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Inhaltsverzeichnis

Wochenrück- und Ausblick

Verehrte Leserinnen und Leser,

die beiden wichtigsten Ereignisse in dieser Woche waren die Zinsentscheidung der EZB und die Arbeitsmarktdaten in den USA. Und beide sorgten für ordentlichen Wirbel an den Märkten.

EZB-Zinsentscheid löste Einbruch im DAX-Future aus

Die EZB hat nicht, wie von einem Teil der Marktteilnehmer erwartet, die Zinsen weiter gesenkt, sondern den Leitzins bei 0,25 Prozent belassen. Und genau mit der Veröffentlichung dieser Nachricht kam es zu einer ersten heftigen Marktreaktion.

FDAX

Der DAX-Future rauschte um satte 183 Punkte in die Tiefe. Der Handel wurde sogar entsprechend den Vorgaben kurzzeitig unterbrochen. Als der Handel wieder aufgenommen wurde, notierte der Future bereits wieder über der 9.200er Marke.

Die Eurex informierte anschließend, dass alle Trades im DAX-Future im Zeitfenster 13:45:00 bis 13:48:55 geprüft wurden. Die Möglichkeit einer Fehleingabe wurde ausgeschlossen und eine Rückabwicklung abgelehnt.

Blitz-Crash im DAX-Future durch hektische Handelssysteme?

Es spricht daher vieles dafür, dass der Blitz-Crash (oder Flash-Crash) durch den hochfrequenten Computerhandel ausgelösten wurde. Die auf Nachrichten optimierten automatischen Handelssysteme könnten einen Kaskadeneffekt ausgelöst haben.

In diesem Fall war die Aussetzung des Handels höchst sinnvoll, denn wie weit so ein Blitz-Crash ohne Schutzmaßnahmen hätte gehen können, konnte man am 6. Mai 2010 sehen, als der Dow Jones innerhalb von wenigen Minuten um satte 1.000 Punkte einbrach.

Auch die US-Arbeitsmarktdaten sorgten für Wirbel

Am Freitag sorgten dann die US-Arbeitsmarktdaten für einigen Wirbel an den Märkten. Das auch deshalb, weil die Marktteilnehmer vom ADP-Bericht am Mittwoch auf eine falsche Fährte gelockt wurden.

Nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing Inc. (ADP) wurden im Januar 175.000 Stellen geschaffen. Analysten hatten mit einem Wert von 189.000 Stellen gerechnet, nach zuvor 227.000 Stellen im Dezember. 

ADP Arbeitsmarktbericht

Der ADP-Bericht wird gerne als Hinweis auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht gewertet, obwohl die Zahlen teilweise weit voneinander abweichen. So wurden nach dem offiziellen Arbeitsmarktbericht im Dezember lediglich 75.000 Stellen geschaffen und damit deutlich weniger als der damalige ADP-Bericht erwarten ließ.

ADP-Daten weichen erneut weit von den offiziellen Zahlen ab

Und genauso war es auch in dieser Woche. Die Analystenschätzungen für den offiziellen Bericht des Bureau of Labor Statistics am Freitag lagen im Konsens bei 185.000 Stellen. Tatsächlich wurden aber nur 113.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Dies ist damit nun die zweite starke Differenz zwischen ADP-Bericht und offiziellen Daten in Folge.

offizielle US-Arbeitsmarktdaten

Die Arbeitslosenquote ist zwar auf 6,6 % gesunken - dies lag aber im Rahmen der Analystenerwartungen. Und so waren die US-Arbeitsmarktdaten eine herbe Enttäuschung – und das war der Grund für die zweite heftige Kursreaktion in dieser Woche:

Zweite heftige Marktreaktion dieser Woche

Innerhalb von nur 3 Minuten fiel der DAX von 9.285 auf 9.223 Punkte. Eine gute viertel Stunde später stand der DAX wieder rund 100 Punkte höher.

DAX - Tagesverlauf

Die erste Reaktion war also eine „spontane Enttäuschung“, weil die Zahlen deutlich schlechter ausfielen als erwartet. Dann setzte das „Denken“ ein: Schlechte Nachrichten sind auch gute Nachrichten, denn die Fed könnte angesichts des schwachen Stellenwachstums die expansive Geldpolitik langsamer zurückführen, und so setzte die Erholung ein.

Am Schluss setzten sich dann die tiefergehenden Analysen durch: Natürlich wäre es angesichts der fragilen Situation der US-Wirtschaft schon ein positives Signal, wenn der Arbeitsmarkt sich deutlicher erholen würde. Damit entstand eine Art Patt-Situation, die sich auch im weiteren Verlauf durch eine Seitwärtsbewegung erkennen ließ.

