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Inhaltsverzeichnis

Wochenrück- und Ausblick

Verehrte Leserin, verehrter Leser,

die vier führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben in ihrem Frühjahrsgutachten ihre Prognose für das laufende Jahr angehoben. Die Ökonomen rechnen nun mit einem Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent. Im Herbstgutachten 2014 waren sie lediglich von einem Anstieg um 1,2 Prozent ausgegangen.

Stockstreet läuft den Wirtschaftsforschern vorweg

Als Begründung wurde genannt, dass der niedrige Ölpreis den Deutschen mehr Geld für den Konsum übrig lässt und der niedrige Euro die Exporte begünstigt. Im Steffens Daily konnte man diesen Zusammenhang bereits im vergangenen Jahr lesen, zum Beispiel in der Ausgabe vom 4. November („Öl und Euro, der Turbo-Effekt für den DAX?“), bevor der DAX seine starke Rally gestartet hat.

DAX läuft der Realwirtschaft vorweg

Und so erklärt sich nun auch der starke Anstieg seit Anfang dieses Jahres. Der DAX setzte nach der langen Seitwärtsbewegung im Jahr 2014 diese deutlich besseren Erwartungen längst um, womit die Kurse der Realwirtschaft wie üblich vorweg gelaufen sind.

Optimismus für Deutschland, Pessimismus für die USA

Während die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute für Deutschland Optimismus versprühen, klingen die Kommentare der Experten zur angelaufenen US-Bilanzsaison alarmierend: So erwarten die Analysten einen Umsatzrückgang von gut drei Prozent. Das wäre nicht nur der erste Umsatzrückgang seit dem Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007, sondern ein Umsatzrückgang bei den Unternehmen auf breiter Front war bislang häufig auch ein Zeichen für eine heraufziehende Rezession in den USA.

Kurze Verschnaufpause oder Trendwechsel?

Dabei fällt insbesondere der Vergleich zum zweiten Quartal 2001 ins Auge (siehe folgende Grafik). Damals wollten die meisten Anleger bestenfalls eine kurze Verschnaufpause nach der vorangegangenen starken Rally erkennen. Dennoch war die Rezession längst da und der vorangegangenen Übertreibung folgte bekanntlich ein kräftiger Abschwung der Aktienkurse.

Umsatzentwicklung vs. S&P500

Und eine weitere Zahl gibt dem Pessimismus der Experten Nahrung: So reduzierten die Analysten ihre Schätzungen für das Ergebnis des ersten Quartals seit dessen Beginn (01.01.2015) bis zum Beginn der Berichtssaison in der vorigen Woche von einem satten Plus von 11,9 % auf nunmehr -2,1 %. Einen Rückgang der Erwartungen in dieser Größenordnung in einem vergleichbaren Zeitraum hat es seit der Rezession während der Finanzkrise nicht mehr gegeben (siehe folgende Grafik):

Veränderung der Analystenerwartungen operative Gewinne S&P500

Allerdings ist dieser Rückgang der Analystenerwartungen den institutionellen Anlegern mittlerweile wohlbekannt. Er ist also in den Kursen längst eingepreist. Die nun folgenden tatsächlichen Ergebnisse werden „nur noch“ an diesen inzwischen deutlich reduzierten Erwartungen gemessen. Zudem leben die Anleger offenbar seit geraumer Zeit (seit dem zweiten Quartal 2011) sehr gut damit, dass die Analystenschätzungen Quartal für Quartal nach unten reduziert werden.

Noch sind alle charttechnischen Trends völlig intakt und Top-Formationen nicht in Sicht. Selbst die laufende Konsolidierung der US-Indizes hat bullishen Charakter. Sollten sich hier aber Änderungen abzeichnen, dann müsste man sich überlegen, in den Bären-Modus umzuschalten.


Ihr
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Die Woche aus Sicht des "Steffens Daily"


Montag - Krisenhafte Quartalssaison?

Während in Deutschland und Europa viele Anleger eine Börsenpause einlegten und ihre Osterferien genossen, begann in den USA die Berichtssaison zum ersten Quartal. Und die hat es in sich. Die Kommentare der Experten klingen jedenfalls alarmierend: So erwarten die Analysten einen Umsatzrückgang von gut drei Prozent. Das ist nicht nur der erste Umsatzrückgang seit dem Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007. Ein Umsatzrückgang auf breiter Front bei den Unternehmen war...

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Dienstag - DAX kämpft um das nächst höhere Rechteck

Der DAX hat die 12.277-Punkte-Marke nun auch überwunden und erreichte mit 12.390 Punkten sein vorläufiges Hoch. Sie sehen, dass sich der DAX damit immer noch im grünen Aufwärtstrendkanal befindet und das nächst höhere Rechteck erreicht hat. So gesehen ist in der Urlaubszeit eigentlich nichts passiert, was  außerhalb der zuvor hier vorgestellten Prognosen lag. Gut so. Nun können wir uns es wieder einfach machen: Gelingt dem DAX der nachhaltige Vorstoß in…

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Mittwoch - Euro STOXX 50 bricht aus Abwärtstrend aus!

