bei dem die rechnerische Rendite der (synthetischen!) Anleihen, die der Bund-Future repräsentiert, auf null fällt. Der Bund-Future hatte also auch mit seiner vorangegangenen Aufwärtsbewegung bereits Geschichte geschrieben.

Eigentlich ist der Anleihemarkt durch die EZB gut unterstützt

Dass es einen solch dramatischen Rückfall gab, verwundert umso mehr, weil durch die Anleihekaufprogramme der EZB, die seit Anfang März laufen, ein großer, verlässlicher Käufer auf dem Markt ist, der allen anderen Marktteilnehmern ihre Anleihen zu faktisch jedem Kurs abnimmt. Es bestand also eigentlich gar kein Anlass für derartige Panikverkäufe, die es aber offenbar gegeben hat.

Möglicher Auslöser des Einbruchs

Auslöser des Einbruchs könnten Aussagen des Fondsmanagers Bill Gross gewesen sein, der als Bond-Experte gilt. Dieser bezeichnete den Bund-Future als „Short-Position des Lebens“. Und das wenige Tage, nachdem der Bund-Future zuvor bei über 160 Punkten sein bisheriges Allzeithoch erreichte.

Es kann sein, dass dadurch einige größere amerikanische Fondsgesellschaften auf den Bund Future aufmerksam geworden sind und bei diesem Spiel mitspielen wollten. Schließlich ist die Aussage „Trade des Lebens“ sehr verlockend, und da wir uns bei Kursen über 160 Euro bereits im Negativ-Zinsbereich aufhielten, war das Risiko nach oben sehr gering.

Wenn die Anleihenblase platzt…

Die Anleihemärkte – nicht nur der Bund-Future – befinden sich (insbesondere wegen der Käufe der Notenbanken) in einer Blase. Und Blasen sind einfach nicht prognostizieren. Nach dem Erreichen der 160er Marke und dem nun erfolgten starken Rückfall muss man der Möglichkeit ins Auge schauen, dass die Blase am Anleihemarkt platzt. Zuvor könnte es aber auch noch zu einer längeren Seitwärtsbewegung unterhalb dieser Marke kommen.

Wenn die die Blase platzt, werden die Renditen nach oben schießen. Das dürfte Banken und Versicherungen, die auf riesigen Stapeln von Staatsanleihen sitzen, kräftige Verluste und damit Abschreibungen bescheren. Insbesondere Banken in Krisenländern könnten dadurch in Schieflage geraten. Aber auch Staaten wären betroffen, denn sie müssten wieder höhere Zinsen zahlen, was deren Haushaltspläne umgehend zu Makulatur werden lassen würde. Die Schuldenkrise wäre mit einem Schlag wieder zurück. Und über den Umweg der Finanzinstitute würde ein Anleihencrash schnell auch den Aktienmarkt erreichen.

Noch ist es nur ein erstes Warnsignal. Sie sollten jedoch ab jetzt die Anleihemärkte unter verschärfte Beobachtung nehmen.


Ihr
Stockstreet-Team


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Die Woche aus Sicht des "Steffens Daily"


Montag - DAX-Absturz: Wo das wirkliche Problem liegt

Am vorigen Mittwoch verlor der DAX 3,2 %. Damit erschreckte er nicht nur die Anleger, sondern schaffte es auch in die Nachrichtensendungen. Und so konzentriert sich die Masse wieder einmal auf das falsche Thema, denn das eigentliche Problem liegt ganz woanders. Der Bund-Future, also der deutsche Anleihemarkt, stürzte am Mittwoch und Donnerstag vergangener Woche um bis zu 1,71 % ab. Das klingt harmlos, aber für den Bund-Future stellt das einen...