Zwei wichtige Erkenntnisse aus dem Verlauf dieser Woche

Letztlich gibt es zwei wichtige Erkenntnisse, die man aus dem Verlauf dieser Woche mitnehmen kann:

1. Der Hochfrequenzhandel kann zu Kaskadeneffekten führen, bei denen nur noch Kontrollmechanismen Schlimmeres verhindern, wie es im Nachgang der EZB-Sitzung zu sehen war.

2. Die Fed hat gerade erst angefangen, die ultralockere Geldpolitik vorsichtig zurückzufahren. Gleichzeitig sind die Zinsen noch weit von einem gefährlichen Niveau entfernt. Die Geldpolitik unterstützt damit immer noch massiv die Aktienmärkte. Und deshalb ist es in der aktuellen Phase ziemlich egal, was zurzeit an US-Konjunkturdaten kommt.
Die US-Wirtschaft darf allerdings nicht erneut in eine tiefere Rezession zurückfallen. Denn dann könnten die Marktteilnehmer auf die Idee kommen, dass die geldpolitischen Maßnahmen wirkungslos verpuffen. Und das wäre dann gefährlich für die Aktienmärkte.


Ihr
Stockstreet-Team


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Die Woche aus Sicht des "Steffens Daily"


Montag - Die Januar-Regel – Mythos oder Wahrheit?

Sie haben bestimmt schon von der Januar-Regel an den Börsen gehört: „Wie der Januar, so das gesamte Jahr.“ Im Internet kursieren derzeit wieder diverse Betrachtungen zu dieser Regel. Weil der Januar an den US-Börsen mit Verlusten zwischen 1,7 % und 5,4 % zu Ende ging, wird nun vielfach auch ein schwarzes Börsenjahr 2014 beschworen…

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Dienstag - Der gestrige Kurseinbruch der US-Indizes ist bullish zu werten

Manchmal ist Börse seltsam. Der gestrige Einbruch von mehr als zwei Prozent bei den US-Indizes führte zu vielen düsteren Headlines und Kommentaren. „Orkan an den Börsen“, „Crash in den Schwellenländern steht bevor“, „Der neue Bärenmarkt ist da“, „Gipfelbildung“, „Abschwächung der Weltwirtschaft“ etc. Wir bei Stockstreet sehen die Dinge wie gewohnt gelassener…

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Mittwoch - Uneinheitliche Signale der US-Wirtschaft

Nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing Inc. (ADP) wurden im Januar 175.000 Stellen geschaffen. Analysten hatten mit einem Wert von 189.000 Stellen gerechnet, nach zuvor 227.000 Stellen im Dezember. Der ADP-Bericht wird gerne als Hinweis auf den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht gewertet, allerdings können die Zahlen weit voneinander abweichen…

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Donnerstag - Blitz-Crash im DAX-Future durch hektische Handelssysteme?

Vielleicht erinnern Sie sich noch, dass ich schrieb, die Anleger werden bei fallenden Märkten schnell nervös und deswegen können bestimmte Nachrichten auch größere Reaktionen hervorrufen. Doch dass Nachrichten eine solche Nervosität wie heute hervorrufen, ist schon ungewöhnlich. Auslöser war die EZB, weil sie…

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Freitag - Schlechte US-Konjunkturdaten ohne Auswirkungen

Die Analysten waren für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der USA von 185.000 neuen Stellen ausgegangen. Tatsächlich wurden lediglich 113.000 Stellen gemeldet. Das ist nun der zweite sehr niedrige Wert in Folge. Die Marktreaktion belegt, wie verschieden diese Zahlen interpretiert werden...

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Börsenüberblick


DAX

Der DAX pendelt weiterhin um die rot gestrichelte Konsolidierungslinie. Dabei ist er bei seinem jüngsten Rutsch unter diese Linie exakt an die schwarze Aufwärtstrendlinie gelaufen und von dort wieder nach oben hin abgeprallt.

DAX - Target-Trend-Analyse

Diese Linie stellt die obere Begrenzung des breiten Trendkanals dar, der die gesamte Aufwärtsbewegung seit dem Tief im März 2009 umfasst. Durch den Aufsetzer hat der DAX ein zweites Mal den Ausbruch aus diesem Trendkanal erfolgreich bestätigt, nachdem er diese Linie bereits im Dezember 2013 angesteuert hat.

