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Inhaltsverzeichnis

Wochenrück- und Ausblick

Verehrte Leserin, verehrter Leser,

mit dem Ausbruch des S&P 500 auf ein neues Jahres- bzw. Allzeithoch stellt sich derzeit die Frage nach der Nachhaltigkeit dieses Ausbruchs. Wichtig wäre für die Bullen, dass es zu Anschlusskäufen kommt.

Haben die Langfristanleger einen Kaufgrund?

Ob es zu diesen Anschlusskäufen kommt, hängt häufig auch von der fundamentalen Bewertung ab. Leider haben fundamental orientierte Investoren derzeit wenig Veranlassung, stärker zu investieren. Die zu Ende gehende Quartalsberichtssaison ist eher durchschnittlich verlaufen. Zwar haben knapp 75% aller Unternehmen des S&P 500 die Prognosen übertroffen, allerdings wurden die Prognosen vor und während der Berichtssaison immer wieder reduziert, weshalb die Messlatte relativ niedrig lag.

Eine eher durchschnittliche Berichtssaison

Das zeigt sich auch beim Vergleich der relevanten Wachstumskennziffern: So lag der Gewinnzuwachs mit +6,7% im Vergleich zum Vorquartal nur unwesentlich über dem Durchschnitt der vergangenen vier Quartale (+6,6%). Das Umsatzwachstum fiel mit +4,0% scheinbar deutlich stärker als dieser Durchschnitt (+3,3%) aus. Allerdings waren – bedingt durch den extrem kalten Winter in den USA – sowohl das vierte Quartal 2013 als auch das erste Quartal 2014 eher unterdurchschnittlich. Das verzerrt diesen Vergleich ein wenig. Im Vergleich zu den vergangenen zwölf Quartalen (+3,9%) fällt dieser Umsatzanstieg kaum noch aus dem Rahmen.

Analysten reduzieren ihre Gewinnschätzungen weiter

Derweil hält die Abwärtskorrektur der Gewinnschätzungen für die Folgequartale an. So erwarteten die Analysten vor dem Start der Berichtssaison zum dritten Quartal für das vierte Quartal einen Gewinnanstieg um 9,6%. Inzwischen reduzierten sie ihre Erwartung auf nur noch +4,4%.

S&P500 - Schätzungen operative Gewinne
Quelle: Standard & Poor‘s

Diese negative Tendenz setzt sich auch in den weiteren Quartalsschätzungen durch. Dadurch sinken die Erwartungen für das Jahr 2015, auf das die Anleger inzwischen ihre volle Aufmerksamkeit richten. Da jedoch gleichzeitig die Aktienkurse stiegen, gingen die fundamentalen Bewertungen nach oben: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt dadurch bei 15.

Nicht absolut, aber relativ günstig bewertet

Dennoch gibt es zu Aktien quasi derzeit keine Alternative, weil sie unter all den anderen völlig überteuerten Anlageklassen relativ die billigsten sind. Zumal wir uns im Bereich des Jahresendes befinden, weshalb es viele unterstützende Kräfte im Markt. Insbesondere die großen institutionellen US-Anleger werden wohl alles tun, um einen Einbruch zum Jahresende zu verhindern. Denn das würde die Jahresperformance und damit die Boni schmälern.

Genau das könnte andererseits auch zum Zünglein an der Waage werden. Sollte sich abzeichnen, dass die Trenddynamik der Jahresendrally ausbleibt, kann es schnell kritisch werden. Wenn der Markt nicht auf dem jetzigen Niveau gehalten werden kann, könnten sich viele der institutionellen Anleger genötigt fühlen, schnell zu verkaufen, eben auch um die Performance und damit die Boni zu sichern.


Ihr
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Die Woche aus Sicht des "Steffens Daily"


Montag - Stimmung und Fundamentaldaten nach dem Ausbruch

Mit dem Ausbruch des S&P 500 auf ein neues Jahres- bzw. Allzeithoch stellt sich die Frage nach der Nachhaltigkeit dieses Ausbruchs. Dabei spielen sowohl die Stimmungsanalyse als auch die fundamentale Bewertung eine Rolle. Bei der Stimmungsanalyse zeigt sich in verschiedenen Daten ein spürbarer bullisher Sentimentschub nach dem Ausbruch der Vorwoche. In den vielbeachteten Daten der American Association of Individual Investors...

