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Inhaltsverzeichnis

Wochenrück- und Ausblick

Verehrte Leserin, verehrter Leser,

in dieser Woche startete die US-Berichtsaison zum vierten Quartal 2014 wie gewohnt mit dem Aluminiumhersteller Alcoa. Das Unternehmen verzeichnete einen ordentlichen Umsatz- und Gewinnanstieg. Da Alcoa das erste Unternehmen ist, das seine Zahlen in den USA veröffentlicht und zudem Aluminium von vielen Branchen genutzt wird, werden die Zahlen von Alcoa oft als Indikator für die weitere Entwicklung der Unternehmensmeldungen der verarbeitenden Industrie in den USA genutzt. Insofern lässt sich aus den Alcoa-Zahlen schon eine erste positive Tendenz ablesen.

Verkaufe die Fakten

Doch denken Sie in diesem Zusammenhang an die alte Weisheit: Kaufe die Gerüchte, verkaufe die Tatsachen. Die Kurse steigen auf ein bestimmtes Ereignis hin, weil die Anleger eben auf dieses Ereignis wetten. Tritt dieses Ereignis ein (wie zum Beispiel gute Unternehmensdaten), nehmen viele Anleger den Gewinn mit. Und so kann eine gute Berichtssaison auch dazu führen, dass die Kurse im Verlauf fallen - so paradox das auch klingen mag.

Soweit die grundlegende Theorie. Aber wir wissen, dass es ganz so einfach dann aber doch nicht ist. Denn wenn der Ausblick eine weitere Steigerung der Ergebnisse verspricht, weil die Wirtschaft weiter wächst, kann es sein, dass diese Gewinnmitnahmen durch zusätzliche Käufe kompensiert werden.

Schwierige und meist unnötige Analysen

Und schon hängt man tief in der Melange der Unternehmensbewertungen, Ausblicke, Anlegerhoffnungen etc. Das ist etwas für die Research-Abteilungen der großen institutionellen Anleger. Einfacher ist es sich hinter den Markt zu stellen. Warten wir einfach ab, wie sich die Märkte im Verlauf der Berichtssaison entwickeln.

Schweizer Nationalbank schockt die Märkte

Viel wichtiger war in dieser Woche die Entscheidung der Schweizer Notenbank, völlig überraschend den vor mehr als drei Jahren beschlossenen Mindestkurs von 1,20 Schweizer Franken (CHF) aufzugeben. Der Euro fiel in einem Rutsch mehr als 30 Prozent ins Minus auf 0,8289 CHF (sprich der CHF steigt). 30 Prozent sind bei Devisen ganze Universen.

EUR/CHF - Kurseinbruch

Auch der Schweizer Aktienindex (SMI) reagierte sehr heftig auf diese Nachricht. Zwischenzeitlich lag der Index knapp 14 Prozent im Minus, erholte sich dann aber wieder etwas. Hintergrund dieses Einbruchs ist natürlich die Sorge, dass ein stark steigender Schweizer Franken die Schweizer Wirtschaft stärker belasten wird.

Erste Forex-Broker pleite – wenn das Unerwartete geschieht

Für einzelne Unternehmen hatte der Schritt der Schweizer Nationalbank, die Bindung an den Euro aufzugeben, bereits  dramatische Folgen. Der britische Broker Alpari UK und auch ein Broker in Neuseeland, Global Brokers, mussten Insolvenz anmelden. Weltweit sind weitere Forex-Broker in Schieflage geraten. Selbst der größte US-Forex-Broker FXCM hat durch den starken Anstieg des Schweizer Franken Verluste in Höhe von bis zu 225 Millionen Dollar erlitten und ist damit wohl ebenfalls in Schwierigkeiten geraten. Dazu die Kursentwicklung der börsennotierten FXCM:

FXCM - Kurseinbruch

Der schwarze Schwan

Es ist eben das, was schon so viele Broker, Fonds und Banken und andere ruiniert hat: An den Börsen kann immer alles passieren und auf jeden Fall schon mal das Unerwartete - das, womit niemand rechnet. Es kann sogar sein, dass die überraschende Franken-Kursentwicklung noch wesentlich größere Wellen schlägt.


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Die Woche aus Sicht des "Steffens Daily"


Montag - Ab sofort erhältlich: Der Stockstreet Jahresausblick 2015!

Die entscheidende Frage für uns alle ist natürlich, ob bzw. wie die Rally 2015 weitergeht. Aber auch andere Fragen stellen sich die Anleger: Wie ist die Stimmung der Anleger im sechsten Jahr des Bullenmarktes einzuschätzen? Wo sind die Kurse eventuell bereits überhitzt und wo lohnt ein genauerer Blick auf aussichtsreiche Aktien? Wie werden Euro- bzw. Dollarkurs und der drastisch gesunkene Ölpreis die Konjunktur diesseits und jenseits des Atlantiks beeinflussen?...

