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Inhaltsverzeichnis

Wochenrück- und Ausblick

Verehrte Leserin, verehrter Leser,

die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft in den USA ist zwar im Vergleich zum Vormonat auf 257.000 gesunken, Analysten hatten allerdings lediglich mit einem Wert von 234.000 gerechnet. Die Erwartungen wurden somit übertroffen.

US-Arbeitsmarktdaten der Vormonate kräftig nach oben revidiert

Aber das ist nicht alles: Der Vormonatswert wurde stark nach oben revidiert, von zuvor gemeldeten 252.000 auf jetzt 329.000. Auch der Wert für November wurde deutlich nach oben korrigiert: Anstelle von zuerst veröffentlichten 353.000 wurde nun ein Wert von 423.000 Stellen gemeldet. Damit sind in den beiden Vormonaten insgesamt knapp 150.000 Stellen mehr geschaffen worden als nach den ersten Berechnungen.

US-Arbeitsmarktdaten

Der US-Arbeitsmarkt zeigt sich offensichtlich trotz der Schwierigkeiten der Öl-Fracking-Industrie überaus robust.

Sind die US-Arbeitsmarktdaten gut oder schlecht für die Märkte?

Im Moment ist aber einfach nicht klar, ob gute US-Arbeitsmarktdaten schlecht sind, weil sie frühere Zinsanhebungen seitens der Fed in Aussicht stellen, oder gut, weil die US-Wirtschaft dann Zinserhöhungen besser verkraftet. Dies zeigte sich auch in den Marktreaktionen direkt im Anschluss an die Veröffentlichung der Daten.

DAX zeigt ausschließlich Zeichen der Stärke

Blickt man einige Tage zurück, dann war bislang die Stimmung der Anleger hierzulande jedenfalls sehr bullish. Denn der DAX ist in kurzer Zeit um 10 Prozent gestiegen. Fraglich ist, wie lange sich der Index von der Entwicklung in den USA abkoppeln kann. Zumal er eigentlich mit dem schnellen Anstieg kurzfristig überhitzt ist. Und in einem „normalen“ Markt wäre eine Konsolidierung überfällig. Als Charttechniker könnte man sogar einen gesunden Retest an die wichtige 10.000er Marke erwarten, immerhin hat der DAX mit dieser über ein Jahr lang gekämpft.

Aber mit Blick auf die Geldpolitik der EZB ist der Markt nicht „normal“ und irgendwie will der DAX einfach nicht zurücksetzen. Jeder Konsolidierungsansatz wird wieder gekauft und das trotz all der „Krisennachrichten“, die immer noch Tag für Tag über die Ticker laufen. Mehr als kleine Konsolidierungen (rot im folgenden Chart) sind einfach nicht drin.

DAX - Chartanalyse

Seit dem Ausbruch über die 10.000er Marke liefert der Index eigentlich nur Signale der Stärke. So testete er in der ersten nennenswerten Konsolidierung nicht einmal, wie es eigentlich zu erwarten gewesen wäre, die 10.000er Marke von oben (roter Pfeil 1). Er stieg stattdessen bereits deutlich vorher wieder weiter an.  Bei der nächsten größeren Konsolidierung blieb eine zuvor entstandene Kurslücke (grünes Rechteck) offen (siehe schwarzer Pfeil 2). Und anschließend kam es bei jeder der folgenden Konsolidierungen zu einem höheren Tief (blaue Pfeile 3).

Aufgestauter Druck entlädt sich

Dass der DAX nach dem erfolgreichen Ausbruch über die 10.000er Marke in einem Satz in Richtung 11.000 Punkte läuft, war durchaus abzusehen. Immerhin baute der DAX zuvor mehrere Monate lang durch eine Seitwärtsphase Druck auf.

Bleiben Korrekturen aus, könnte sich der Trend verstärken

Im Extremfall könnte sich dieser Anstieg ohne größere Abwärtskorrekturen sogar noch eine Weile fortsetzen. Viele Trader und institutionelle Investoren warten auf einen Rücksetzer, um dann wieder oder weiter in den Markt einzusteigen. Bleibt diese Korrektur aber aus und steigen die Kurse einfach weiter, werden sich die abwartenden Anleger gezwungen fühlen, auf den fahrenden Zug aufzuspringen, einfach aus dem Grund, damit die Rally nicht vollkommen an ihnen vorbeirennt. Das kann zu einer starken Trendbewegung nahezu ohne größere Konsolidierungen führen.

