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Inhaltsverzeichnis

Wochenrück- und Ausblick

Verehrte Leserin, verehrter Leser,

der DAX blieb von den politischen Ereignissen am vergangenen Wochenende, den Wahlen in der EU und der Ukraine, nahezu unbeeindruckt. Weil deren Ergebnisse im Vorfeld bereits in etwa so erwartet worden und damit keine Überraschungen für die Märkte waren, konnte der DAX weiter zulegen.

Wichtige Termine im Juni

Im Juni stehen für die Börsen wichtigere Termine an. Zunächst findet am Donnerstag der kommenden Woche (5. Juni) die EZB-Sitzung statt. Um diesen Termin herum werden am Mittwoch und Freitag die monatlichen US-Arbeitsmarktdaten bekanntgegeben. Zwei Wochen später, am 20. Juni, folgt der große Verfallstag.

Aktuelle Positionierung der Stillhalter zum Verfallstag

Wir wagen dieses Mal einen sehr frühen Blick auf die Positionierung der Stillhalter zum Verfallstag. Interessanterweise ist der DAX mit dem Anstieg auf fast 10.000 Punkte in einen Bereich vorgedrungen, in dem bisher noch keine größeren Short-Positionierungen zu erkennen sind.

Open Interest

Das ist ungewöhnlich und wohl als Hinweis zu werten, dass die Anleger bisher noch nicht so recht damit gerechnet haben, die 10.000er Marke könne nachhaltig nach oben gebrochen werden, beziehungsweise insgesamt eher mit einer größeren Konsolidierung unterhalb der 10.000er Marke rechneten.

Nach den jetzigen Daten liegt das ideale Niveau für die Stillhalter zur Abrechnung zum Verfall im Bereich der 9.500er Marke (schwarzer Pfeil). Da bei der 9.000er Marke eine große Short-Position liegt (roter Pfeil), ist dies relativ eindeutig die untere Begrenzung. Es wird sicherlich alles unternommen, um diese nicht zum Verfall ins Geld laufen zu lassen.

Der DAX läuft nun gegen die Stillhalter

Mit dem Zielbereich bei 9.500 Punkten (grüne Linie im folgenden DAX-Chart) zeigt sich, dass die Stillhalter bis jetzt mit einer Fortsetzung der Seitwärtsbewegung gerechnet und sich entsprechend positioniert haben.

Open Interest - Marken im DAX

Durch den Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung wird es nun kritisch, da mit weiter steigenden Kursen immer mehr Positionen ins Geld laufen und der DAX sich damit nun gegen die Stillhalter wendet.

Die bullishe Variante

Da wir noch etwas mehr als drei Wochen von dem Verfall entfernt sind, kann dies nun dazu führen, dass sich die Stillhalter neu absichern, wenn sie davon ausgehen, dass die Kurse weiter steigen. Mit dieser Absicherung würden sie die Kurse weiter antreiben.

Die bearishe Variante

Sollte sich dagegen der 10.000er Widerstand als hartnäckig erweisen, könnten die Stillhalter versuchen, die Kurse zum Verfall auf 9.500 Punkte zu drücken.


Ihr
Stockstreet-Team


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Die Woche aus Sicht des "Steffens Daily"


Montag - Ein scheinbarer Widerspruch treibt den DAX auf neue Hochs

Heute markierte der DAX ein neues Allzeithoch. Mit einer großen Kurslücke übersprang er dabei das bisherige Hoch bei 9.810 Punkten, das Mitte Mai kurzzeitig erreicht wurde. Das könnte die Initialzündung für weiter nachhaltig steigende Kurse sein. Der DAX blieb von den politischen Ereignissen am Wochenende, den Wahlen in der EU und der Ukraine...