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Dienstag - Alcoa erfreut die Anleger

Gestern startete die US-Berichtsaison zum vierten Quartal 2014 wie gewohnt mit dem Aluminiumhersteller Alcoa. Das Unternehmen verzeichnete einen ordentlichen Umsatz- und Gewinnanstieg. Hierfür gab es zwei Gründe: Einerseits stieg die Nachfrage nach Aluminium und damit auch der Preis. Zum anderen muss man für die Aluminiumherstellung sehr viel Energie aufwenden, so dass sich der rückläufige Ölpreis ebenfalls unterstützend auswirkte…

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Mittwoch - Von der positiven und negativen Deflation

Im Moment geistert durch die Börsen-Medien der Hinweis, dass der crashartig fallende Ölpreis die Deflationsgefahren erhöht und dies schlecht für die Wirtschaft sei. Es ist wieder so eine Argumentation, die, wenn man sie komplett durchdenkt, wenig Sinn macht. Gut, ich vertrete selten die Massenmeinung, was die Themen Deflation und Inflation anbetrifft. Einige von Ihnen werden sich noch erinnern, wie ich in den Jahren nach dem Immobiliencrash…

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Donnerstag - Schweizer Nationalbank treibt DAX auf über 10.000 Punkte

Es gibt Tage an den Börsen, da wundert man sich nur noch. Schauen Sie sich folgenden Chart an, der aussieht als ob die Kursversorgung temporär zusammengebrochen wäre: Doch es gibt einen fundamentalen Grund für diesen Kurseinbruch: Die Schweizer Notenbank gibt völlig überraschend den vor mehr als drei Jahren beschlossenen Mindestkurs von 1,20 Schweizer Franken (CHF) auf und schon rasselt der Euro in einem Rutsch mehr als 30 Prozent ins…

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Freitag - Erste Forex-Broker pleite – wenn das Unerwartete geschieht

Der Schritt der Schweizer Nationalbank, die Bindung an den Euro aufzugeben, hat dramatische Folgen. Der britische Broker Alpari UK musste Insolvenz anmelden, und selbst ein Broker in Neuseeland, Global Brokers, stellt den Betrieb ein. Weltweit sind weitere Forex-Broker in Schieflage geraten – es kann sogar sein, dass das noch wesentlich größere Wellen schlägt. Selbst der größte US-Forex-Broker FXCM hat durch...

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Börsenüberblick


DAX

Der DAX hat in dieser Woche zunächst ein positives Signal ausgebildet, als er aus einer kurzfristigen Dreiecksformation (blaue Linie im folgenden Chart), über die wir bereits vor einer Woche berichteten, nach oben ausgebrochen war.

DAX - Target-Trend-Analyse

Zwar geriet der Kurs nach der Entscheidung der Schweizer Nationalbank noch einmal unter Druck, konnte sich aber an der schwarzen Linie fangen (roter Pfeil) und dann wieder zulegen und sogar ein neues Allzeithoch ausbilden.

In der Analyse vor einer Woche schrieben wir, dass Dreiecke Trendfortsetzungsformationen sind. Da sich der DAX aber in einer übergeordneten Seitwärtsbewegung befand, sollte das wirklich bullishe Signal erst generiert werden, wenn der DAX sein Allzeithoch überwindet und anschließend dynamisch weiter steigt. Das Allzeithoch hat er geknackt, jetzt ist nur noch die Frage offen, ob er dynamisch weiter steigt.


Öl (Brent)

Zu dem Unerwarteten, über das wir eingangs berichteten, passt auch der Ölpreis, der von 160 Dollar auf 46 Dollar eingebrochen ist – damit hatte auch niemand gerechnet. Doch jetzt könnte sich ein Boden ausbilden. Im folgenden Chart zu erkennen ist, dass die 50er Marke gerissen wurde und Öl noch auf 46,31 Dollar zurückging. Doch dann kam keine weitere Abwärtsdynamik mehr auf.

Brent-Öl - Bodenbildung nach Kursrückgang?

Auch ein erneuter Abverkauf am Donnerstag führte nicht zu neuen tieferen Tiefs. Das sind erste zarte (!) Hinweise, dass sich jetzt ein Boden ausbildet und sich der Ölpreis dann auch mittelfristig bei der 50-Dollar-Marke fängt.


Termine der kommenden Woche

(Kalenderwoche 4)


Nachfolgend erhalten Sie eine Auswahl der Termine der kommenden Woche. Eine vollständige Übersicht haben wir für Sie auf unserer Homepage eingestellt. Der Wirtschaftskalender liefert Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen.


Montag,  19.01.2015

- US Feiertag - Martin Luther King, Jr. Day
- US New York Stock Exchange geschlossen
10:00 - EU EZB Leistungsbilanz Eurozone November
11:00 - EU Produktion Baugewerbe November


Dienstag,  20.01.2015

08:00 - DE Erzeugerpreise Dezember
16:00 - US NAHB/WF Hausmarktindex Januar


Mittwoch,  21.01.2015

09:30 - DE Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Januar
09:30 - DE Dienstleistungsindex Januar
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Eurozone Januar
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen Eurozone Januar
14:30 - US Wohnbaubeginne Dezember
14:30 - US Wohnbaugenehmigungen Dezember


Donnerstag,  22.01.2015

11:00 - EU Verbrauchervertrauen Januar
13:45 - EU EZB Ratssitzungsergebnis
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 - US FHFA Hauspreisindex November


Freitag,  23.01.2015

14:30 - US Chicago Fed National Activity Index Dezember


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