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Dienstag - Öl und Euro, der Turbo-Effekt für den DAX? (Ausgabe vom 04.11.2014)

Ein wichtiger Punkt wird meines Erachtens zurzeit nicht genug beachtet. Denn nur sehr selten fallen sowohl der Euro als auch der Ölpreis derart eindeutig. Der seit dem Jahr 2009 existierende Aufwärtstrend im Ölpreis wurde eindeutig gebrochen. Die nächste wichtige Unterstützung liegt im Bereich der 70-Dollar-Marke und ist damit auch das nächste Kursziel. Im Moment hat der Ölpreis seit dem Hoch bereits mehr…

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Mittwoch - Charttechnik mit dem Hang zur Perfektion

Der DAX zeigt sich heute ein wenig verschnupft. Das hat zwei Gründe: Der erste ist, dass bei den US-Indizes, insbesondere beim S&P500, nach dem neuen Allzeithoch bisher keine Anschlusskäufe zu erkennen sind, die einen Dynamikzuwachs verursachen. Doch eben diese Anschlusskäufe und die steigende Dynamik nach dem Bruch eines derart wichtigen Widerstandes sind ein Kriterium, um die Qualität des Ausbruchs zu bestimmen. Und hier geht es wieder um ein…

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Donnerstag - Wann reagiert der DAX auf den schwächeren Euro?

Es ist schon erstaunlich. Ich erhielt zum gestrigen Steffens Daily mehrere Mails. Und einige Leser glauben wirklich, dass wir die Charts irgendwie nachträglich „frisieren“, um zu solchen Ergebnissen - wie gestern beschrieben - zu kommen. Ich kann diese Leser sogar verstehen: Nirgendwo wird mehr gelogen als im Internet, gerade wenn es um Geld oder Werbung geht. Das macht es natürlich schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. Aber die…

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Freitag - Das entscheidende Signal im S&P500 wurde ausgelöst (Ausgabe vom 07.11.2014)

Der S&P500 hat gestern sein Jahreshoch, die 2.019er Marke überwunden und damit auch die psychologisch wichtige 2.000er Marke. Nun stehen alle drei US-Indizes, der Nasdaq100, der S&P500 und der Dow Jones auf neuen Jahreshochs (Dow Jones und S&P 500 sogar auf neuen Allzeithochs). Das ist insoweit ein starkes, bullishes Signal. Natürlich kann es sich auch noch als Fehlsignal herausstellen, keine Frage. Doch das kann bei jedem Signal geschehen. Solche...

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Börsenüberblick


DAX

Der DAX konnte bisher die nach der Target-Trend-Methode höchst relevante 9.379er Marke nicht nachhaltig überwinden – insbesondere nicht auf Schlusskursbasis.

DAX - Target-Trend-Analyse

Hier zeigt sich wieder einmal die hohe Überlegenheit der Target-Trend-Methode gegenüber der klassischen Charttechnik, in der die 9.379er Marke kaum eine Bedeutung hat. Gleiches gilt für die rot gestrichelte Konsolidierungslinie, um die die laufende Korrektur im DAX herumpendelt.

Parallel zu der Konsolidierungslinie kann man (die beiden lila gefärbten) Linien ziehen, welche die Zwischenhochs und Zwischentiefs verbindet. Wie Sie vielleicht wissen, ist die Parallelität von Linien auch ein wichtiges Element der Target-Trend-Methode. Mit anderen Worten: Die bereits vor mehr als einem Jahr im Steffens Daily vorgestellte Konsolidierungslinie, die nichts anderes ist als eine Parallele einer Konsolidierung aus dem Jahr 2012 (!), gibt nicht nur die Abwärtsdynamik der aktuellen Trendbewegung an, sie wurde sogar zu deren Mittellinie. Dies belegt zusätzlich die unglaubliche Relevanz dieser Konsolidierungslinien und damit die Überlegenheit der Target-Trend-Methode im Vergleich zur klassischen Charttechnik.


S&P500

Bei den US-Indizes, insbesondere im S&P500, sind nach dem neuen (Allzeit-)Hoch bisher keine Anschlusskäufe zu erkennen, die einen Dynamikzuwachs hätten verursachen können. Doch nach dem Bruch eines derart wichtigen Widerstandes sind Anschlusskäufe und Dynamik wichtige Kriterien, um die Qualität eines Ausbruchs zu bestimmen.

Der S&P500 hat sein Hoch genommen, was ein bullishes Zeichen ist. Dieses wird aber erst dann signifikant, wenn es zu Anschlusskäufen und damit erkennbarer Aufwärtsdynamik kommt. Zumal der S&P500 derzeit nicht nur mit der 2.000er Marke, sondern auch mit den oberen Begrenzungen zweier Aufwärtstrendkanals kämpft.