Entsprechend ist dies ein Hinweis darauf, dass es sich bei den aktuellen Kursverlusten nicht um eine Trendwende sondern lediglich um eine Korrektur der Übertreibung gehandelt hat. Das Chartbild bleibt damit bullish, solange der DAX nicht unter die schwarze Linie abtaucht und womöglich sogar die psychologisch wichtige Marke von 9.000 Punkten unterschreitet (rote Linie im Chart).

Sollte dies geschehen, dann wäre im schlechtesten aller Fälle sogar das Erreichen des roten Alpha-Target möglich. Aber dafür müsste der DAX erst einmal nachhaltig unter die 9.000er-Marke fallen.


S&P500

Vor genau einer Woche berichteten wir an dieser Stelle über eine Kursentwicklung im S&P500, die so etwas wie eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) auszubilden schien. Da die Umsatzentwicklung aber nicht zu einer SKS passte, weil es weder in der linken Schulter noch im Hoch einen deutlich höheren Umsatz gab, kamen wir zu dem Fazit, dass es sich nicht um eine SKS handeln konnte. Durch den schnellen Einbruch im S&P500 in dieser Woche bestätigte sich dies nun.

S&P500 - Chartanalyse

Die rot gestrichelten Linien im Chart zeigten den idealtypischen Kursverlauf einer SKS. Die schwarz gestrichelte Linie zeigte an, was passieren würde, wenn es zu einer echten SKS gekommen wäre. Der Kurs fiel aber bereits am Montag dieser Woche unter die blaue Linie (siehe Chart), ohne dass es zur Ausbildung einer rechten Schulter kam. Und damit handelt es sich bei der Kursentwicklung lediglich um eine klassische „abc“-Konsolidierung, auf die gewöhnlich wieder steigende Kurse folgen.

Tatsächlich kam es bis zum Ende der Woche zu einer ordentlichen Gegenbewegung, welche den US-Index sogar zurück über die blaue Linie und auf im Hoch fast 1.790 Punkte führte. Somit liegt (bisher) eindeutig keine Topformation vor, weshalb wir uns auch noch keine großen Sorgen machen müssen. Im Moment kann man davon ausgehen, dass es sich einfach um eine gesunde Konsolidierung nach einer Übertreibung handelt.


EUR/USD

Der Euro hat den Test einer Rechteckbegrenzung der Target-Trend-Methode bei 1,349 US-Dollar erfolgreich bestanden. Der Kurs prallte an dieser Linie nach oben ab (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart) und notiert aktuell bereits wieder oberhalb von 1,36 US-Dollar.

EUR/USD - Chartanalyse

Der Kurs könnte dadurch nun sogar weiter auf über 1,37 US-Dollar ansteigen. Sollte der Kurs zuvor bereits erneut an die Rechteckbegrenzung zurückfallen, würde dies die Wahrscheinlichkeit erheblich erhöhen, dass der Kurs auch noch die grüne Trendlinie anpeilt. An dieser Linie könnte der Wechselkurs seine übergeordnete Aufwärtsbewegung seit April 2013 bestätigen.


Gold

Der Goldpreis beißt sich weiterhin an der Rechteckbegrenzung aus der Target-Trend-Analyse bei 1.265 US-Dollar die Zähne aus. Ein Grund dafür ist sicherlich auch die Tatsache, dass dort auch noch eine rote gestrichelte Konsolidierungslinie Druck von oben ausübt.

Gold - Chartanalyse

Da der Goldkurs aber auch keine Anstalten macht, deutlich abzurutschen, besteht eine sehr hohe Chance, dass ihm bald ein Ausbruch über diese Widerstände gelingt, was sehr bullish zu werten wäre.

Kommt es aber zu einem Rutsch unter das letzte Zwischentief, wäre der Kurs am Widerstandsbündel gescheitert und es könnte zu einem Rutsch auf das markante (Doppel-)Tief bei rund 1.180 US-Dollar kommen.


Termine der kommenden Woche

(KW 07)


Montag, 10.02.2014

Keine wichtigen Termine


Dienstag, 11.02.2014

16:00 - US Großhandel Dezember


Mittwoch, 12.02.2014

11:00 - EU Industrieproduktion Dezember


Donnerstag, 13.02.2014

08:00 - DE Verbraucherpreise Januar
11:00 - DE ifo Weltwirtschaftsklima 1. Quartal
14:30 - US Einzelhandelsumsatz Januar
14:30 - US Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
16:00 - US Lagerbestände Dezember


Freitag, 14.02.2014

08:00 - DE BIP 4. Quartal
11:00 - EU Außenhandel Dezember
11:00 - EU BIP 4. Quartal
14:30 - US Außenhandelspreise Januar
15:15 - US Kapazitätsauslastung Januar
15:15 - US Industrieproduktion Januar


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