Je höher die Chancen, desto höher die Risiken

Die Wahrscheinlichkeit für ein solches Szenario ist angesichts der Geldpolitik der EZB bei niedrigem Euro und billigen Energiekosten so hoch wie selten zuvor. Aber die Risiken sind ohne Frage eben auch ungewöhnlich hoch (vor allem aus der geopolitischen Richtung wie Griechenland, Ukraine, u.a.). Doch so ist es eigentlich immer an den Börsen: Je höher die Chancen, desto höher die Risiken…

Ihr
Stockstreet-Team


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Die Woche aus Sicht des "Steffens Daily"


Montag - Die Januar-Regel - und worauf Sie dabei achten sollten

Sie haben bestimmt schon von der Januar-Regel an den Börsen gehört: „Wie der Januar, so das gesamte Jahr.“ Im Internet kursieren derzeit wieder diverse Betrachtungen zu dieser Regel. Weil der Januar an den US-Börsen mit Verlusten zwischen 2,1 % und 3,7 % zu Ende ging, wird nun mitunter auch ein schwarzes Börsenjahr 2015 beschworen. Doch gemach: Lassen Sie sich davon nicht verunsichern. Immerhin sind diese Stimmen schon leiser geworden, nachdem diese Regel...

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Dienstag - Die Target-Trend-Methode spielt ihre Stärken aus (Ausgabe vom 27.01.2015)

In dem Bereich, in dem sich der DAX jetzt aufhält, zeigt sich die hohe Überlegenheit der Target-Trend-Methode gegenüber der klassischen Charttechnik. Da wir das Allzeithoch überschritten haben, gibt es nach der klassischen Charttechnik keine klaren Widerstandslinien mehr – wir befinden uns quasi im luftleeren Raum. Ohne Orientierungsprobleme lässt sich hingegen die Target-Trend-Methode weiterhin verwenden. Hier gehen die Widerstands-…

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Mittwoch - Trotz guter Prognosen kein Gewinn

Wenn man sich den DAX anschaut, könnte man meinen, er habe Fieber, so wie die Kurse steigen und steigen. In der Analyse des DAX nach der Target-Trend-Methode bestätigten sich in den vergangenen Tagen eindrucksvoll die gennannten Linien. Zunächst konnte der DAX mit einer Aufwärtslücke (Gap) starten, so dass er sowohl die Mittellinie des aktuellen Rechtecks bei 10.828 Punkten, als auch die obere Begrenzungslinie des alten Trendkanals (grün) überwand. Er schaffte es dann…

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Donnerstag - Wie eine massive Übertreibung im DAX entsteht

Der DAX ist in kurzer Zeit um 10 Prozent gestiegen. Für eine solche Rendite muss man auf einem Sparbuch schon ein paar Jahre durchhalten. Eigentlich ist der DAX kurzfristig überhitzt, eine Konsolidierung wäre in einem normalen Markt überfällig. Auch wir als Charttechniker erwarten natürlich den gesunden Retest an die wichtige 10.000er Marke. Immerhin hat der DAX mit dieser über ein Jahr gekämpft. Aber irgendwie…

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Freitag - US-Arbeitsmarkt zeigt sich unerwartet robust

Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft in den USA ist auf 257.000 gesunken. Allerdings hatten Analysten lediglich mit einem Wert von 234.000 gerechnet. Die Erwartungen wurden somit übertroffen. Aber das ist nicht alles: Der Vormonatswert wurde stark nach oben revidiert, von zuvor gemeldeten 252.000 auf jetzt 329.000. Auch der Wert für November wurde deutlich nach oben korrigiert: Anstelle...

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Börsenüberblick


DAX

Wenn man sich den DAX anschaut, könnte man meinen, er sei von der Fieberwelle erfasst worden, die gerade über Deutschland schwappt, so wie die Kurse im Index steigen und steigen. Unabhängig davon bestätigen sich aber in der Analyse des DAX nach der Target-Trend-Methode die eingezeichneten Linien, womit sich zeigt, dass diese selbst in ungewöhnlichen Phasen hervorragend funktionieren:

DAX - Target-Trend-Analyse

Zunächst stieg der DAX exakt bis an die Mittellinie bei 10.828 Punkten, konnte dann mit einer Aufwärtslücke (Gap) ausbrechen und dabei auch die obere Begrenzungslinie seines breiten Trendkanals (grün) überwinden. Er schaffte es auch noch kurzzeitig, die (untergeordnete) graue Trendlinie zu überwinden, fiel dann aber zum Handelsschluss am Dienstag wieder genau auf diese zurück.

Am Mittwoch scheiterte der DAX an dieser grau gestrichelten Trendlinie und fiel zurück, womit zunächst einmal das Gap geschlossen wurde – ein solcher Gap-Close (Schließen einer Kurslücke im Chart) ist nicht ungewöhnlich, sondern eher typisch.