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Dienstag - DAX-Analyse - man kann es sich auch einfach machen

Der DAX zeigt mal wieder, wie perfekt die Target-Trend-Methode funktioniert: Nach dem Fehlsignal an der 12.277er Marke, das wir bereits früh, nämlich mit dem Rückfall unter die 12.277er Marke, als eben solches identifiziert hatten, ist der DAX zunächst zur blaugestrichelten Mittellinie des Rechtecks bei 11.794 Punkten gelaufen. Hier fluktuierte er zunächst um diese Linie. Wenn Sie den Steffens Daily bereits länger lesen, wissen Sie, dass…

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Mittwoch - Ein interessanter Zusammenhang

Wir rätseln hier in der Redaktion natürlich darüber, was eigentlich den Einbruch im Bund-Future vorige Woche ausgelöst hat. Ein Grund könnte in den Aussagen des Fondsmanagers Bill Gross liegen, der als Bond-Experte gilt. Dieser bezeichnete den Bund-Future als „Short-Position des Lebens“. Diese Aussage führte am 22.04.2015 zu einem kleinen Kursrutsch. Und das wenige Tage, nachdem der Bund-Future zuvor bei 160,32 Euro sein bisheriges…

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Donnerstag - DAX: Der Kampf mit der 11.311er Marke

Gestern hatte sich der DAX zum Handelsschluss hin wieder über die 11.311er Marke gerettet. Heute ist er zunächst wieder unter diese Marke gefallen, hat danach erneut die rote Konsolidierungslinie und sogar den alten Aufwärtstrendkanal von oben getestet. Anschließend konnte er sich erneut über die 11.311er Marke retten. Es handelt sich um eine schwierige Situation. Auf der einen Seite will der DAX die 11.311er Marke offensichtlich…

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Freitag - US-Arbeitsmarkt treibt Märkte an

Mit der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten zog heute der DAX mehr als zwei Prozent nach oben. Zunächst zu den Zahlen: Die Zahl der Beschäftigten in den USA außerhalb der Landwirtschaft stieg um 223.000. Analysten hatten mit einem Stellenzuwachs von 228.000 gerechnet. Allerdings wurde der Wert vom Vormonat deutlich revidiert: Für den März wurde nun ein Wert von nur 85.000 Stellen nach 126.000 zuvor gemeldeten Stellen veröffentlicht. Als Hintergrund für diese...

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Börsenüberblick


DAX

Der DAX zeigt mal wieder, wie perfekt die Target-Trend-Methode funktioniert. Nach dem Fehlsignal an der 12.277er Marke, das wir bereits früh, nämlich nach dem Rückfall vom zuvor gebildeten Hoch, als eben solches identifiziert hatten, ist der DAX zunächst zur blaugestrichelten Mittellinie des Rechtecks bei 11.794 Punkten gelaufen. Hier fluktuierte er eine Weile um diese Linie. Anschließend rutschte er dann idealtypisch zur unteren Rechteckbegrenzung bei 11.311 Punkten. Dort erholte sich der Kurs und versuchte, die Mittellinie von unten zu testen. Doch er konnte diese nicht ganz erreichen und „verletzte“ in der folgenden Abwärtsbewegung auch die 11.311er Marke, womit ein weiteres bearishes Signal ausgelöst wurde.

DAX - Target-Trend-Analyse

Die die Kreuzunterstützung aus rot gestrichelter Konsolidierungslinie und grüner Aufwärtstrendlinie sorgte dafür, dass der Kurs wieder nach oben drehte und deutlich anstieg. Das ist nun wieder bullish zu werten, da wir ein Fehlsignal nach unten gesehen haben, dass mit einem dynamischen Anstieg quittiert wurde.

Ein weiteres Zeichen der Stärke wäre, wenn der DAX nun die Mittellinie bei 11.794 Punkten erreichen kann. Sollte der DAX dann die Mittellinie auch noch nach oben überwinden, wäre das ein erstes, kleines bullishes Signal. Denn erst, wenn er die 12.277er Marke nachhaltig überwinden kann, wären das Fehlsignal vom Anfang April und das damit verbundene Warnsignal aufgehoben.

Fällt der DAX hingegen erneut unter die 11.311er Marke und dann auch unter die Kreuzunterstützung, wird es wieder bearisher. Dann wäre das nächste Kursziel die Mittellinie des dunkelblauen Rechtecks bei 10.828 Zählern.

Sie sehen, wie gut die Target-Trend-Methode als Signalgeber funktioniert und wie man sich von Linie zu Linie orientieren kann. Das Interessante daran ist, dass alle diese Linien in dem Chart Widerstands- und Unterstützungslinien sind, die in der klassischen Charttechnik überhaupt nicht existieren. Schließlich befinden wir uns auf Allzeithochniveau und dort gibt es eben keine Widerstände und Unterstützungen, da keine historischen Vergleichspunkte existieren. Hier kann tatsächlich nur die Target-Trend-Methode weiterhelfen. Und wie genau sie das tut, zeigt sich einmal mehr in der aktuellen Entwicklung.

