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Inhaltsverzeichnis

Wochenrück- und Ausblick

Verehrte Leserin, verehrter Leser,

Der DAX konnte in dieser Woche die 10.000-Punkte-Marke überwinden – allerdings bislang nur kurz. Hintergrund des Anstiegs ist, dass die EZB eine Reihe von Maßnahmen bekannt gegeben hat, um den deflationären Tendenzen in der EU entgegen zu wirken.

EZB liefert in den Erwartungen

Allerdings wurden diese Maßnahmen weitestgehend so erwartet. So soll die Wirtschaft mit neuen Krediten im Volumen von 400 Mrd. Euro unterstützt werden. Dabei versucht die EZB über weitere Regularien zu gewährleisten, dass die Banken das Geld auch wirklich der Wirtschaft zur Verfügung stellen.

Letzte Zinssenkung

Der Hauptrefinanzierungssatz wurde von 0,25 auf jetzt 0,15 Prozent reduziert. Nach Aussagen der EZB ist damit die Zinsuntergrenze erreicht. Das bedeutet, es wird keine weiteren Zinssenkungen mehr geben. Diese Aussage wird auch der Grund gewesen sein, warum EZB-Chef Mario Draghi ankündigte, die Vorbereitung für ein Kaufprogramm von besicherten Wertpapieren (Asset-backed Securities, ABS) zu forcieren.

Vorankündigung einer „Quantitativen Lockerung“

Dies wiederum wird von den Analysten als Vorankündigung einer „Quantitativen Lockerung“ (Quantitative Easing, QE) verstanden. Unter der Quantitativen Lockerung versteht man den Ankauf von Anleihen durch die Zentralbank. Es ist eine Möglichkeit, selbst dann, wenn die Zinsen nahe oder gleich Null notieren, die ohnehin schon expansive Geldpolitik noch auszuweiten.

Wie gesagt, die Maßnahmen wurden in etwa so erwartet und so kam es im DAX nach dem kurzen Anstieg über die 10.000er Marke zu den typischen Gewinnmitnahmen: Sell on good news. Nun wird es drauf ankommen, worauf die Anleger jetzt setzen.

Deflation, ick hör dir trapsen

Und dabei könnte folgende Information von Bedeutung sein: Die EZB rechnet zurzeit damit, dass die Inflation in den kommenden Jahren noch niedriger ausfallen wird, als bisher von ihr selbst angenommen wurde. Kurz: Die EZB sorgt sich um Deflationsgefahren. Das ist weniger erfreulich.

Das Problem für den Markt

Damit sind wir bei der wohl wichtigsten Frage der kommenden Monate bzw. vielleicht sogar Jahre: Kann die EZB eine Deflation im Euroraum verhindern? Diese Frage ist gerade auch für Börsianer von höchster Bedeutung. Nimmt man das Vorbild Japan für den erfolglosen Kampf gegen Deflation seit 1990 und schaut sich die Entwicklung des Nikkei seit damals an, ist zu erkennen, dass deflationäre Phasen nicht gut für die Börsen sind.

Nikkei

Seit dem Hoch im Jahr 1990 und dem folgenden Immobiliencrash, in dessen Folge wiederum deflationäre Tendenzen einsetzten, haben sich im Nikkei unter hoher und zunehmender Volatilität immer tiefere Tiefs ausgebildet.

Noch ist natürlich gar nicht sicher, ob die EZB die Deflation nicht doch in den Griff kriegt. Und so kann es sein, dass die Märkte aufgrund der höchst expansiven Geldpolitik weiter unterstützt bleiben.

Stellenverluste des 2008er Crashs wurden wieder ausgeglichen

Unterstützung erhielten die Märkte am Freitag noch von den US-Arbeitsmarktdaten. Im Mai wurden in den USA außerhalb der Landwirtschaft 217.000 neue Jobs geschaffen. Analysten hatten einen Stellenzuwachs um 210.000 erwartet. Damit stabilisiert sich der Wert auf über 200.000. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass die US-Wirtschaft so langsam in Fahrt kommt.

offizielle US-Arbeitsmarktdaten

Eine weitere, sehr interessante Nachricht: Nach fünf Jahren Erholungsphase der US-Wirtschaft wurden die Stellenverluste im Zuge des 2008er Crash in Höhe von 8,7 Millionen Stellen wieder ausgeglichen. Mit 138,5 Millionen beschäftigen Personen wurde das bisherige Rekordniveau vom Januar 2008 übertroffen. Damals waren es 138,4 Millionen Personen gewesen.