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Dienstag - Warum die 10.000-Punkte-Marke für die Charttechnik ein Problem

Der deutsche Aktienindex nutzte den gestrigen Feiertag an den US-Börsen und streckt sich der 10.000-Punkte-Marke entgegen. Die Seitwärtsbewegung der vergangenen Wochen ist damit nach oben aufgelöst. Aber, wie ich schon seit Wochen immer wieder betone: Es geht an der Obergrenze eben nicht um die 9.800er Marke, also der Oberkante dieser Seitwärtsbewegung, sondern immer um die 10.000-Punkte-Marke. Und genau dieser psychologisch wichtige Widerstand…

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Mittwoch - Verfallstag: Noch ist alles offen!

Im Juni stehen wichtige Termine an. Zunächst findet am Donnerstag der kommenden Woche (5. Juni) die EZB-Sitzung statt. Zwei Wochen später, am 20. Juni folgt der große Verfallstag. Wir wagen dieses Mal einen sehr frühen Blick auf die Positionierung der Stillhalter zum Verfallstag. Interessanterweise ist der DAX mit dem Anstieg der vergangenen Tage in einen Bereich…

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Donnerstag - Ein Generationenwechsel an der 10.000er Marke (Ausgabe vom 22.05.2014)

Der DAX startete heute einen erneuten Anlauf, um das vergangene Hoch zu erreichen, dann ging ihm aber die Puste aus. Doch selbst wenn er ausbricht, ist zunächst nicht mit einer starken Dynamik zu rechnen – bei 10.000 Punkten wartet der nächste wichtige Widerstand. Ich hatte vor einiger Zeit schon geschrieben, dass große und psychologisch bedeutsame Marken, bei denen eine Stelle hinzukommt, für einen Index…

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Freitag - Schlechte Konjunkturdaten sind gut für die Börse (Ausgabe vom 23.05.2014)

Der Ifo-Index, ein umfragebasierter Index, für den 7.000 Unternehmen befragt werden, ist im Mai auf 110,4 Punkte gefallen. Im April notierte er noch bei 111,2 Punkten. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 111 Punkten gerechnet. Soweit die Fakten. Aber jetzt wird es spannend. Denn wir erleben jetzt auch in Deutschland das, was wir von den USA her kennen: Schlechte Nachrichten sind gut für die Börse und schwächen die Währung. Der Grund...

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Börsenüberblick


DAX

Das große Problem der klassischen Charttechnik ist, dass bei einem neuen Allzeithoch keine Widerstände mehr zu erkennen sind. Eigentlich erreicht der Kurs mit einem neuen Allzeithoch einen charttechnisch luftleeren Raum. Es gibt lediglich noch wenige Trendlinien, die den Kursverlauf beeinflussen können, wie der folgende DAX-Chart zeigt.  

DAX - Chartanalyse

Und hier spielt die Target-Trend-Methode ihren eminent wichtigen Vorteil gegenüber der klassischen Methode aus.

DAX - Target-Trend-Analyse

Die (blauen) Rechtecke, deren Mittellinien (blau gestrichelt) und Begrenzungslinien als wichtige Widerstände und Unterstützungen gelten, sowie die Konsolidierungslinien (rot gestrichelte Linien), an denen sich immer wieder Konsolidierungen bilden, bleiben bestehen – völlig unabhängig davon, ob der DAX in neue Gefilde vordringt oder nicht. Die Target-Trend-Methode kann über diese Projektionen weit in den charttechnisch luftleeren Raum vordringen und höchst relevante Ergebnisse liefern!

Sollte der DAX in den kommenden Wochen und Monaten weiter steigen, werden die klassisch orientierten Charttechniker keine Widerstandsbereiche mehr auf der Oberseite ausmachen können. Die Target-Trend-Methode kann hingegen unverändert weiter helfen.

Für die Target-Trend-Methode ist die 10.000er Marke lediglich als psychologischer Widerstand interessant. Wichtiger ist auf dem Weg nach oben eine andere Marke: Das Überwinden der Mittellinie bei 9.862 Punkten war ein wichtiges bullishes Signal. Als nächster Widerstand wartet nun die 10.345er Marke.
Sollte der DAX allerdings unter 9.862 Punkte zurückfallen, wäre ein weiterer Rutsch bis auf 9.379 Punkte denkbar.