Die Leser des „Target Trend Spezial“ konnten aufgrund unserer Analysen, die dort auch im Stunden- und 5-Minuten-Chart stattfinden, diverse Gewinntrades mitmachen, während der DAX Verluste anhäufte. Und am Freitag konnten sie rund 200 DAX-Punkte Gewinn mit einem Long-Trade erzielen.


Bund-Future

Nachdem wir im Wochenrück- und Ausblick den Bund Future schon ausführlich thematisiert haben, kommen wir nun auch noch zu einer Chartanalyse nach der Target-Trend-Methode. In unserem Signaldienst „Target Trend Spezial“ hatten wir schon vor dem Kursrutsch mehrfach darauf hingewiesen, dass Long-Trades im Bund-Future angesichts des extrem hohen Niveaus, auf dem sich der Rentenindex befand (und auch jetzt noch befindet), spekulativ und sehr risikoreich seien. Entsprechend wurden die Leser vor den aktuellen Verlusten verschont.

Bund Future - Target-Trend-Analyse

Sie konnten sogar mithilfe der Target-Trend-Methode Gewinne per Short-Trading erzielen, weil wir scharfe Kursrücksetzer ankündigten und in der Analyse vom 27. April die Kursmarken und Target-Trend-Linien auf der Unterseite (siehe Chart) korrekt beschrieben.

Zudem schrieben wir in der vorbörslichen Analyse vom Freitag, dass die lange Lunte der Tageskerze von Donnerstag bereits einen Sell-Off dargestellt haben dürfte. Die Körper der beiden vorangegangenen Tageskerzen lagen jeweils oberhalb der Rechteckgrenze bei 153,6 Punkten, womit diese auf Tagesschlusskursebene bislang verteidigt wurde. Unterstützt durch die Käufe der EZB bzw. der Bundesbank gingen wir daher davon aus, dass die Bullen wieder Stärke zeigen können. Tatsächlich setzte im anschließenden Kursverlauf vom vergangenen Freitag die Tageskerze im Tief exakt auf der Rechteckgrenze bei 153,6 Punkten auf, womit deren Relevanz bestätigt wurde. Anschließend legte der Kurs weiter zu.

Um nun ein weiteres Signal der Stärke zu senden, müssten die Bullen den Kurs aus dem flachen grünen Trendkanal wieder heraustreiben. Dann könnten auf dem Weg nach oben die Konsolidierungslinie und die Mittellinie bei 156,6 Punkten Hürden darstellen. Anschließend gilt es, den steilen Trendkanal zurückzuerobern.

Auf der Unterseite kann die Rechteckgrenze bei 153,6 Punkten weiterhin ein Halt sein. Darunter wäre ein Erreichen der Mittellinie bei 150,6 Punkten möglich.


Termine der kommenden Woche

(Kalenderwoche 20)


Nachfolgend erhalten Sie eine Auswahl der Termine der kommenden Woche. Eine vollständige Übersicht haben wir für Sie auf unserer Homepage eingestellt. Der Wirtschaftskalender liefert Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen.


Montag,  11.05.2015

- EU Treffen der Eurogruppe in Brüssel
13:00 - GB BoE-Zinsentscheid
15:45 - EU Volumen der EZB-Käufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und ABS


Dienstag,  12.05.2015

20:00 - US Haushaltssaldo April
22:30 - US API Öl-Lagerbestände


Mittwoch,  13.05.2015

09:55 - DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor April (endgültig)
14:30 - US Einzelhandelsumsatz April
14:30 - US Ausfuhrpreise April
14:30 - US Einfuhrpreise April
16:00 - US Lagerbestände März


Donnerstag,  14.05.2015

14:30 - US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
14:30 - US Erzeugerpreisindex April


Freitag,  15.05.2015

08:00 - DE Handelsbilanzsaldo März
14:30 - US NY Empire State Index Mai
15:15 - US Industrieproduktion April
15:15 - US Kapazitätsauslastung April


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