S&P500 - Chartanalyse

Und damit geht es nicht nur um die Frage, ob die 2.000er Marke als psychologisch wichtiger Widerstand nach oben gebrochen wird, sondern auch darum, ob es zu einer Trendbeschleunigung kommt.

Um nachhaltiger steigen zu können, müsste der S&P500 also eine deutliche Trendbeschleunigung erkennen lassen, die dazu führt, dass die beiden Trends nach oben gebrochen werden. Andernfalls könnte es dazu kommen, dass im Rahmen einer Konsolidierung die unteren Begrenzungen der Trendkanäle angesteuert werden. Ein erster Hinweis für letzteres wäre, wenn die 2.000er Marke im S&P500 wieder nach unten gebrochen wird. Ein Test dieser Marke wäre hingegen als normal zu werten.  


EUR/USD

Der Euro nähert sich der 1,20er Marke. Im folgenden Chart ist eine Seitwärtsbewegung (blau) und ein möglicher Abwärtstrendkanal (rot) eingezeichnet. An der 1,20er Marke wird entschieden, ob sich die Seitwärtsbewegung oder der Abwärtstrend durchsetzt.

EUR/USD - Chartanalyse

Da die EZB über weitere Maßnahmen nachdenkt, um die Geldpolitik noch stärker zu lockern, sollte man davon ausgehen, dass der Euro weiter fällt und zumindest die 1,20er Marke noch erreicht wird. Da der Markt durch den steilen Abverkauf aktuell überverkauft ist, könnte es zuvor aber zu einem Retest der 1,266er Marke von unten komme. Dies muss abgewartet werden. Für eine mittelfristige Short-Positionierung auf den Euro ist zurzeit nicht mehr der beste Zeitpunkt.


Gold

Der Goldpreis hatte seine wichtige Unterstützung bei 1.180 USD dynamisch gebrochen, ist anschließend fast ungebremst auf der Mittellinie bei 1.132,50 USD aufgeschlagen (grüner Pfeil) und dann in einem Satz wieder bis an die 1.180er Marke zurückgesprungen (roter Pfeil). Nach einer anschließenden Konsolidierung gelang sogar mit einer langen Tageskerze die Rückkehr über die entscheidende Marke.

Gold - Target-Trend-Analyse

Damit haben wir es mit einer klassischen Bärenfalle zu tun, wenn sich der Kurs nun weiter gen Norden aufmachen oder zumindest sein Niveau halten kann. Die Grundlage für eine stärkere Gegenbewegung ist gelegt und die Rechteckgrenze bei 1.265 USD das Kursziel für die Bullen.

Kommt es zu einem erneuten Bruch der 1.180er Marke, wäre die Mittellinie des hellblauen Rechtecks bei 1.132,5 USD wieder das Kursziel. Im Falle eines weiteren Durchbruchs nach unten läge das übergeordnete nächste Ziel bei rund 1.000 USD.


Termine der kommenden Woche

(Kalenderwoche 47)


Nachfolgend erhalten Sie eine Auswahl der Termine der kommenden Woche. Eine vollständige Übersicht haben wir für Sie auf unserer Homepage eingestellt. Der Wirtschaftskalender liefert Ihnen neben den Terminen auch noch zusätzliche Informationen.


Montag,  17.11.2014

01:50 - JP BIP 3. Quartal
11:00 - EU Außenhandel September
14:30 - US NY Empire State Index November
15:15 - US Kapazitätsauslastung Oktober
15:15 - US Industrieproduktion Oktober


Dienstag,  18.11.2014

11:00 - DE ZEW Konjunkturerwartung November
14:30 - US Erzeugerpreisindex Oktober
15:00 - US Internationale Kapitalströme September
16:00 - US NAHB/WF Hausmarktindex November


Mittwoch,  19.11.2014

11:00 - EU Produktion Baugewerbe September
14:30 - US Wohnbaugenehmigungen Oktober
14:30 - US Wohnbaubeginne Oktober


Donnerstag,  20.11.2014

08:00 - DE Erzeugerpreise Oktober
09:30 - DE Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe November
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex verarb. Gewerbe Eurozone November
11:00 - DE ifo Weltwirtschaftsklima 4. Quartal
14:30 - US Verbraucherpreise Oktober
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 - US Philadelphia Fed Index November


Freitag,  21.11.2014

Keine wichtigen Termine


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