US-Arbeitsmarktdaten

Erinnert man sich daran, was im Jahr 2009 alles über den US-Arbeitsmarkt geschrieben wurde, insbesondere dazu, wie lange es dauern würde, bis dieser dramatische Stellenabbau wieder neutralisiert werden würde, dann ist es schon erstaunlich, dass es anstatt erwarteter 10, 15 oder sogar 20 Jahren tatsächlich „nur“ fünf Jahre gedauert hat.

Lassen Sie sich nicht von einer allgemeinen Massenpanik anstecken

Es ist neben vielen anderen Beispielen ein weiterer Beleg dafür, dass sich auch Analysten, Redakteure und Journalisten in solchen Krisen- und Crashphasen von einer allgemeinen Massenpanik anstecken lassen. Menschen, die in Panik geraten, haben eine gewisse Tendenz, die Realität düsterer zu sehen. Hoffentlich gehören Sie nicht dazu.


Ihr
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Die Woche aus Sicht des "Steffens Daily"


Montag - Markiert der ISM-Index einen Wendepunkt für die Märkte?

In der Vorwoche hatten die Börsianer Grund zum Feiern, nachdem mehrere Indizes – unter anderem der DAX und der S&P 500 – auf neue Allzeithochs ausgebrochen sind. In dieser Woche fordern etliche Termine wieder die ganze Aufmerksamkeit der Anleger. Am wichtigsten dürfte dabei die Veröffentlichung des ISM-Index in den USA sein. Die erste Juniwoche...

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Dienstag - Die EZB-Sitzung und das WM- und Sommerloch erhöhen das Risiko

Nach Redaktionsschluss gestern ging folgende Meldung ein: Dem Institute for Supply Management (ISM) ist am Montag ein Fehler unterlaufen. Ein Volkswirt von Stone & McCarthy Research Associates entdeckte, dass der veröffentlichte Wert zu niedrig war. Der Index ist also nicht auf 53,2 von zuvor 54,9 Punkte zurückgefallen, sondern auf 55,4 Punkte angestiegen. ISM begründete dies mit einem Software-Fehler. Der Wert macht tatsächlich…

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Mittwoch - Der Hardcore-Zock

Während der DAX in nervöser Lauerstellung liegt, um der Dinge zu harren, die morgen von der EZB kommen werden, erlauben Sie mir heute einmal, auf die extremen Möglichkeiten des Tradens einzugehen. Sie wissen, unsere Börsendienste und auch der Steffens Daily sind grundsätzlich seriös ausgerichtet. Wir streben langfristige Performance bei einem vernünftigen Chance / Risiko-Verhältnis an. Aber hin und wieder muss man einfach auch einmal unvernünftig sein …

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Donnerstag - Dax kurz über 10.000 Punkte und eine Flasche Wein!

Heute konnte der DAX mit einem Hoch bei 10.013 die 10.000-Punkte-Marke überwinden – allerdings vorerst nur kurz. Da wird doch heute eine Flasche guter Wein fällig. Sie erinnern sich vielleicht noch an die Prognose im Jahr 2009, als die (Börsen-)Welt unterzugehen schien. Damals prognostizierte ich – kurz nachdem sich die Tiefs ausgebildet hatten: Der DAX steigt auf…

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Freitag - US-Arbeitsmarkt erholt sich weiter

Im Mai wurden in den USA außerhalb der Landwirtschaft 217.000 neue Jobs geschaffen. Analysten hatten einen Stellenzuwachs um 210.000 erwartet. Damit stabilisiert sich der Wert auf über 200.000. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass die US-Wirtschaft so langsam in Fahrt kommt. Eine weitere, sehr interessante Nachricht: Nach fünf Jahren Erholungsphase der US-Wirtschaft wurden die Stellenverluste im Zuge des 2008er Crash in Höhe von 8,7 Millionen...

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Börsenüberblick


DAX

Der DAX konnte mit einem Hoch bei 10.013 die 10.000-Punkte-Marke überwinden – allerdings bislang nur kurz.

DAX - Target-Trend-Analyse

Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine derart wichtige Marke erst einige Male getestet wird, bis sie schlussendlich überwunden werden kann. Auf der anderen Seite ist natürlich auch noch nicht klar, ob sie überhaupt in den kommenden Wochen überwunden wird. Dazu muss man wissen, dass die Börse, wenn sie im Vorfeld und in froher Erwartung einer positiven Nachricht gestiegen ist, dann, wenn die Nachricht wie erwartet veröffentlicht wird, häufig dazu neigt, wieder einzubrechen. Die Weisheit dazu lautet: Sell on good news (Verkaufe bei guten Nachrichten).

Wir sehen im Chart, dass der DAX die blau gestrichelte Mittellinie des aktuellen hellblauen Rechtecks bei 9.862 Punkten überwunden und diese von oben getestet hat. Man muss durchaus mit einer längeren Fluktuation um diese Linie rechnen. Das wäre nicht ungewöhnlich uns sogar eher noch positiv zu werten.