Vielleicht erinnern Sie sich noch: Ich hatte Ihnen vor den Ferien den Chart vom Euro STOXX 50 vorgestellt. Damals stand dieser Index kurz davor, seinen langjährigen Abwärtstrend zu brechen. Dazu noch einmal der nun aktualisierte langfristige Chart: In diesem Chart sehen Sie bereits, dass es dem Euro STOXX 50 tatsächlich gelungen ist, den seit dem Jahr 2000 gültigen Abwärtstrend nach oben zu durchbrechen. Das ist das erste bullishe Zeichen seit 2007. Sollte sich jetzt …

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Donnerstag - Wirtschaftswachstum: Optimistischer Ausblick für 2015

Die vier führenden Wirtschaftsforschungsinstitute heben in ihrem Frühjahrsgutachten ihre Prognose für das laufende Jahr an. Die Ökonomen rechnen nun mit einem Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent. Im Herbstgutachten 2014 waren sie lediglich von einem Anstieg um 1,2 Prozent ausgegangen. Als Begründung wurde genannt, dass der niedrige Ölpreis den Deutschen mehr Geld für den Konsum übrig lässt und der niedrige Euro die Exporte begünstigt. Gut, dass Sie…

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Freitag - Auch der Euro STOXX 50 kämpft mit einem wichtigen Widerstand (Ausgabe vom 27.03.2015)

Die groben Kennzahlen für den DAX hatte ich gestern abgesteckt, so dass Sie wissen sollten, was bei welchen Marken zu tun ist. Werfen wir aber noch einen Blick auf den kurzfristigen Chart, den ich Ihnen in den vergangenen Tagen vorgestellt hatte: Aus dem Dreieck ist nun ein klarer Abwärtstrend geworden. Es ist immer wieder interessant, wie genau die Charttechnik funktioniert. Eine abwärts gerichtete Konsolidierung in einem starken Aufwärtstrend ist meistens...

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Börsenüberblick


Euro STOXX 50

Dem Euro STOXX 50 ist es gelungen, den seit dem Jahr 2000 gültigen Abwärtstrend nach oben zu durchbrechen.

EURO STOXX 50 - Chartanalyse

Sollte sich jetzt, eventuell erst nach einem Test dieses Trends von oben, eine weitere dynamische Aufwärtsbewegung anschließen, würde dieser Ausbruch bestätigt. Erst einmal sollte der Index dann die psychologisch wichtige Marke von 4.000 Punkten anlaufen. Wird diese auch überwunden, und das mit einer überzeugenden Dynamik, müssen wir damit rechnen, dass auch das Hoch aus dem Jahr 2007 bei 4.527 Punkten angelaufen wird.


DAX-Kursindex

Während der Euro STOXX 50 sein Hoch aus dem Jahr 2007 noch nicht annähernd erreicht und jüngst sogar erst noch mit einer Abwärtstrendlinie gekämpft hat, befindet sich der DAX längst schon auf neuen Allzeithochs. Dazu muss man wissen, dass der Euro STOXX 50 ein Kursindex ist, während es sich beim allgemein bekannten DAX um einen Performance-Index handelt.

Bei einem Performanceindex werden die Dividenden und sonstige Einnahmen aus dem Besitz von Aktien mit in den Kurs eingerechnet („Total Return“-Ansatz), während beim Kursindex der Indexstand ausschließlich aufgrund der reinen Aktienkurse berechnet wird. Logischerweise entwickelt sich daher ein Performanceindex deutlich besser als ein Kursindex und die Schere geht umso weiter auseinander, je höher die Dividendenausschüttungen sind.

Aber es gibt auch einen DAX-Kursindex. Im folgenden Chart sieht man, dass der DAX-Kursindex gerade sein Allzeithoch überwunden hat, während der Euro STOXX 50 noch deutlich darunter notiert.

DAX-Kursindex vs. EURO STOXX 50

Diese unterschiedliche Entwicklung hat neben einer anderen Branchengewichtung auch etwas damit zu tun, dass sich die deutsche Wirtschaft deutlich besser entwickelt hat als die Wirtschaft im gesamten Euroraum.

Interessant ist der DAX-Kursindex-Chart aber noch aus einem anderen Grund. Wenn der Kursindex gerade sein Allzeithoch überwunden hat, ist dies natürlich auch ein sehr bullishes Zeichen. Dieses wurde durch den Ausbruch des Euro STOXX 50 über seinen Abwärtstrend bestätigt. Eigentlich müsste man nun also von einem weiteren, starken Anstieg ausgehen. Es wird aber darauf ankommen, ob diese Ausbrüche der beiden Indizes auch nachhaltig werden können. Erst einmal kam es jedoch zu einer starken Gegenbewegung. Damit wird es nun sehr spannend. Entschieden ist noch nichts.


Termine der kommenden Woche

(Kalenderwoche 17)


Nachfolgend erhalten Sie eine Auswahl der Termine der kommenden Woche. Eine vollständige Übersicht haben wir für Sie auf unserer Homepage eingestellt. Der Wirtschaftskalender liefert Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen.


Montag,  20.04.2015

08:00 - DE Erzeugerpreise März
12:00 - DE Bundesbank-Monatsbericht April
14:30 - US Chicago Fed National Activity Index März
15:45 - EU Volumen der EZB-Käufe von Staatsanleihen, Pfandbriefen und ABS


Dienstag,  21.04.2015

11:00 - DE ZEW-Konjunkturerwartungen April
11:00 - EU ZEW-Konjunkturerwartungen April
11:00 - EU Öffentliche Finanzen 2014


Mittwoch,  22.04.2015

15:00 - US FHFA-Hauspreisindex Februar
16:00 - EU Verbrauchervertrauen April
16:00 - US Verkauf bestehender Häuser März
16:30 - US Rohöllagerbestände


Donnerstag,  23.04.2015

09:30 - DE Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe April (vorläufig)
09:30 - DE Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor April (vorläufig)
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe April (vorläufig)
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor April (vorläufig)
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Composite April (vorläufig)
14:30 - US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
15:45 - US Markit Einkaufsmanagerindex Verarbeitendes Gewerbe April (vorläufig)
16:00 - US Neubauverkäufe März


Freitag,  24.04.2015

10:00 - DE ifo-Geschäftsklimaindex April
14:30 - US Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter März


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