Sie sehen, wie unglaublich perfekt sich der Kursverlauf an die Target-Trend-Linien hält. Und daraus lassen sich perfekte Signale für das Trading ableiten (siehe Leseproben zum Target Trend Spezial).

Es muss nun abgewartet werden, ob dem DAX nach dem Gap-Close eine Wiederaufnahme der Aufwärtsdynamik gelingt. In diesem Fall lautete das nächste Kursziel 11.311 Punkte. Sollte er jedoch wieder zurückfallen, könnte ein Test der 10.345er Rechteckgrenze und sogar der psychologisch wichtigen 10.000-Punkte-Marke drohen.


EUR/USD

Nach dem Einbruch der vergangenen Wochen haben wir im Euro inzwischen eine erste, ernstzunehmende Gegenbewegung erleben können. Damit stellt sich natürlich nun die Frage, ob der Euro dabei ist, einen tragfähigen Boden auszubilden. Eine alte Börsenweisheit lautet: Der erste Boden ist selten der letzte. Oder als Tradingregel formuliert: Lass den ersten Boden fallen und trade den zweiten.

Charttechnisch gibt es einen Grund für die jüngste Gegenbewegung. Um diesen allerdings zu erkennen, muss man weit zurückgehen – in eine Zeit, in der der Euro noch gar nicht existierte. Die Kursbewegungen im folgenden Chart sind daher durch eine Zurückberechnung entstanden:

EUR/USD - Chartanalyse

Zunächst ist hier ein Abwärtstrend (rot) innerhalb einer sehr breiten Aufwärtsbewegung (blaue Linien) zu erkennen. Demnach hat der Euro noch viel Platz nach unten. Die aktuelle Gegenbewegung startete an einem Unterstützungsbereich (grünes Rechteck), der grob zwischen 1,046 und 1,121 EUR/USD liegt. Es kann sein, dass sich in den kommenden Wochen in diesem Bereich ein Boden ausbildet.

Die Gegenbewegung der vergangenen Handelstage liefert für sich genommen bisher noch keine Hinweise auf einen Boden. Sie ist bisher lediglich eine erste einfache Reaktion auf den Unterstützungsbereich. Die Luft nach unten wird ohne Frage immer dünner, da der Euro stark überverkauft ist. Aber für einen echten, soliden Boden müsste sich erst einmal eine stabile Umkehrformation entwickeln. Und diese sollte man für langfristige Long-Positionen zunächst abwarten.


Öl

In den vorangegangenen Ausgaben der Börsenwoche  konnten Sie lesen, dass der Ölpreis einen Boden ausbildet. Aus charttechnischer Sicht konnte man ein aufsteigendes Dreieck erkennen, das auch als Bodenformation dienen konnte. So ist es tatsächlich gekommen: Inzwischen ist der Kurs aus dieser Formation erfolgreich nach oben ausgebrochen. Der Ölpreis stieg an den folgenden Handelstagen auf knapp 60 Euro bzw. um knapp 20 Prozent.

Brent-Öl - Bodenbildung nach Kursrückgang

Wenn es stimmt, dass Fracking erst ab einem Kurs von 70 Dollar profitabel ist, wird der Ölpreis sich wahrscheinlich im Laufe des Jahres im Bereich von 70 bis 90 Dollar einpendeln. Weniger eindeutig ist, was in den kommenden Tagen geschieht. Ein Retest der 50er Marke, die Wiederaufnahme des Abwärtstrends und natürlich weiter steigende Kurse, alles ist im Moment möglich. Hier müssen nun erst klarere Signale ausgebildet werden.


Termine der kommenden Woche

(Kalenderwoche 7)


Nachfolgend erhalten Sie eine Auswahl der Termine der kommenden Woche. Eine vollständige Übersicht haben wir für Sie auf unserer Homepage eingestellt. Der Wirtschaftskalender liefert Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen.


Montag,  09.02.2015

08:00 - DE Außenhandel Dezember
08:00 - DE Umsatz verarb. Gewerbe Dezember


Dienstag,  10.02.2015

16:00 - US Großhandel Dezember


Mittwoch,  11.02.2015

20:00 - US Staatshaushalt Januar


Donnerstag,  12.02.2015

08:00 - DE Verbraucherpreise Januar
11:00 - EU Industrieproduktion Dezember
14:30 - US Einzelhandelsumsatz Januar
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 - US Lagerbestände Dezember


Freitag,  13.02.2015

08:00 - DE Großhandelspreise Januar
08:00 - DE BIP 4. Quartal
11:00 - EU Außenhandel Dezember
11:00 - EU BIP 4. Quartal
14:30 - US Außenhandelspreise Januar
15:55 - US Verbraucherstimmung Uni Michigan Februar


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