Interessant ist, dass wir uns so langsam wieder einer neuen Konsolidierungslinie (dicke rot gestrichelte Linie) nähern, an der gewöhnlich Konsolidierungen ansetzen (siehe dazu auch die vorherige rot gestrichelte Konsolidierungslinie).

Auf dem Kreuzungspunkt aus Konsolidierungs- und Mittellinie befindet sich ein „Beta-Target“, das eine gewisse, wenn auch nicht sehr große, Anziehungskraft auf den Kurs ausüben könnte. Generell ist daher im Moment das Risiko einer Konsolidierung gestiegen, denn dem DAX scheint derzeit die Kraft zu fehlen, nachhaltig über die 10.000-Punkte-Marke zu steigen.


S&P500

Die US-Indizes konnten zum Ende der Woche hin deutlich besser performen als der DAX. Wie stark diese Outperformance verlief, zeigt der folgende Chart des S&P500.

S&P500 - Target-Trend-Analyse

Seit der breit gefasste US-Index die Mittellinie bei 1.908,5 Punkten überwinden und damit alle Anzeichen von Schwäche ausräumen konnte (siehe vorangegangene S&P500-Analysen), zeigt der Kurs umso mehr Stärke.

Inzwischen hat er mit Leichtigkeit die rote Konsolidierungslinie überwinden können, stößt nun aber mit der grünen Aufwärtstrendkanallinie und der Rechtecklinie bei 1.952 Punkten an einen heftigen Widerstand.


EUR/USD

Der Euro hatte im Vorfeld der EZB-Sitzung und in Erwartung der Maßnahmen reagiert. Es kam zu einem Kursrutsch bis zur EZB-Sitzung von 1,40 Dollar auf 1,35 Dollar.

EUR/USD - Chartanalyse

Und wie immer, wenn das Ereignis dann tatsächlich so eingetreten ist, wie vom Markt erwartet, setzt eine Gegenbewegung ein – das sind Gewinnmitnahmen. Und so darf diese noch nicht als Turnaround gewertet werden. Erst in den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob der Euro weiter fällt.

Aus charttechnischer Sicht ist es dem EUR/USD nicht gelungen, die rote Abwärtstrendlinie nachhaltiger zu überwinden. Das ist ein eher bearishes Zeichen. Im Moment sieht es so aus, als würde es sich der Euro in einer Seitwärtsbewegung um oder leicht oberhalb der 1,35er Marke bequem machen wollen.

Entwickelt sich eine Seitwärtsbewegung in einem Trendkanal und wird dabei, ohne dass zuvor die obere Begrenzungslinie des Trendkanals getestet wurde, wieder die untere Begrenzungslinie angelaufen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Trendkanal nach unten gebrochen wird.

Gerade im Bereich EUR/USD macht das auch fundamental Sinn. Der Dollar müsste gegenüber dem Euro aus fundamentalen Gesichtspunkten zulegen, da die Fed ihre Geldpolitik vorsichtig zu straffen beginnt, während die EZB ihre Geldpolitik immer noch weiter lockert. Und so passt im Moment zumindest alles zusammen.


Gold

Bei Gold sind die Signale aktuell klar bearish, weil der wichtige Bereich um die Rechtecklinie bei 1.265 US-Dollar gebrochen wurde.

Gold - Target-Trend-Analyse

Da selbst nach der EZB-Sitzung bullishe Signale ausblieben, muss man damit rechnen, dass der Preis von dem Aplha-Target (roter Kreis im Chart) weiter angezogen wird. Solange die Marke bei 1.265 US-Dollar nicht zurückerobert wird, ist ein Wiedersehen mit den markanten Tiefs bei rund 1.180 US-Dollar wahrscheinlich.


Termine der kommenden Woche

(KW 24)


Montag,  09.06.2014

01:50 - JP BIP 1. Quartal


Dienstag,  10.06.2014

08:00 - DE Umsatz verarb. Gewerbe April
16:00 - US Großhandel April


Mittwoch,  11.06.2014

Keine wichtigen Termine


Donnerstag,  12.06.2014

08:00 - DE Großhandelspreise Mai
11:00 - EU Industrieproduktion April
14:30 - US Einzelhandelsumsatz Mai
14:30 - US Einfuhrpreise Mai
14:30 - US Ausfuhrpreise Mai
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 - US Lagerbestände April


Freitag,  13.06.2014

08:00 - DE Verbraucherpreise Mai
11:00 - EU Außenhandel April
14:30 - US Erzeugerpreisindex Mai
15:55 - US Verbraucherstimmung Uni Michigan Juni


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