S&P500

Im S&P500 galt nach der Target-Trend-Methode die Mittellinie bei 1.908,5 Punkten als Kursziel, solange der Kurs das aktuelle Rechteck halten konnte. Beim Blick auf den folgenden Chart zeigt sich, dass das Rechteck oberhalb von 1.865 Punkten erfolgreich verteidigt und daher das Kursziel inzwischen erreicht werden konnte.

S&P500 - Target-Trend-Analyse

Da damit auch ein neues Allzeithoch markiert wurde, ist nun im S&500 das Bild sehr bullish, solange der Index über der Mittellinie bleibt. Die obere Rechteckbegrenzung bei 1.952 Punkten ist dann das nächste Kursziel.

Kommt es zu einem Rücksetzer, ist die Rechtecklinie bei 1.865 Punkten ein wichtiger Orientierungspunkt, der über Wohl und Wehe entscheiden kann. Ein Bruch dieser Marke wäre sehr bearish zu werten.


EUR/USD

Der Euro steht unter dem Eindruck der Aussagen des EZB-Chefs Mario Draghi, der Interventionen ankündigte für den Fall, dass der Wechselkurs weiterhin hoch notiert. Die Gemeinschaftswährung hat daraufhin ordentlich an Boden verloren und fiel fast bis auf 1,36 US-Dollar.

EUR/USD - Target-Trend-Analyse - Tageschart

Von bullishen Signalen ist weit und breit nichts zu sehen. Und der Druck auf den Wechselkurs dürfte weiter anhalten, bis am 5. Juni klar ist, welche geldpolitischen Maßnahmen die EZB tatsächlich beschließt.


Gold

Die Bären haben im Goldpreis einen Angriff gestartet, bei dem der wichtige Bereich um die Rechtecklinie bei 1.265 US-Dollar unter Beschuss geraten ist und dann auch von den Bären förmlich überrollt wurde.

Gold - Target-Trend-Analyse

Vor einer Woche war hier zu lesen, dass meist eine dynamische Bewegung folgt, wenn die Volatilität zuvor stark sinkt. Und weil immer noch das Alpha-Target (roter Kreis) im Spiel ist, würde ein nachhaltiges Unterschreiten der 1.265er Marke mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass dieses Target erreicht wird, hieß es. Dieses Ziel Target ist durch den Rückfall ins untere Rechteck nun aktiviert.


Termine der kommenden Woche

(KW 23)


Montag,  02.06.2014

09:55 - DE Einkaufsmanagerindex Mai
10:00 - EU Einkaufsmanagerindex Eurozone Mai
14:00 - DE Verbraucherpreise
16:00 - US Bauausgaben April
16:00 - US ISM Index Mai


Dienstag,  03.06.2014

11:00 - EU Arbeitslosigkeit April
11:00 - EU Vorabschätzung Inflation Eurozone Mai
16:00 - US Industrieaufträge April


Mittwoch,  04.06.2014

11:00 - EU BIP 1. Quartal
11:00 - EU Erzeugerpreise Industrie April
14:15 - US ADP-Arbeitsmarktbericht Mai
14:30 - US Handelsbilanz April
16:00 - US ISM Dienstleistungsindex Mai


Donnerstag,  05.06.2014

11:00 - EU Einzelhandel April
12:00 - DE Auftragseingang Industrie April
13:00 - GB BoE Sitzungsergebnis
13:45 - EU EZB Sitzungsergebnis
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)


Freitag,  06.06.2014

08:00 - DE Außenhandel April
08:00 - DE Produktion prod. Gewerbe April
14:30 - US Beschäftigte ex Agrar Mai
14:30 - US Arbeitslosenquote Mai


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